Donnerstag, 21. Juni 2018


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Altersabstand zwischen Bundestagsabgeordneten und der Gesamtbevölkerung so gering wie noch nie

19. Bundestag

Berlin, (lifePR) - Der Bundestag bildet die Gesellschaft altersmäßig besser ab denn je. Das Durchschnittsalter der Parlamentarier liegt nur noch 5,1 Jahre über dem der Gesamtbevölkerung. Eine stark wachsende Gruppe ist hingegen kaum im Reichstag vertreten: die Senioren.

Der Deutsche Bundestag ähnelt in seiner Altersstruktur immer mehr der Gesamtbevölkerung. Mit durchschnittlich 49,4 Jahren sind die Mitglieder des neuen Bundestages nur noch 5,1 Jahre älter als die Bevölkerung (letzter Stand 2015: 44,3 Jahre). Das ist die geringste Differenz seit Bestehen der Bundesrepublik, wie eine aktuelle Auswertung der Initiative „7 Jahre länger“ zeigt. In den 1950er-Jahren waren die Volksvertreter noch gut 15 Jahre älter.

Verantwortlich für die Entwicklung ist die Alterung der Bevölkerung. So lag das Durchschnittsalter in Deutschland nach der Wiedervereinigung 1990 mit 39,3 Jahren noch fünf Jahre niedriger als heute. Der Altersschnitt der Parlamentarier pendelt seitdem relativ stabil zwischen 48 und 50 Jahren – weil Politiker es eben häufig erst im mittleren Alter ins Parlament schaffen und wieder ausscheiden, sobald sie das Rentenalter erreicht haben.

Parlament bildet die Bevölkerung altersmäßig besser ab

Die Folge: Der Bundestag bildet die Altersstruktur der Gesellschaft heute besser ab. Nach der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 waren – inklusive der Nicht-Wahlberechtigten – etwa 58,8 Prozent der Einwohner Deutschlands im Parlament entweder nicht oder kaum durch Altersgenossen vertreten. Nach der jüngsten Wahl liegt dieser Anteil nach Berechnungen von „7Jahrelänger“ nur noch bei 46,3 Prozent.

Denn zum einen gibt es viel weniger jüngere Menschen, die seit je her im Parlament unterrepräsentiert sind – was eben auch an der gesetzlichen Altersgrenze liegt. Denn frühestens mit 18 Jahren darf man sich zur Wahl stellen. Zugleich sind aber auch die „jungen Alten“ inzwischen besser im Bundestag vertreten. 1990 war jeder zehnte Einwohner zwischen 60 und 69 Jahre alt, aber nur drei Prozent der Parlamentarier. Im neuen Bundestag kommt die Altersgruppe auf einen Anteil von 14,5 Prozent – mehr, als es ihrem Gewicht in der Bevölkerung entspricht (11,6 Prozent).

Ab 70-Jährige stark unterrepräsentiert

Eine stark wachsende Gruppe, die im Parlament kaum vertreten ist, sind hingegen die Senioren. Weil die Deutschen immer länger leben, ist die Zahl der ab 70-Jährigen seit 1990 von rund 8 auf knapp 13 Millionen gestiegen. Sie machen inzwischen rund 16 Prozent der Bevölkerung aus. Im 19. Bundestag sitzen mit elf Abgeordneten ab 70 Jahren zwar so viele wie nie seit der Wiedervereinigung. Sie machen aber nur 1,6 Prozent aller Parlamentarier aus.

Über uns

„7 Jahre länger“ ist eine Initiative der Deutschen Versicherer (www.gdv.de). Sie soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden und länger fit bleiben. Denn die meisten Deutschen unterschätzen laut wissenschaftlicher Studien ihre Lebenserwartung deutlich – und haben oft ein falsches, sehr negatives Bild vom Alter. Die Initiative will darum einen gesellschaftlichen Dialog darüber führen, wie wir das Beste aus den gewonnenen Jahren machen können. www.7jahrelaenger.de

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