Montag, 29. Mai 2017


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Multimediale Module für fachspezifische Kommunikation in Europa

Europäische Kommission fördert neues Forschungsprojekt mit 400.000 Euro

(lifePR) (Göttingen, ) Unter Leitung der Abteilung Interkulturelle Germanistik der Universität Göttingen entwickeln Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Ungarn, Bulgarien, Slowenien und Österreich Lehrmaterialien für die fachspezifische Kommunikation in unterschiedlichen Berufsfeldern in Europa. Die Europäische Kommission fördert das zweijährige neue Projekt mit dem Titel "IDIAL for professionals (IDIAL4P)" mit 400.000 Euro im Rahmen ihres Programms "Lebenslanges Lernen". Es startet im Januar 2010 und baut auf dem EU-Projekt "Interkultureller Dialog durch regionalisierte Lehrwerke (IDIAL)" auf, in dem unter der Leitung von Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne neue Lehrmaterialien entwickelt worden sind, um die Sprach- und Kulturkompetenzen für den Austausch zwischen Deutschland und Osteuropa zu vermitteln.

Für eine erfolgreiche Kommunikation im Beruf in einer Fremdsprache müssen Mitarbeiter vor allem den Fachwortschatz, fachbezogene Wendungen und spezifische Phänomene im Satzbau erlernen. In dem neuen Projekt werden dafür Lehrmaterialien zum Beispiel für Wirtschaftskommunikation, Office-Management, Informatik, Tourismus und Maschinenbau entwickelt. Diese werden für den Einsatz im fachspezifischen Fremdsprachenunterricht an Hochschulen, in der betrieblichen Weiterbildung und an Fachgymnasien im Internet bereitgestellt. Zum einen zielt IDIAL4P auf die Stärkung der deutschen Sprache in Osteuropa. Zum anderen unterstützt es auch das Russische und die wenig verbreiteten osteuropäischen Sprachen in Deutschland wie Bulgarisch, Polnisch, Slowenisch und Ungarisch, um den interkulturellen Dialog zu verbessern.

Neben der Fachsprache sollen mit den modular aufgebauten Lehrmaterialien auch interkulturelle Kompetenzen für den Berufsalltag vermittelt werden. "Wir wollen nicht nur die Beschäftigungsfähigkeit und Mobilität von Arbeitnehmern verbessern, sondern auch die interkulturelle Verständigung im vereinten Europa fördern", so die Projektleiterin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne. Das Projekt trägt zum Erhalt und zur Verbreitung der Mehrsprachigkeit in der EU bei. Damit unterstützt es die Weiterentwicklung der EU zu einer wettbewerbsfähigeren Wissensgesellschaft. "Der Respekt vor der Sprachenvielfalt gehört zu den fundamentalen Prinzipien der EU und findet im Projekt besondere Berücksichtigung", erläutert Annegret Middeke, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Interkulturelle Germanistik. "Das Projekt trägt zur Sicherung der Qualität des interkulturellen Fachsprachenlernens bei, vor allem auch der wenig verbreiteten Fremdsprachen."

An IDIAL4P beteiligen sich insgesamt zehn Partnerinstitutionen. Zu ihnen gehören neben der Göttinger Abteilung Interkulturelle Germanistik unter anderem das Institut für Internationale Kommunikation, Düsseldorf, der Fachverband Deutsch als Fremdsprache, das Institut für Germanistik und Niederlandistik der bulgarischen Universität Veliko Tarnovo, die Fakultät für deutsche Ingenieur- und Betriebswirtschaftsausbildung der Technischen Universität Sofia in Bulgarien, der Lehrstuhl für Germanistik an der polnischen Universität Zielona Góra sowie die Industrie- und Handelskammer Österreichs.

Die gemeinsam entwickelten Module sollen exemplarischen Charakter haben. Zum Ende des Projekts werden sie in einem Download-Center für den fachspezifischen Fremdsprachenunterricht allgemein verfügbar sein. Sie können zudem Grundlage sein zur Entwicklung von Lehrmaterialien für weitere Sprachen nach denselben didaktischen Prinzipien: Sie sind ein weiterer Beitrag zur Förderung der Mehrsprachigkeit und des interkulturellen Dialogs in der EU.

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