Sonntag, 19. Februar 2017


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Richard-Merten-Preis 2008 geht an die Philipps-Universität in Marburg

Auszeichnung für eine innovative webbasierte Anwendung zur Verbesserung kardiovaskulärer Präventionsberatung in 5 der allgemeinärztlichen Praxis

(lifePR) (Eltville, ) Der diesjährige Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Richard-Merten-Preises, mit dem herausragende Arbeiten zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen prämiert werden, ist durch das Kuratorium benannt worden.

Ausgezeichnet wird Professor Dr. med. Norbert Donner- Banzhoff, M.H.Sc. von der Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin im Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg. Den Richard- Merten-Preis erhält er für seine exzellente Arbeit zu "Arriba:Präventionsberatung online in der allgemeinärztlichen Praxis".

Patienten informieren sich aktiv

Präferenzen und Erwartungen der Patienten verändern sich.
Erkrankte nehmen im Rahmen von Diagnose- und Therapie- Entscheidungs-Prozessen, Qualitätssicherung und Evaluation, aber auch in der Gesundheits- und Versorgungspolitik eine neue, aktive Rolle ein.

Sie suchen "ihren" Hausarzt auf, zu dem sie Vertrauen haben, um mit ihm die Beschwerden und Diagnosemöglichkeiten zu besprechen. Der einzelne Patient stellt sich die Frage nach seinem persönlichen Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden sowie nach geeigneten Präventionsmaßnahmen.

In seiner Antwort muss der Arzt mehrere Risikofaktoren gleichzeitig berücksichtigen, was in Bezug auf Berechnung und Darstellung ausgesprochen schwierig ist. Außerdem sollen Risikoprognose und die Effekte möglicher präventiver Maßnahmen so dargestellt werden, dass der Patient sich eine eigene Meinung bilden und mitentscheiden kann.

Hausärzte fühlen sich in der Patientenberatung oftmals
"allein gelassen", da sie konkrete Beratungsstrategien vermissen.

Leitfaden für Risikoprognose und Beratung

Arriba bietet diese Unterstützung. Arriba ist eine hausärztliche Beratungsstrategie zur patientenzentrierten und risikoadäquaten Verordnung in der kardiovaskulären Prävention. Das Akronym steht für Absolutes und Relatives Risiko - Individuelle Beratung in der Allgemeinarzt-Praxis.

Mit Arriba haben Hausärzte ein praxisfähiges Instrument, um auf Basis epidemiologischer Studien eine individuelle Risikoprognose für Herzinfarkt und Schlaganfall erstellen zu können. Die Wahrscheinlichkeit für einen Patienten, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, wird optisch demonstriert, die Effekte von Verhaltensänderungen oder medikamentöser Therapien werden anschaulich dargestellt.

Hausärzte und Patienten können so über eine dem Sobjektiven kardiovaskulären Gesamtrisiko und den subjektiven Präferenzen des Patienten gleichermaßen Rechnung tragende Therapie gemeinsam entscheiden.

Darüber hinaus bietet Arriba einen Leitfaden für die Kommunikation mit dem Patienten.

Hausärzte können sämtliche Materialien kostenlos für die Anwendung in ihrer Praxis unter www.arriba-hausarzt.de herunterladen.

Die arriba-Software steht sowohl für Windows als auch für Mac OS X zur Verfügung.

Die offizielle Preisverleihung findet im Oktober statt.

Der Richard-Merten-Preis ist einer der renommiertesten Preise im deutschen Gesundheitswesen und wird seit 1992 von der Stiftung Richard-Merten-Preis verliehen. Das Ziel:
herausragende Arbeiten auszuzeichnen, die mittels Nutzung moderner EDV eine Verbesserung des medizinischpharmazeutischen Handelns ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zu Innovation, Prävention und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen leisten. Stifter des Preises sind die ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim, die DOCexpert GmbH, Bamberg, die MCS Modulare Computer und Software Systeme AG, Eltville, sowie das Marktforschungsunternehmen medimed GmbH, eine Tochtergesellschaft der Cegedim Deutschland GmbH.

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