Mittwoch, 20. Juni 2018


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Energiewende im Gebäudebereich wirtschaftlich und sozialverträglich ausgestalten

Berlin, (lifePR) - „Der Gebäudebestand soll bis 2050 nahezu klimaneutral sein, darüber herrscht breite Einigkeit. Den Weg dahin beschreiten wir in einer Innovationspartnerschaft gemeinsam mit dem Bundesbauministerium, unseren Partnern aus der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) und Haus & Grund. Mit dem zweiten Teil des BID-Gutachtens zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich zeigen wir auf, wie dieser wirtschaftlich und sozialverträglich ausgestaltet werden kann", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW.

„Wir müssen endlich weg vom Prinzip ‚viel hilft viel‘. Bei der Energiewende im Gebäudebereich hat sich eindeutig gezeigt: Noch weiter verschärfte Standards kosten viel und bringen wenig.

Die Energiewende benötigt einen Steuerungsansatz, der den Klimaschutzbeitrag von Strategien und Maßnahmen im Gebäudebestand bewertet. Das Energieeinsparrecht und die Förderung müssen deshalb konsequent auf das CO2-Senkungsziel ausgerichtet und um einen gebäudeübergreifenden Ansatz mit Quartiersbezug ergänzt werden. Außerdem muss im Energieeinsparrecht ein stärkerer Bezug zur Endenergie hergestellt werden, um die Energiekosten zu adressieren.

Die dezentrale Stromerzeugung in Wohngebäuden und Quartieren ist fester Bestandteil der Energiewende. Das zukünftige Strommarktdesign muss faire Regeln für die dezentrale Stromerzeugung und -verwendung beinhalten. Dazu zählen auch die Regeln für Mieterstrom und für das Zusammenwachsen von Strom- und Wärmemarkt, die sogenannte Sektorkopplung.

Die Wohnungswirtschaft mahnt dringend eine Evaluierung der bisherigen Maßnahmen zur Energieeinsparung und Nutzung erneuerbarer Energien an. Welche Maßnahme, welcher energetische Standard führt zu welchem Energieverbrauch und zu welchen CO2-Emissionen? Wie verhalten sich Aufwand und Nutzen?

Notwendige Kernelemente der Gebäudesanierung sind Freiwilligkeit, Wirtschaftlichkeit, Technologieoffenheit und Sozialverträglichkeit. Wirtschaftliche Anreize müssen in den Mittelpunkt der Politik gestellt werden und nicht die Bevormundung der Bürgerinnen und Bürger.“

Das BID-Gutachten zum Download

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