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Pressemitteilung BoxID: 426004 (GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.)
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GdW: Positives Investitionsklima in der Wohnungswirtschaft durch geeignete Wohnungsbau-Bedingungen sichern

(lifePR) (Berlin, ) .
- Neuer Investitionsindex der Wohnungswirtschaft zeigt stabile Investitionslage
- Politik muss wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Wohnungsneubau und -instandhaltung sicher stellen

"Die Wohnungsunternehmen in Deutschland erwarten für die kommenden 2 bis 3 Jahre eine stabile Investitionslage für den Neubau und die Instandhaltung ihrer Wohngebäude", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, zum erstmals veröffentlichten Investitionsindex seines Verbandes. Für den Wohnungsbestand ist der Index im letzten Jahr um 0,3 Punkte angestiegen und liegt nun stabil bei 113 Punkten. Mit einem kräftigen Anstieg von über 5 Indexpunkten hat sich das Investitionsklima für den Neubau von Wohnungen deutlich verbessert und nähert sich nun mit einem Wert von 110,1 Indexpunkten den Bestandsinvestitionen an. "Das bedeutet, dass die Mehrzahl der Wohnungsunternehmen von zunehmenden Investitionen in den Bau neuer Wohnungen ausgeht", erklärte GdW-Chef Gedaschko.

Diese positiven Erwartungen seien allerdings eng an die politischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen gebunden. "Die Politik muss unbedingt dafür sorgen, dass sich die Rahmenbedingungen insbesondere für den Wohnungsneubau keinesfalls weiter verschlechtern. Enge Regulierungen bedeuten zwangsläufig einen Stopp des Investitionsanstiegs", sagte Gedaschko. Immer weiter steigende Baukosten, auch durch die angedachte Verschärfung der Energieeinsparverordnung im Neubau, sowie die aktuelle Diskussion um Mietendeckel und Vermögensteuer könnten die Unternehmer ausbremsen.

Zuletzt hatten die unsicheren politischen und wirtschaftlichen Bedingungen den Anstieg der Investitionen der Wohnungsunternehmen verlangsamt. So konnte die Wohnungswirtschaft im Jahr 2012 mit Investitionen von 9,6 Mrd. Euro in die Bewirtschaftung und den Neubau von Wohnungen die 10-Milliarden-Grenze noch nicht knacken. Mit einem Minus von 0,5 Prozent lagen die Investitionen der Branche 2012 leicht unter dem Vorjahreswert. "Die stetig nach oben geschraubten energetischen Anforderungen durch die Energieeinsparverordnung, aber auch das monatelang im Vermittlungsausschuss versickerte und schließlich gescheiterte Gesetz zur steuerlichen Förderung der energetischen Sanierung kombiniert mit einer generellen Unsicherheit über verfügbare Fördermittel nach den Kürzungsarien der letzten Jahre haben bei den Unternehmern zu einem deutlichen Attentismus geführt", so Gedaschko.

Der für 2013 prognostizierte stärkere Anstieg der Gesamtinvestitionen der Wohnungsunternehmen um rd. 10,7 Prozent auf rund 11 Mrd. Euro - und damit erstmals seit 2001 über die 10-Milliarden-Marke - könne nur gelingen, wenn die Politik Bündnisse für den Wohnungsbau wie beispielsweise in Hamburg, Entbürokratisierung und die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren mit vorantreibe. Zusätzlich könne eine Verdopplung der linearen Abschreibung für Abnutzung (AfA) von 2 auf 4 Prozent weitere Impulse für den Wohnungsbau setzen.

Für die Abfrage des neuen Investitionsindex für die Wohnungswirtschaft bittet der GdW seine rund 3.000 Wohnungsunternehmen jährlich, die Investitionslage für den Neubau und Bestand einzuschätzen sowie eine Investitionsprognose für 2 bis 3 Jahre abzugeben.

Den GdW-Investitionsindex finden Sie hier zum Download.

GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie be-wirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.