Die GEW zum Ergebnis des Volksbegehrens

Die Stadteilschulen behalten ihr Alleinstellungsmerkmal, dennoch ist das Zwei‐Säulen‐Modell der falsche Weg

(lifePR) ( Hamburg, )
"Wir sind zunächst erleichtert über das Ergebnis, denn wir hatten unseren Mitgliedern empfohlen, das Volksbegehren der Initiative "G9 HH jetzt" nicht zu unterzeichnen", so kommentiert Anja Bensinger‐Stolze, Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Hamburg) das Ergebnis des Volksbegehrens: "Die Stadtteilschule behält jetzt ihr Alleinstellungsmerkmal des längeren Wegs zum Abitur und das ist gut so. Aber wirklich zufrieden sind wir nicht, denn das Zwei‐Säulen‐Modell ist weiterhin zementiert, die soziale Spaltung der Stadt wird durch das zweigliedrige Schulsystem nicht abgemildert, sondern noch vertieft."

Die GEW bringt für einen Ausweg aus dieser Problematik ihren schulpolitischen Vorschlag für Hamburg in die Debatte: eine Oberstufenreform mit einer gemeinsamen Oberstufe von Gymnasien und Stadtteilschulen, die ein flexibles Abitur nach 2 bis 4 Jahren ermöglicht. Es gibt in Hamburg bereits Ansätze, die in diese Richtung zielen. So existieren in Harburg bereits enge Kooperationen zwischen Stadtteilschulen und Gymnasien in den Oberstufen. Eine solche Schulstruktur könnte auch Beispiel für andere Bundesländer sein und der zunehmenden Zersplitterung der Schulstrukturen in Deutschland entgegenwirken.

"Nach dem gescheiterten Volksbegehren erwarten wir jetzt auch, dass der Senat die anderen drängenden schulpolitischen Themen wieder auf die Tagesordnung setzt: eine gute Ausstattung der schulischen Inklusion, und eine besondere Unterstützung von Stadtteilschulen in schwieriger Lage. Bildungsgerechtigkeit muss gerade für eine sozialdemokratische Regierung wieder die Leitlinie werden!" so Bensinger‐Stolze.
Für die oben stehenden Pressemitteilungen, das angezeigte Event bzw. das Stellenangebot sowie für das angezeigte Bild- und Tonmaterial ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmeninfo bei Klick auf Bild/Meldungstitel oder Firmeninfo rechte Spalte) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber der Pressetexte sowie der angehängten Bild-, Ton- und Informationsmaterialien.
Die Nutzung von hier veröffentlichten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Bei Veröffentlichung senden Sie bitte ein Belegexemplar an service@lifepr.de.