Freitag, 15. Dezember 2017


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Das Gerhart-Hauptmann-Theater blickt zurück auf ein erfolgreiches Theaterjahr 2016

In der Gunst des Publikums liegen Sommertheater und Weihnachtsveranstaltungen ungebrochen vorn

Görlitz, (lifePR) - .

Rückblick

Zufrieden blickt die Geschäftsführung der Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH auf das vergangene Theaterjahr zurück: 153.500 Besucher erlebten 2016 über 700 Veranstaltungen. Insgesamt konnten deutlich mehr Besucher für die Eigenproduktionen des Vierspartenhauses begeistert werden als noch in den Vorjahren.

Die Vorstellungen im Monat Dezember erreichten mit der beeindruckenden Zahl von 97 Veranstaltungen rund 30.000 Zuschauer in den beiden Spielstätten in Görlitz und Zittau. Unangefochtene Publikumslieblinge waren das Weihnachtskonzert, das 2016 unter dem Motto »Brenne auf, mein Licht« insgesamt 28 mal im gesamten Kulturraum zu sehen war sowie das Weihnachtsmärchen, das als Drachenkrimi »Der Drache im Schrank« vor allem Schul- und Kindergartengruppen in die 38 Vorstellungen lockte. Beide waren regelmäßig und fast nahezu durchweg ausverkauft.

Neben den Veranstaltungen im Dezember verlief auch die Saison im Sommertheater sehr zufriedenstellend: Erstmals bespielt wurde der Stadthallengarten in Görlitz, nachdem in einer eigens initiierten Crowdfunding-Kampagne und durch den Stadthallen-Verein weitere Mittel für notwendige Umbauten gesammelt werden konnten. Etwa 4500 Zuschauer besuchten das abwechslungsreiche Sommertheaterprogramm – darunter so erfolgreiche Stücke wie »AQUA« oder die halbszenische Aufführung von Franz Lehárs »Die lustige Witwe«.

Großer Beliebtheit erfreute sich auch die stets ausverkaufte Schauspiel-Kriminalkomödie »Die 39 Stufen« im Klosterhof Zittau, hier mussten sogar Zusatztermine gefunden werden. Als kleiner Wehmutstropfen wird das Ergebnis des Sommertheaters auf der Waldbühne Jonsdorf in Erinnerung bleiben. Wenngleich das Abenteuerspektakel »Die Legende des Priber« von Erfolgsregisseur Axel Stöcker die Planzahlen des Theaters voll erfüllte, konnte das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht werden. Äußere Einflüsse wie die ungünstige Wetterlage und die ungewöhnlich zeitigen Sommerferien in Sachsen lockten weniger Zuschauer als erhofft nach Jonsdorf. Dennoch fällt die Gesamtbilanz des Theatersommers mit einer Besucherzahl von 24.000 durchaus positiv aus, schlägt sich aber in 20.000 Euro weniger Umsatz nieder.

Trotz der verregneten Saison auf der Waldbühne besuchten insgesamt etwa 50.000 Zuschauer die verschiedenen Inszenierungen des Schauspiels. Das macht im Vergleich zum Vorjahr lediglich ein Minus von 2.000 Besuchern und zeigt die Beliebtheit der Schauspielsparte. Mit einer ähnlichen Auslastung der Waldbühnen-Produktion wie im Jahr 2015 wäre ein neuer Besucherrekord erreicht worden, von welchem das Theater nur rund 2.000 Besucher entfernt lag. Die Schauspiel-Inszenierungen waren hierbei die publikumsreichesten Theaterangebote.

Mit 39.000 Besuchern lagen die Inszenierungen des Musiktheaters leicht über den Zahlen des Vorjahres. Ein Garant für ausverkaufte Häuser sind die Konzerte der Neuen Lausitzer Philharmonie, die auch im letzten Jahr Konzertbesucher im gesamten Kulturraum begeisterte und zudem noch mit einem feierlichen Festakt ihr 20-jähriges Jubiläum feierte. 20.000 Besucher sahen die Konzerte allein in den Stammhäusern in Görlitz und Zittau. Ein generationsübergreifender Publikumsmagnet ist weiterhin die junge Konzertreihe „Hexenritt und Drachentöne“. Neben den monatlich ausverkauften Konzerten in Görlitz haben sich in 2016 auch die Zuschauerzahlen der Aufführungen am Standort Zittau sehr positiv entwickelt.

Auch der Tanz blickt zurück auf ein überaus erfolgreiches Jahr: Im Vergleich zum Vorjahr standen nicht nur die doppelte Anzahl von Veranstaltungen auf dem Spielplan, sondern auch der Umsatz und die Besucherzahlen konnten enorm gesteigert werden. Entsprechend viele Zuschauer konnte die Tanzcompany ins Theater locken: rund 10.000 waren es im Jahr 2016.

Mit Gastspielen und Hausvermietungen sicherte sich das Theater auch im vergangenen Jahr stabile Zusatzeinnahmen von etwa 120.000 Euro. Die knapp 200 Fremdveranstaltungen wurden von ungefähr 34.000 Gästen besucht.

Fazit

Generalintendant Klaus Arauner und der Kaufmännische Geschäftsführer Caspar Sawade betonen mit Blick auf diese Zahlen: »Dieses hervorragende Ergebnis war nur durch das große Engagement unserer Beschäftigten möglich, die in einer sowohl finanziell wie auch räumlich schwierigen Situation Außerordentliches leisten. Diese positiven Zahlen sollten für alle Finanzierungsebenen Anstoß sein, sich künftig so verlässlich und konstruktiv um die Sicherung des Theaterbetriebes zu bemühen, wie dies derzeit der Landkreis und die Stadt Görlitz als Gesellschafter tun«.

Ausblick

Auf der positiven Bilanz will sich das Theater 2017 nicht ausruhen.

Aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres heraus wird die Waldbühnensaison im kommenden Sommer zweigeteilt: Am 17. Juni bereits feiert »Der König der Schmuggler - Das Geheimnis des Pascherfriedel« Premiere in Jonsdorf, wo er dann pünktlich zum Start der Sommerferien in Sachsen bis zum 25. Juni gezeigt wird. Anschließend pausiert das Ensemble zwei Wochen, um vom 13. Juli bis zum 13. August weitere 15 Aufführungen zu zeigen und es so auch Besuchern aus den angrenzenden Bundesländern zu ermöglichen, die Inszenierung zu besuchen.

Auch das Angebot im Stadthallengarten wird ausgebaut: Neben der Operette »Frau Luna« von Paul Lincke feiert hier auch der Doppeltanzabend »Sacre« im Juni Premiere. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Abendveranstaltungen mit umfassender gastronomischer Betreuung geplant.

Im Bereich des Tanztheaters soll die sehr erfolgreiche Entwicklung der letzten Jahre konsequent fortgesetzt werden. Dies geschieht nicht zuletzt mit Blick auf die erheblichen Potenziale dieser Sparte zur Erschließung und Bindung neuer Publikumssegmente, die mit anderen Formaten nur schwer zu erreichen sind.

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