Dienstag, 21. Februar 2017


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GdW: Stadtumbau in Ost- und Westdeutschland forcieren

Bauministerkonferenz thematisiert Zukunft der Stadtentwicklung

(lifePR) (Berlin, ) Zum heutigen Beginn der Bauministerkonferenz forderte Lutz Freitag, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen die Minister auf, sich für eine zügige Umsetzung der vom Deutschen Bundestag beschlossenen Weiterführung des Programms "Stadtumbau Ost" als eigenständiges Programm einzusetzen. Ebenso müsse der Stadtumbau West als eigenständiger Programmteil der Städtebauförderung weitergeführt und die Mittel problemorientiert - entsprechend der sehr unterschiedlichen Stadtumbauerfordernisse in Westdeutschland - eingesetzt werden. Auf der Bauministerkonferenz am Donnerstag und Freitag auf Schloss Dyck in Jüchen/Nordrhein-Westfalen wird als Themenschwerpunkt über die Zukunft der Stadtentwicklungspolitik debattiert.

"Der Stadtumbau Ost ist und bleibt die zentrale Herausforderung für die Wohnungsunternehmen in den ostdeutschen Bundesländern", erklärte Freitag. Im Rahmen des Programms sei es gelungen, die Leerstandsquote bei den vom GdW vertretenen Wohnungsunternehmen in den neuen Länder auf 10,7 Prozent zu senken. Angesichts der künftig drastisch sinkenden Haushaltszahlen in Ostdeutschland und der damit drohenden zweiten Leerstandswelle ab 2010 gebe es keine Alternative zu einer engagierten Fortsetzung des Programms, wenn man die Funktionsfähigkeit der ostdeutschen Städte erhalten wolle. "Es muss jedoch dringend eine endgültige Lösung der Altschuldenfrage herbeigeführt werden, sonst werden die Wohnungsunternehmen nur noch in seltenen Ausnahmefällen in der Lage sein, sich durch Abriss und Teilrückbau weiter an der Marktbereinigung zu beteiligen", prognostizierte der GdW-Präsident. Die Wohnungsunternehmen müssten unabhängig von ihrer Leerstandsquote für alle von ihnen abgerissenen Wohnungen von den Altschulden befreit werden. Sollte dies nicht geschehen, könnte das neue Stadtumbauprogramm ab 2010 seine Wirkung nicht entfalten und ganze Wohnquartiere würden baulich verfallen und sozial erodieren. Dies bewirke erhebliche Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den sozialen Frieden.

Auch das Stadtumbauprogramm West werde als Antwort auf den strukturellen Wohnungsleerstand in Folge demographischer Entwicklungen und des ökonomischen Strukturwandels zu einem immer wichtigeren städtebaulichen Handlungsfeld. Besonderes Augenmerk sei dabei auf die Großsiedlungen der 60er und 70er Jahre sowie die Siedlungen der 50er Jahre zu richten. Diese Wohngebiete seien heute die Heimat eines großen Teils der Stadtbevölkerung. Hier befinde sich der überwiegende Teil des städtischen Mietwohnungsbestandes. Gerade diese Quartiere stünden vor einem erheblichen Umbau- und Erneuerungsbedarf, der durch die Herausforderungen des Klimaschutzes noch weiter an Dringlichkeit gewinnt. Freitag forderte die Fortsetzung des Stadtumbaus in Westdeutschland auf der Grundlage der Evaluierung des Programms und eine dem wachsenden Bedarf entsprechende finanzielle Ausstattung sowie eine stärkere Ausrichtung auf den Wohngebäudebestand.

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