Sonntag, 26. Februar 2017


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Integration durch Fußball: Erstes Willkommensbündnis startet in Mainz

"Willkommen im Fußball": Bündnis mit Mainz 05 und dem FC Ente Bagdad

(lifePR) (Mainz, ) Der 1. FSV Mainz 05, der FC Ente Bagdad und die Stiftung Juvente Mainz haben im Juli in Mainz das erste Willkommensbündnis von "Willkommen im Fußball" gestartet. Das bundesweite Programm ermöglicht jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport, erleichtert den Einstieg in den organisierten Vereinsfußball und unterstützt so die Integration und das gesellschaftliche Miteinander. "Willkommen im Fußball" ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert durch die Bundesliga-Stiftung und die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Durch das Bündnis entstehen neue Trainingsgruppen des FC Ente Bagdad für Jugendliche und junge Erwachsene, in denen Geflüchtete zusammen mit Einheimischen spielen. Interessierte Spieler können in den regulären Spielbetrieb des Vereins Vitesse Mayence aufgenommen werden. Bei gemeinsamen Stadtführungen mit Übersetzer, kulturellen Events und Ferienfahrten, die der FC Ente Bagdad organisiert, lernen sich Einheimische und Geflüchtete kennen. Der 1. FSV Mainz 05 stattet die gemischten Jugend- und Herrenmannschaften mit Trikots aus und lädt zu Stadionbesuchen ein. Die Angebote der "05er Youngsters", dem Jugendclub von Mainz 05, werden kostenfrei für Geflüchtete geöffnet. Die Stiftung Juvente Mainz betreut geflüchtete Jugendliche und stellt die Verbindung zu den Teams und Vereinen her.

"Willkommen im Fußball" setzt auf Willkommensbündnisse. Diese bestehen aus der Kooperation eines Clubs der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung begleitet die Willkommensbündnisse vor Ort und koordiniert die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Eine fachliche sowie finanzielle Unterstützung sorgt dafür, dass die lokalen Bündnisse auch über die Förderdauer hinaus tragfähig gemacht werden. Ziel ist es, bis Anfang des kommenden Jahres 20 Bündnisse mit Proficlubs zu schmieden.

"Mehr Menschen fliehen zu uns, weil Krieg, Gewalt und Verfolgung in der Welt nicht enden wollen. Die Menschen haben unvorstellbares Leid erlebt und brauchen unseren Schutz. Und sie brauchen Unterstützung im Alltag und Kontakt zu den neuen Nachbarn. Zahlreiche ehrenamtliche Initiativen bemühen sich vor Ort, den Flüchtlingen das Ankommen in Deutschland zu erleichtern und einen ersten Kontakt zur Aufnahmegesellschaft herzustellen. Auch der Fußball hilft: Viele Vereine organisieren Solidaritätsturniere, Kleiderbörsen und offene Fußballangebote und tragen so zur Integration der Flüchtlinge bei. Dafür bin ich dem Fußball sehr dankbar! Und deshalb fördere ich das Projekt Willkommen im Fußball," erklärt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz.

"Die Profimannschaften der Bundesliga-Vereine leben vor, dass eine gelungene Integration der Schlüssel für ein erfolgreiches Miteinander ist", sagt Harald Strutz, Präsident des 1. FSV Mainz 05.

Ronald Uhlich vom FC Ente Bagdad berichtet: "Seit über 40 Jahren engagiert sich unser Fußballverein intensiv und aktiv für die Integration ausländischer Mitbürger. Wir spüren, dass wir besonders in der aktuellen weltpolitischen Lage mit diesen Angeboten einen Nerv treffen. Die Nachfrage hier bei uns vor Ort ist enorm. Wir möchten die anderen Amateurvereine in Mainz ermuntern: Öffnet euch für Flüchtlinge, heißt diese Menschen bei euch willkommen. Was ihr ihnen in materieller und sozialer Hinsicht gebt, bekommt ihr an Kameradschaft, Lebensfreude und Dankbarkeit vielfach zurück. Über Fußball kann man eine zweite Heimat schaffen für Menschen, die keine mehr haben."

"Wir sind froh, dass wir durch das Projekt noch mehr jungen Flüchtlingen ermöglichen können, leichter in dem für sie fremden Land anzukommen, sich wohl- und ernst genommen zu fühlen und sich daher wesentlich schneller und besser einzuleben", so die Stiftung Juvente.

DJKS-Geschäftsführerin Dr. Heike Kahl sagt: "Wenn wir gemeinsam mit Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga mit gutem Beispiel voran gehen, können wir auch Andere für ein ähnliches Engagement begeistern. Und eines ist klar: Damit Integration wirklich gelingt, muss uns allen bewusst werden, dass geflüchtete Kinder und Jugendliche nicht nur hilfsbedürftig und Opfer sind, sondern Stärken haben, Talente, Ziele und Wünsche."

Kurt Gaugler, stellv. Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung: "Wir sehen gerade in der Flüchtlingsthematik großen Handlungsbedarf und möchten gemeinsam mit den Clubs vor Ort einen Beitrag für ein vorurteilsfreies, aktives Miteinander leisten."

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