Samstag, 21. April 2018


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Wohnen für ein langes Leben: 5,7 Prozent der GdW-Wohnungen sind barrierearm oder barrierefrei

Fortführung des KfW-Programms gefordert

Berlin, (lifePR) - "Beim altersgerechten Wohnen ist die Wohnungswirtschaft bundesweit Vorreiter: Bereits rund 5,7 Prozent der Wohnungen in den GdW-Mitgliedsunternehmen sind barrierearm oder barrierefrei. Das sind insgesamt rund 328.000 Wohnungen", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, zur Veröffentlichung von Daten aus einer Befragung der rund 3.000 Mitgliedsunternehmen seines Verbandes. Bundesweit beträgt der Anteil barrierearmer oder barrierefreier Wohnungen lediglich 1,4 Prozent. Aktuell lebt dadurch nur etwa eine halbe Mio. der Seniorenhaushalte in Deutschland in altersgerechten Wohnungen, wie eine neue Studie des Kuratoriums deutsche Altershilfe (KDA) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) ergeben hat.

"Angesichts des speziellen Wohnbedarfs älterer Menschen, der in den kommenden Jahren aufgrund der demografischen Entwicklung stark steigen wird, herrscht hier großer Handlungsbedarf", so der GdW-Chef. Rund 20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind 65 Jahre und älter. Das entspricht 16 Millionen Menschen. Etwa 3,7 Mio. davon sind mindestens 80 Jahre alt. Bis zum Jahr 2050 dürfte sich die Zahl der über 80-Jährigen auf gut 10 Mio. Menschen fast verdreifachen.

Der GdW fordert die Bundesregierung daher auf, die erforderlichen Bundesmittel für das KfW-Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" so schnell wie möglich wieder im Bundeshaushalt bereitzustellen. Der GdW begrüßte hierzu eine entsprechende Ankündigung des Bundesbauministers auf dem Demografiegipfel der Bundesregierung im Mai dieses Jahres.

"Die Versorgung mit bedarfsgerechtem Wohnraum und sozialen Dienstleistungen zu bezahlbaren Mieten wird gerade vor dem Hintergrund schlechterer Einkommensverhältnisse der künftigen älteren Generationen eine zentrale Aufgabe sein", erklärte Gedaschko. Dabei müsse es oberstes Ziel bleiben, den Menschen möglichst lange ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen.

Dazu müsse auch die Förderung von kommunalen und quartiersbezogenen Demografiekonzepten ergänzt werden. "Auf kommunaler Ebene müssen sich die Beteiligten zusammenfinden und gemeinsam Lösungen für eine barrierearme Ausgestaltung der kommunalen Infrastruktur und die Bereitstellung von ausreichend barrierearmem Wohnraum finden", so Gedaschko. Zusätzlich sollten die Sicherung der medizinischen Versorgung im Quartier, wohnungsnahe Einkaufsmöglichkeiten und ambulante Pflegeleistungen sowie sonstige Dienstleistungen, die ältere Menschen benötigen, um möglichst lange in ihrem Umfeld verbleiben zu können, in diese Demografiekonzepte eingearbeitet werden.

"Die Wohnungsunternehmen hoffen, dass der aktuell diskutierte neue Pflegebedürftigkeitsbegriff tatsächlich zu mehr Bedarfsgerechtigkeit in der Pflege und einer stärkeren wohnungsnahen Versorgung beitragen kann und zügig umgesetzt wird", so der GdW-Chef. 

Grafik "Barrierefreie und barrierearme Wohnungen bei den Unternehmen des GdW" zum Download

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie be-wirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

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