Montag, 18. Juni 2018


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Drittmittel sind keine Lösung für die Zukunft

Saarbrücken, (lifePR) - Zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichen Drittmitteleinnahmen an Hochschulen erklärt Max Karbach, Sprecher des Landesausschuss der Studentinnen und Studenten der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Landesverband Saarland: „Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die öffentliche Finanzierung von Hochschulen ist unzureichend. Das Volumen von Drittmitteln steigt weiter an und sie spielen eine immer wichtigere Rolle für die Finanzierung von Hochschulen. So kann es nicht weitergehen. Hochschulen stehen im Wettbewerb um mehr Mittel und werden gegeneinander ausgespielt. Hier müssen Bund und Länder jetzt gemeinsam reagieren. Die Hochschulfinanzierung muss massiv in die Breite ausgebaut werden. Das Kooperationsverbot muss in Gänze abgeschafft oder zumindest ausreichend gelockert werden.

Mit Drittmitteln Löcher zu stopfen kann fatale Auswirkungen für Hochschulen haben. Neben einer Abhängigkeit von privaten Geldgebern werden fast ausschließlich drittmittelstarke Fachbereiche gestärkt. Andere Bereiche hingegen, wie die Geisteswissenschaften, bleiben oftmals auf der Strecke. Auch eine langfristige Planbarkeit für Hochschulen ist so nicht möglich. Bund und Länder müssen mit dem Auslaufen des Hochschulpaktes 2020 eine neue Finanzarchitektur schaffen, um insbesondere die Lehre an Hochschulen zu stärken. Drittmittel müssen die Ausnahme sein. Es braucht gemeinsame und dauerhafte Investitionen in alle Hochschulen.“

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