Samstag, 27. Mai 2017


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Geo-Naturparks: Kalenderwanderung Juni 2015

Zum Heiligkreuzkirchlein

(lifePR) (Affolterbach, ) Am Sonntag, 28. Juni, laden der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, der Naturpark Neckartal-Odenwald und die OWK-Ortsgruppe Affolterbach zu einer gemeinsamen Wanderung zum Heiligkreuzkirchlein in Kleinen Odenwald ein.

Geologisch gesehen bilden der Kleine Odenwald südlich des Neckars und sein größerer Bruder auf der rechten Neckarseite eine Einheit. Beide gehören zu dem Buntsandstein-Odenwald, der nach Süden hin sanft in den vom Muschelkalk geprägten Kraichgau ausläuft. Während man aber nördlich des Neckars vorwiegend langgestreckte Bergrücken und tief eingeschnittene, enge Täler vorfindet, die fast alle in Nord-Süd-Richtung verlaufen, fehlen dem Kleinen Odenwald diese tiefen Talfurchen und verleihen ihm dadurch, mit Ausnahme des Allemühl- und des Finsterbachtales, einen hochflächenartigen Charakter. Auf dieser Hochebene, oberhalb der Burgruine Stolzeneck, findet man die durch ein erneuertes Dach geschützten Außenmauern einer ehemaligen Wallfahrtskapelle, dem Heiligkreuzkirchlein. Es wurde 1516 auf den Fundamenten einer noch älteren Kapelle gebaut. Sie diente der Heilig-Kreuz-Verehrung. Die Legende schreibt die Auffindung des Kreuzes Christi der hl. Helena zu. Die Erinnerungstage der Kreuzauffindung sind der 3. Mai und der 14. September. Beide Heiligentage begrenzten zugleich die Weidezeit. Während dieser Zeit wurden in der Kapelle Gottesdienste und Messen für die ländliche Bevölkerung abgehalten.

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist Pleutersbach. Dieser, 1369 erstmals erwähnte Ort, war früher ein reines Bauern- und Fischerdorf. Siedlungsursprung war ein einzelner Hof östlich des gleichnamigen Baches, der zum Zeitpunkt seiner Ersterwähnung dreigeteilt war. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Pleutersbach ein kleines, unbedeutendes Dorf. Die Bewohner ernährten sich von der Landwirtschaft, dem Fischfang auf dem Neckar und der Waldarbeit, wobei die Flößerei eine bedeutende Rolle spielte. Das Holz wurde auf dem angestauten Pleutersbach zum Neckar gebracht, dort gelagert und zu großen Flößen zusammengefügt. Bis zum Ausbau des Neckars mit Schleusen und Wehren kamen ständig bis zu 130 m lange Flöße den Neckar hinunter.

Vom Wanderparkplatz "Pleutersbach" in der Allemühler Straße gehen wir durch Streuobstwiesen hinauf zur Karl-Sohns-Hütte und von dort weiter zur Wimmersbacher Steige. Von unterwegs ergeben sich immer wieder herrliche Blicke ins Neckartal. Südlich des Heiserberges kommen wir dann zum Heiligkreuzkirchlein. Vom Kirchel folgen wir dem Höhenweg zum Blöserberg und gehen von dort steil hinab nach Neckarwimmersbach. Dieser Ort gehörte neben Igelsbach, Pleutersbach und Rockenau zu den 4 Weilern, die im Hohen Mittelalter auf Eberbacher Gemarkung entstanden sind. 1751 wurden sie aus der Stadtgemarkung herausgelöst und zu einer selbstständigen Gemeinde mit Sitz in Neckarwimmersbach zusammengefasst. Nach einer vorübergehenden Zuordnung nach Leiningen, wurden die vier Orte 1806 in das Großherzogtum Baden integriert. Nahe der Karl-Sohns-Hütte schließt sich unser Rundweg, und wir gehen den uns schon bekannten Weg zurück nach Pleutersbach.

Treffpunkt zu dieser Wanderung ist um 9:30 Uhr auf dem Wanderparkplatz "Pleutersbach" in der Allemühler Straße im Eberbacher Stadtteil Pleutersbach. Die Länge der Wanderstrecke beträgt 17,7 Km, die Wanderzeit ca. 6:00 Stunden. Zur Mittagsrast ist Rucksackverpflegung vorgesehen. Weitere Infos unter www.owk-affolterbach.de

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