Freitag, 17. November 2017


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UN-Preis für Initiative zu Klimarisikoversicherungen für die Ärmsten

Germanwatch gratuliert Munich Climate Insurance Initiative zur Auszeichnung mit Momentum for Change Award

Bonn, (lifePR) - Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch begrüßt die Auszeichnung der Munich Climate Insurance Initiative (MCII) mit dem renommierten Momentum for Change Award des UN-Klimasekretariats. „Wir gratulieren MCII und wir freuen uns sehr. Die Initiative, an der wir von Beginn an mitgearbeitet haben, hat maßgeblichen Anteil daran, dass heute Klimaversicherungsinstrumente für die Armen so konzipiert werden, dass dies Risiken verringert und nach Katastrophen eine schnellere Erholung von Regionen erlaubt", sagt Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch, vor der heute Abend stattfindenden Auszeichnung bei der Weltklimakonferenz in Bonn. "MCII hat das Thema bei den Vereinten Nationen, der G7 und der G20 konstruktiv und kritisch vorangetrieben und begleitet. Und sie hat prägnante Lernerfahrungen vor Ort – etwa in der Karibik – ermöglicht. MCII zeigt, wie das Zusammenspiel von Zivilgesellschaft, Unternehmen und Wissenschaft konstruktive Impulse für die Politik und vor Ort geben kann.“

Der Momentum for Change Award zeichnet besonders innovative und praxisnahe Beispiele dafür aus, was Menschen auf der ganzen Welt im Kampf gegen den Klimawandel tun. Ausgewählte Initiativen werden als "Leuchtturmaktivitäten" bezeichnet. MCII ist eine von 19 Leuchtturmaktivitäten, die in diesem Jahr  geehrt werden.

MCII wird insbesondere für seine Arbeit zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels durch Versicherungsansätze in der Karibik ausgezeichnet. Die Initiative hat hier gemeinsam mit Kreditgenossenschaften, Bauerngenossenschaften und Verbänden ein auch für arme Menschen bezahlbares Mikroversicherungsprodukt zur Abdeckung extremer Wetterschäden konzipiert und umgesetzt. Diese Versicherung richtet sich an Einzelpersonen und schützt die Lebensgrundlage von bedürftigen Menschen mit geringem Einkommen, indem sie schnelle, unbürokratische Geldzahlungen nach extremen Wetterereignissen, zum Beispiel Stürmen oder Überflutungen, ermöglicht. So können sie nach einer Katastrophe zügig wieder auf wirtschaftlich eigenen Beinen stehen.

MCII arbeitet zudem daran, auch auf internationaler Ebene die Diskussion um Klimarisikoversicherungslösungen voranzubringen, etwa im Rahmen der G7-Versicherungsinitiative InsuResilience und in den UN-Klimaverhandlungen. Ziel ist, dass insbesondere arme und deshalb besonders verletzliche Menschen von Versicherungsinstrumenten profitieren, die sich eine private Versicherung oft nicht leisten können.

Zu MCII:
Die Munich Climate Insurance Initiative (MCII) ist ein gemeinnütziger Verein, gegründet von Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft, der Versicherungsbranche und von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mit Sitz am Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der UN-Universität (UNU-EHS) in Bonn. Die Initiative MCII vereint die Absicht von Versicherern, Experten für Klimawandel und Anpassung, NGOs und Politikforschern, Lösungen für die Risiken des Klimawandels insbesondere für arme und verletzliche Menschen zu finden und klimapolitische Entscheidungsträger über innovative Lösungen für die Minderung und Versicherung wetterabhängiger Risiken zu informieren. Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von Germanwatch, ist MCII-Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender der MCII.

Hinweis: Die Auszeichnung wird heute Abend bei der COP23 in Bonn verliehen.

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