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Pressemitteilung BoxID: 290285 (GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.)
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Deutscher Bauherrenpreis Neubau 2012 auf der Berliner Baufachmesse bautec verliehen

(lifePR) (Berlin, ) Der Deutsche Bauherrenpreis Neubau 2012 wurde als wichtigster nationaler Wohnungsbauwettbewerb am 21. Februar 2012 auf der Berliner Baufachmesse bautec verliehen. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Martin zur Nedden, Leipzig, zeichnete die Jury zehn Projekte mit einem Preis aus, darunter erstmalig ein Sonderpreis "Freiraumgestaltung im Wohnungsbau". Zehn weitere Projekte erhielten eine Besondere Anerkennung.

Zeitgemäßer Wohnungsneubau muss sich einer anspruchsvollen Gemengelage stellen: Demografischer Wandel, Energiewende, Klimaschutz - und das alles zu tragbaren Kosten als Voraussetzung für bezahlbare Mieten. Dafür hat der diesjährige Wettbewerb als Gemeinschaftsaktion der in der AG KOOPERATION zusammengeschlossenen Verbände GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Bund Deutscher Architekten und Deutscher Städtetag hervorragende Projekte gefunden und ausgezeichnet.

Allen ausgezeichneten Projekten gemein sind: niedriger Energieverbrauch, Barrierefreiheit, städtebaulicher Beitrag zur Innenentwicklung der Städte und das Bemühen um flexible Wohnformen in hoher Qualität zu tragbaren Kosten. "Die Quersicht durch die Wettbewerbsbeiträge zeigt: der Wohnungsneubau in Deutschland hat hinsichtlich seiner energetischen Kennziffern ein international beispielhaftes Niveau erreicht. Mit gutem Recht kann man sagen: Bauherren und Planer leisten im Wohnungsbau ihren Beitrag zum Klimaschutz und zur Energiewende auf beispielhafte und vielfältige Weise", erklärte Axel Gedaschko, Präsident des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen anlässlich der Preisverleihung.

Im Rahmen seiner Laudatio sagte der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Rainer Bomba: "Beim Wohnungsneubau können modernste Techniken und innovative Materialien zum Einsatz kommen. Hier entstehen Null- und Plusenergiehäuser. Das kann mit Mehrgenerationenwohnen und altersgerechtem Wohnen bestens kombiniert werden. Viele der ausgezeichneten Projekte sind auch über das Gebäude selbst hinausgegangen und haben das nähere Wohnumfeld mit gestaltet - ein zukunftsweisender Ansatz."

Wer wurde ausgezeichnet?

Der Sonderpreis "Freiraumgestaltung im Wohnungsbau" wurde an die beispielhafte Aufwertung der Siedlung Köln-Ostheim durch die städtische Wohnungsgesellschaft GAG vergeben, die den vorhandenen Bestand aus den 1950er Jahren teilweise ersetzt hat durch eine dichtere, städtebaulich raffiniert angeordnete Neubebauung mit herausragenden Freiraumqualitäten.

Auch der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GWG ist es in München, Maikäfer-Siedlung gelungen, Ersatzneubau mit einem Zugewinn an Wohnfläche anstelle einer schlichten Bebauung der 1950er Jahre so zu gestalten, dass die bereits vorhandene hohe Freiraumqualität noch verbessert wurde und zeitgemäße Wohnungsgrundrisse entstanden.

Drei Preise gingen an private Bauherren des Wohnungsneubaus an attraktiven, aber komplizierten innerstädtischen Gründerzeitstandorten: In Berlin-Mitte ist mit dem Bau von zwei Wohn- und Geschäftshäusern in der Oderberger Straße sowie in der Brunnenstraße ein kreatives Zusammenspiel von Wohnen und Arbeiten gelungen. Das Wohn- und Geschäftshaus Royal setzt in der Schäfergasse, Frankfurt am Main einen neuen städtebaulichen Akzent anstelle eines alten Lichtspielhauses.

Das Projekt "Studentisches Wohnen" am Stiftsbogen, München zeichnet sich dadurch aus, dass der anspruchsvolle, gemeinschaftliches Zusammenleben ermöglichende Neubau durch geschickte städtebauliche Anordnung gleichzeitig als Lärmschutzriegel für den vorhandenen Wohnungsbestand dient. Einen ähnlichen Beitrag zur Lärmminderung leistet das vom Neusser Bauverein in Neuss, Euskirchener Straße errichtete Ensemble, das Mietwohnungen, Eigenheime und Wohngruppen in zukunftsfähiger Mischung einschließlich sozialer Pflegeeinrichtungen und Serviceangebote in einem autofreien Umfeld anbietet.

Ein ausgezeichnetes Beispiel für gemeinschaftsorientiertes und dennoch individuelles Bauen in Wohngruppen sind die 24 Solarreihenhäuser einer Baugemeinschaft in München, Riem, die höchste energetische Ansprüche mit flexiblen Grundrissen und anspruchsvoller Freiraumgestaltung verbinden.

In attraktiver Lage an der Rheinallee hat die Wohnungsbaugesellschaft GAG in Ludwighafen ein Wohnensemble erbaut, das die Jury aufgrund seiner Vielfalt der Wohnformen - von Eigentumswohnungen über Mietwohnungen bis hin zu Apartments - überzeugt hat. Die um den autofreien Innenraum gruppierten Häuser bieten zudem Büro- und Gewerbeflächen an.

Ähnlich attraktiv von seiner Lagegunst her ist das Projekt "CUBUS - Wohnen im alten botanischen Garten" der Heidelberger Wohnbau GmbH+ Co. KG, bei dem in vier Punkthäusern, gruppiert um eine neue Mitte, hochwertige Eigentumswohnungen mit flexiblen Grundrissen angeboten werden.

Aus Anlass der Preisverleihung ist eine Dokumentation mit einer Darstellung jener Projekte erschienen, die die zweite Stufe des Verfahrens erreicht hatten. Sie wird in den nächsten Tagen auf www.gdw.de zum Download bereitstehen. Journalisten können ein kostenfreies Printexemplar unter presse@gdw.de bestellen. Ferner werden die ausgezeichneten Projekte in einer Wanderausstellung präsentiert.