Dienstag, 19. Juni 2018


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130 Jahre Stadt Bad Herrenalb: "Vom Kloster zum Kurort - diese Geschichte kann sich sehen lassen."

Bad Herrenalb, (lifePR) - Mit einem Festakt im Kurhaus hat Bad Herrenalb am Freitag die Verleihung des Stadtrechts durch König Karl I. von Württemberg vor 130 Jahren gefeiert. In seiner Eröffnungsrede hob Bürgermeister Norbert Mai die Bedeutung von Stadtgeburtstagen hervor. „Im Trubel des Alltags sind Jubiläen wichtige Anlässe sich zu besinnen. Woher kommt man und wohin will man gehen?“ Heute feiere man das Erreichte, denn „Bad Herrenalb ist in jeder Hinsicht liebens- und lebenswert.“

Der als Festredner geladene ehemalige Ministerpräsident Erwin Teufel unterstrich die Historie Bad Herrenalbs als bestimmenden Faktor für den heutigen Status als Kur- und Tourismusstadt. „Vom Kloster zum Kurort – diese Geschichte kann sich sehen lassen“, so Teufel. Mit der Gesundheitsreform habe jedoch die Blütezeit der Kurstädte geendet. „Für einen Kurort ist es wichtig, dass er sich immer wieder bekannt macht. Niemand profitiert mehr von einer Gartenschau, als eine Kurstadt wie Bad Herrenalb.“ Um solche Projekte umzusetzen brauche es starke Bürgermeister wie den verstorbenen Robert Traub und aktuell Norbert Mai und zudem engagierte Bürger. Die Verleihung des Stadtrechts sei dazu der entscheidende Schritt gewesen, weil mit ihm die Selbstbestimmung der Bürger einhergegangen sei. „Eine Stadt ist mehr als eine Verwaltungsinstitution, sie ist eine lebendige Gemeinde, in der die Bürger Dinge selber organisieren und sich engagieren.“ Entscheidend für die Zukunft Bad Herrenalbs sei, was von diesem Engagement nach der Gartenschau bleibe.

Sichtlich gut gelaunt schwärmte Thomas Blenke, Landtagsabgeordneter der CDU, in seinem Grußwort von der Gartenschau. Diese sei eine Jahrhundertchance und Bad Herrenalb habe sie genutzt. „Alle im Kreis Calw sind mächtig stolz auf sie.“

Auch Landrat Helmut Riegger betonte den positiven Wandel, den die Gartenschau in Bad Herrenalb ausgelöst hat. Bad Herrenalb habe investiert und sich als moderne Tourismusstadt präsentiert. Eine neue Stadt sei entstanden, „in der das Miteinander gelebt wird.“ Für Landrat Riegger ist das auch ein Verdienst des Landkreises. „Leistungsstarke Gemeinden, Städte und Verwaltungen zu schaffen, ist ein Erfolgsmodell.“

Besucher der Gartenschau können Ausschnitte der Stadtgeschichte anhand von drei an geschichtsträchtigen Orten aufgestellten Zeitfenstern neu erleben. In ihnen sind historische Stadtansichten zu erkennen. Durch das Öffnen der Fenster wird ein vergleichender Blick auf die Jetztzeit möglich. Weitere historische Fotos liegen an zahlreichen Bänken auf dem Gartenschaugelände aus. Zudem lädt eine interaktive Präsentation in der Wandelhalle des Kurhauses dazu ein, die Renaturierung von Alb und Gaisbach nachzuverfolgen.

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