Lokales Bündnis für Familie Donau-Ries startet Pilotprojekt "Kommunale Zeitpolitik für Familien"

Bündnispartner treffen sich zu erstem Arbeitstreffen - Bundesfamilienministerium fördert Pilotprojekt im Landkreis Donau-Ries

(lifePR) ( Donauwörth, )
Am 15. Juni 2012 hat im Landratsamt in Donauwörth der Kick-off für das Pilotprojekt "Kommunale Zeitpolitik für Familien" stattgefunden. Das Lokale Bündnis für Familie hat dazu zahlreiche Bündnispartner an einen Tisch geholt, um Fragen zu diskutieren wie "Wo sitzen die typischen 'Zeit-Killer' in der Region?", "Welche Familien haben besondere Zeitkonflikte?" und "Welche Lösungen können diese Familien zeitlich entlasten?".

"Wir wollen Familien vor Ort dabei unterstützen, sich ihre Zeit besser nach ihren eigenen Wünschen einteilen zu können. Oft geht das nicht, weil zum Beispiel Arbeitszeiten, Schulbeginn und Öffnungszeiten von Kindertagesstätten nicht auf einander abgestimmt sind. Das setzt Eltern unter Zeitdruck und beeinträchtigt deren Zufriedenheit und die ihrer Kinder. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern wollen wir dafür sorgen, dass sich Familien wohl fühlen. In dem Pilotprojekt werden wir daher Lösungen aufzeigen, wie sich diese Situation verändern lässt", sagte Landrat Stefan Rößle anlässlich des Kick-offs des Modellvorhabens.

Lösungen für mehr Lebensqualität Gemeinsam haben die 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in dem Kick-off-Workshop erste Handlungsbedarfe und Lösungsansätze für eine kommunale Zeitpolitik für Familien im Landkreis erörtert. Vertreten waren u.a. die Gemeinden Asbach-Bäumenheim, Mertingen und Buchdorf, Eurocopter Donauwörth, die Agentur für Arbeit Donauwörth, der BRK Kreisverband Nordschwaben, das Evang. Bildungswerk, die Landfrauen, das Mehrgenerationenhaus Donauwörth sowie Kinderherz e.V. Wemding.

"Es geht um Lösungen. Am Ende sollen greifbare Ergebnisse stehen: Mehr Zeit für Familie, mehr Lebensqualität, mehr Zufriedenheit", fasst Bündniskoordinator Günter Katheder-Göllner das zentrale Anliegen des Pilotprojekts zusammen. Das Lokale Bündnis für Familie wird im Rahmen des Pilotprojektes in einem ersten Schritt Familien befragen. "Wir müssen genau hinschauen, was in den Familien zu Zeitproblemen führt und in welchen Familien der Zeitdruck am größten ist", waren sich die Teilnehmer einig. Weil das je nach Lebenssituation und Wohnort ganz unterschiedlich sein kann, werden dazu Modellkommunen ausgewählt. Dort soll dann auch untersucht werden, welche Zeiten den Alltag von Familien bestimmen.

"Problem erkannt, Problem gebannt - so einfach wird es leider nicht gehen" meint der Koordinator des Projekts Günter Katheder-Göllner. Deshalb sollen auf der Grundlage dieser Informationen in den Modellkommunen passgenaue Lösungen erarbeitet werden. 'Packen wir es an' soll die Devise lauten, wenn es in einigen Monaten vor Ort um Antworten auf die Fragen gehen wird: Wo wollen wir hin? Was können wir tun? Was müssen wir ändern?

Erste gute Analysen und Ideen lieferte bereits die Startveranstaltung der Bündnispartner. "Sie waren wahnsinnig kreativ und produktiv heute!" lobte Elisabeth Goos von der Fachberatung der Lokalen Bündnisse die Runde am Ende des Treffens. Die Moderatorin zeigte sich angesichts des Engagements der Bündnispartner und der erreichten Ergebnisse zuversichtlich, dass das Modellprojekt im Donau-Ries eine Erfolgsgeschichte schreiben wird. "Ich denke, das Familienministerium hat bei der Auswahl Ihres Standorts ein sehr gutes Händchen bewiesen", so Goos zum Abschluss.

Hintergrund

- Zum Aktionstag 2012 der bundesweiten Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" im Mai hatte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, den Startschuss für ein neues Programm zur kommunalen Familienzeitpolitik geben. Im Rahmen des Programms erarbeiten an vier Pilotstandorten, darunter auch der Landkreis Donau-Ries, wichtige lokale Akteure wie Arbeitgeber, Schulen, Behörden, Dienstleister oder Nahverkehrsbetriebe übertragbare Konzepte für eine kommunale Zeitpolitik. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert diese Standorte für ein Jahr mit jeweils bis zu 36.000 Euro .
- Die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" wurde Anfang 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen sowie Akteurinnen und Akteure mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.
- Derzeit engagieren sich mehr als 13.000 Akteurinnen und Akteure, darunter über 5.000 Unternehmen, in rund 5.200 Projekten. Rund 660 Lokale Bündnisse sind in der Initiative bereits aktiv (Stand Juni 2012).
- Das Lokale Bündnis für Familie Donau-Ries wird aktuell von 134 Bündnispartnern getragen. Im Juni 2011 wurde es zum Bündnis des Monats ausgewählt. Eine Reihe von Bündnisprojekten (z.B. Ferienbetreuung Sonnenscheinkinder, Lese- und Sprachpaten) werden als "Gute Praxisbeispiele" empfohlen.
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