Mittwoch, 28. Juni 2017


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Universität Göttingen wirbt weitere Niedersachsenprofessuren ein

Neue Niedersachsenprofessur an der Universitätsmedizin / Verlängerung an der Fakultät für Chemie

(lifePR) (Göttingen, ) Die Universität Göttingen ist erneut mit Anträgen im Förderprogramm "Die Niedersachsenprofessur - Forschung 65+" erfolgreich gewesen. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. med. Michael Oellerich, Direktor der Abteilung Klinische Chemie der Universitätsmedizin Göttingen. Darüber hinaus wurde die bestehende Niedersachsenprofessur von Prof. Dr. Jürgen Troe am Institut für Physikalische Chemie um drei weitere Jahre verlängert. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur stellt für beide Professuren in den kommenden drei Jahren Fördermittel in Höhe von insgesamt 480.000 Euro zur Verfügung.

Michael Oellerich, Jahrgang 1944, hat seit 1991 eine Professur für Klinische Chemie an der Universitätsmedizin Göttingen inne. Dort ist er Direktor der Abteilung Klinische Chemie/Zentrallabor. Von 1996 bis 1998 war er Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Göttingen, von 1999 bis 2004 stellvertretender Vorstand für Forschung und Lehre im Vorstand der Universitätsmedizin. Prof. Oellerich forscht hauptsächlich auf dem Gebiet des Drug Monitoring von therapeutisch eingesetzten Medikamenten, deren Pharmakokinetik, Pharmakogenetik und Pharmakodynamik. Im Rahmen eines überregionalen Verbundprojekts liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Erforschung von neuen Biomarkern in der Organtransplantation mit dem Ziel einer personalisierten Immunsuppression für den Patienten. In diesem Zusammenhang sind auch molekulargenetische Verfahren in Vorbereitung, unter anderem zur Früherkennung der Abstoßungsreaktion. Prof. Oellerich ist außerdem Herausgeber der Zeitschrift Therapeutic Drug Monitoring und Associate Editor von Clinical Chemistry, zwei weltweit führenden Zeitschriften auf seinem Fachgebiet.

Jürgen Troe, Jahrgang 1940, hatte von 1975 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 eine Professur für Physikalische Chemie an der Universität Göttingen inne. Von 1990 bis 2008 war er außerdem Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Prof. Troe forscht auf dem Gebiet der molekularen Reaktionskinetik in den Bereichen der Verbrennungs-, Atmosphären- und Astrochemie, der Laser- und Plasmachemie, der Spektroskopie und der Massenspektroskopie. Experimentell arbeitet er mit Stoßwellen und der Hochdrucklaserblitzlichtphotolyse, seinen theoretischen Schwerpunkt bilden die Reaktionen von Elektronen mit neutralen Molekülen, ein zentrales Thema der Plasmachemie.

Mit der 2008 erstmals ausgeschriebenen Niedersachsenprofessur haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den Hochschulen des Landes die Möglichkeit, über die gesetzliche Altersgrenze hinaus zu forschen und zu lehren. Damit will das Land verhindern, dass deutsche Wissenschaftler "abgeworben" und aus dem Ruhestand noch auf Professuren im Ausland berufen werden. Finanziert wird diese nebenberufliche Professur aus Mitteln des Niedersächsischen Vorab. Die jeweilige Hochschule kann währenddessen die Professur regulär für jüngere Wissenschaftler neu ausschreiben.

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