"Damit niemand auf dem Trockenen sitzen bleibt"

Berliner Schülerinnen und Schüler fordern Trinkwasser für alle Menschen weltweit

(lifePR) ( Berlin, )
Schwer tragend, mit gefüllten Wasserkanistern auf dem Arm, einer selbstgebauten Handwaschanlage im Gepäck sowie Botschaften auf den eigenen Leibern skandierten die Schüler*innen ihr Motto „Wasser ist alle? Wasser für alle!“.

Ihre klare Botschaft: Jeder hat ein Recht auf den Zugang zu sauberem und sicherem Trinkwasser. Insbesondere arme und marginalisierte Bevölkerungsgruppen dürften nicht vergessen werden, denn sie leiden am Stärksten unter der globalen Wasserkrise. Dazu zählen Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen, Indigene, aber auch Mädchen und Frauen, die in vielen Gesellschaften das Wasser besorgen und dafür jeden Tag viele Kilometer zurücklegen müssen.

Im Rahmen der Abschlusskundgebung überreichten die Schüler*innen Thilo Panzerbieter, dem Geschäftsführer der German Toilet Organization, eine überdimensionale Postkarte mit ihren Botschaften. Diese wird er noch am Abend der Parlamentarischen Staatssekretärin Frau Dr. Flachsbarth im Rahmen einer politischen Veranstaltung zum Thema Wasser mit zahlreichen Bundestagsabgeordneten überreichen.

Aktuell sieht der Entwurf des Bundeshaushalts für 2020 starke Kürzungen für das Entwicklungsministerium vor. Mit dem geplanten Budget sind insbesondere internationale Zusagen und die Arbeitsfähigkeit für die Umsetzung von Menschenrechten bedroht. Auf ihrem Weg zum Potsdamer Platz stoppten die Schüler*innen deshalb vor dem Bundesfinanzministerium, um gegen die Kürzungen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zu demonstrieren. In Zeiten zunehmender Konflikte – auch um die immer knapper werdende Ressource Wasser – gilt das Bundesentwicklungsministerium nach wie vor als einer der größten Geber im Bereich Wasser. Gerade diese Mittel sind wesentlich, um marginalisierte Gruppen im Kampf gegen Armut zu erreichen und große Ungleichheiten beim Zugang zu Wasser abzuschaffen.

Wie wichtig sicheres Trinkwasser ist, verdeutlichen folgende Zahlen: über 50 Staaten sind von Wasserstress betroffen. Ursachen sind unter anderem Klimawandel, Bevölkerungswachstum und das Absinken des Grundwasserspiegels durch anhaltende Dürren. Die Vereinten Nationen (UN) schätzen, dass der Wasserverbrauch in den letzten Jahren um das 6-fache gestiegen ist und verfügbare Wasserressourcen zukünftig immer knapper werden. Dies hat dramatische Auswirkungen: Menschen leiden an Hunger, die Landwirtschaft wird erschwert und der Kampf ums Wasser führt zu bewaffneten Konflikten. Das World Economic Forum zählt die globale Wasserkrise deshalb zu den fünf größten Risikofaktoren für die Menschheit.

Die Aktion ist Teil des entwicklungspolitischen Bildungsprojektes Klobalisierte Welt der German Toilet Organization e. V., an dem Schüler*innen des Grünen Campus Malchow (Lichtenberg), der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli (Neukölln) und des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums (Prenzlauer Berg) teilgenommen haben. Die GTO führt das entwicklungspolitische Bildungsprojekt „Klobalisierte Welt“ seit 2009 erfolgreich durch. Hierbei veranstaltet die GTO eintägige Projekttage an Berliner Schulen und plant gemeinsam mit den Schüler*innen öffentlichkeitswirksame Aktionen, um auf entwicklungspolitische Themen aufmerksam zu machen.
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