Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen fordern Bekenntnis von der SPD

(lifePR) ( Berlin-Schöneberg, )
Um bis zu 400 Euro liegt das Einkommen einer Berliner Erzieherin im öffentlichen Dienst unter dem Gehalt ihrer Kolleg*innen in kommunalen Kitas der anderen Bundesländer. Für die GEW BERLIN ist diese Schlechterstellung nicht länger akzeptabel. „Dieses Jahr sind Wahlen in Berlin. Wir wünschen uns eine klare Positionierung aller Parteien, wie sie mit der Bezahlung von Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen umgehen wollen, falls sie künftig die Stadt regieren“, betonte Doreen Sie­bernik, Vorsitzende der GEW BERLIN, auf einer Kundgebung vor der Senatsbildungsverwaltung.

200 Kolleg*innen hatten sich am 08. März 2016 zusammengefunden, um vor dem Haus von Bil­dungssenatorin Sandra Scheeres für eine Aufwertung ihrer Berufe zu demonstrieren. Während Erzie­her*innen und Sozialpädagog*innen in Berlin nach dem Tarifvertrag der Länder bezahlt werden, sind sie in den anderen Ländern nach dem besseren Tarifvertrag Sozial- und Erziehungsdienst im TVöD eingruppiert. Zum Beispiel verdient eine Erzieher*in in Regeltätigkeit in der Erfahrungsstufe 6 in Ber­lin 3.082 Euro und in einer Brandenburger Kommune 3.427,50 Euro.

„Die dringend nötigen Fachkräfte für Berliner Kitas und Schulen lassen sich so nicht gewinnen. Auch in Berlin sind die Einkommen umgehend zu verbessern“, bekräftigte Siebernik. Die GEW-Vor­sitzende wies darauf hin, dass sich alle demokratischen Berliner Parteien mit Ausnahme der regie­renden SPD bereits für eine Aufwertung und eine Anlehnung an den TVöD positioniert hätten. Die CDU habe sich in ihrem Parteitagsbeschluss für eine deutlich bessere Bezahlung der Erzieher*innen ausgesprochen und auch Grüne, Linke und Piraten rufen die Finanzverwaltung zum Handeln auf. „Wir fordern auch die SPD auf, uns noch vor der Wahl mitzuteilen, was sie im Falle ihrer Wieder­wahl für die Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen erreichen möchte. Die Kolleg*innen wollen schließlich wissen, was sie erwartet“, sagte Siebernik.
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