lifePR
Pressemitteilung BoxID: 279927 (GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.)
  • GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.
  • Klingelhöferstraße 5
  • 10785 Berlin
  • http://www.gdw.de
  • Ansprechpartner
  • Katharina Burkardt
  • +49 (30) 82403-151

Zehn Preise - zehn Besondere Anerkennungen

Deutscher Bauherrenpreis Modernisierung 2011 auf der DEUBAU in Essen verliehen

(lifePR) (Berlin, ) Am 10. Januar 2012 wurden die Preise des wichtigsten nationalen Wohnungsbauwettbewerbs "Deutscher Bauherrenpreis 2011" in der Kategorie Modernisierung auf der Baufachmesse DEUBAU in Essen verliehen. Unter dem Vorsitz von Prof. Dipl.-Ing. Hans Günther Burkhardt, Architekt des BDA, zeichnete die Jury zehn Projekte mit dem Deutschen Bauherrenpreis Modernisierung 2011 aus; zehn weitere Projekte erhielten eine Besondere Anerkennung. Darüber hinaus wurde der Sonderpreis "Denkmalschutz im Wohnungsbau" zweimal vergeben.

Mit seinem Leitbild "Hohe Qualität zu tragbaren Kosten" steht der Deutsche Bauherrenpreis, den die Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und des Deutschen Städtetages auslobt, wie kein anderer Wettbewerb dafür, dass nachhaltiges Bauen baukulturell vorbildlich, aber auch kostengünstig sein muss, und zwar betrachtet über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes.

Eine besondere Herausforderung stellt diese Betrachtungsweise für denkmalgeschützte Wohnbauten dar, weshalb sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ebenfalls am Wettbewerb beteiligte. In Verbindung mit der Preisverleihung fand das Symposium "Nachhaltige Modernisierung und Denkmalschutz im Wohnungsbau" statt.

An wen gingen die zehn Preise?

Der Sonderpreis "Denkmalschutz im Wohnungsbau" wurde an zwei Vorhaben vergeben, die gleichermaßen die Würdigung der Jury fanden. Zum einen für die beispielhafte Sanierung der Naumannsiedlung aus den 1920er Jahren in Köln-Riehl durch die die städtische Kölner Wohnungsgesellschaft GAG. Zum anderen für die Modernisierung der Schwartzkopff-Siedlung in der Gemeinde Wildau an der östlichen Peripherie Berlins. Das kommunale Wohnungsunternehmen hat die zur ehemaligen Lokomotivenfabrik gehörende Arbeitersiedlung aus den ersten Jahren des 20. Jh. denkmalgerecht und energetisch beispielhaft saniert.

Ausgezeichnet wurde ebenfalls der behutsame Umbau der Wohnsiedlung "Grummer Karree" aus den 1920er Jahren in Bochum, bei dem die städtische Wohnungsbaugesellschaft VBW die Belange der Denkmalpflege berücksichtigte und gleichzeitig, u.a. durch Balkonanbauten und Tiefgaragen, grundhaft neue Wohnqualitäten schaffte.

Der Umbau von in Plattenbauweise errichteten Wohngebäuden der 1980er Jahre zu Mehrgenerationenhäusern war Gegenstand eines beispielhaften Vorhabens der kommunalen Wohnungsgesellschaft im brandenburgischen Senftenberg. Die gelungene Umnutzung des denkmalgeschützten Verpackungsmittelwerks in Servicewohnungen durch die Arbeiterwohlfahrt in Saalfeld/Saale, in Kooperation mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft, hielt die Jury ebenso für auszeichnungswürdig und nachahmenswert.

Für die beispielhafte Erneuerung von älteren historischen Bauten wurde der Umbau und die Modernisierung eines Altstadthauses in Weiden (Oberpfalz) ausgezeichnet, ebenso wie der behutsame Umbau der geschichtsträchtigen "Alten Mädchenschule" für studentische Nutzungen in der Altstadt der Lutherstadt Wittenberg durch das städtische Wohnungsunternehmen.

Drei Preise vergab die Jury an innovative Projekte der Erneuerung von Wohnbauten der 1960er Jahre: In Bodman-Ludwigshafen ist der Baugenossenschaft HEGAU die Modernisierung und Aufstockung eines Mehrfamilienhauses so gelungen, dass eine attraktive neue Panoramaebene entstanden ist. Durch das Vorsetzen einer verglasten neuen Loggien - Ebene hat die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft in Ingolstadt aus einer vielgeschossigen, vormals eher abweisenden Wohnscheibe ein transparentes Wohngebäude gemacht. Die GESOBAU aus Berlin wurde für die energetische Sanierung des längsten Wohnhauses Deutschlands am Wilhelmsruher Damm ausgezeichnet, die beispielhaft für die grundhafte energetische Modernisierung des Märkischen Viertels zu einer CO2-neutralen Großsiedlung ist

Aus Anlass der Preisverleihung ist eine Dokumentation mit einer Darstellung jener Projekte erschienen, die die zweite Stufe des Verfahrens erreicht haben. Sie wird in den nächsten Tagen auf www.gdw.de zum Download bereitstehen. Journalisten können ein kostenfreies Printexemplar unter presse@gdw.de bestellen. Ferner werden die ausgezeichneten Projekte in einer Wanderausstellung präsentiert