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Pressemitteilung BoxID: 601359 (GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.)
  • GESAMTMETALL - Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V.
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Gesamtmetall: Bestehende Mitbestimmung reizt verfassungsrechtliche Grenzen aus

(lifePR) (Berlin, ) Zum 40. Jahrestag des Mitbestimmungsgesetzes weist der Arbeitgeberverband Gesamtmetall Forderungen der Gewerkschaft zurück, die bestehenden Mitbestimmungsrechte weiter auszuweiten: „Die deutschen Unternehmen haben gute Erfahrungen damit gemacht, die Mitarbeiter eng mit einzubeziehen. Vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Belegschaften ist eine Basis des wirtschaftlichen  Erfolgs. Aber das ist nicht gleichzusetzen mit der institutionalisierten Mitbestimmung. Zudem reizt die bestehende Mitbestimmung die verfassungsrechtlichen Grenzen vollständig aus“, so Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander.

Die Gewerkschaften erklären stetig, dass die Mitbestimmung ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor sei. „Wenn die Gewerkschaften beteuern, sie würden den Unternehmen doch nur helfen wollen, noch profitabler zu werden, entbehrt das nicht einer gewissen Komik“, so Zander weiter. „Es ist doch bezeichnend, dass uns kein einziges anderes Land der Welt auf diesem Weg gefolgt ist – auch nicht Länder, in denen hohe Unternehmensgewinne als gesellschaftlich erstrebenswert erachtet werden. Entweder sind alle anderen auf der Welt also dümmer als wir Deutschen, oder die Forderung, der Gewerkschaft noch mehr Macht zu geben, ist doch nicht ganz so selbstlos wie vorgegaukelt.“

Eine Ausweitung der Mitbestimmung sei abzulehnen. Im Gegenteil sei klar, dass unternehmerische Entscheidungen der Eigentümer alleine treffen müsse, da er mit seinem Vermögen für die Folgen der Entscheidung hafte.