Friedrichstadt-Palast überspringt erstmals 20-Millionen-Euro-Umsatz-Marke

Neues Rekordjahr: 21,2 Millionen Euro Umsatz (+ 9 Prozent) / Auslastung + 7 Prozentpunkte auf 82 Prozent / 449.539 zahlende Besucher (ohne Gastspiele)

(lifePR) ( Berlin, )
Der FriedrichstadtPalast bleibt in der Erfolgsspur: Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 steigerte der Show-Palast seinen Umsatz um 1,6 Millionen Euro auf 21,2 Millionen Euro. Das markiert in der Geschichte des Hauses einen neuen Umsatzrekord. 2009 lag der eigenerwirtschaftete Umsatz (Summe aus Kartenumsatz, Gastronomie, Gastspielen und Veranstaltungen, ohne Zuschüsse des Landes Berlin) noch bei 19,5 Millionen Euro.

Getrieben wurde das Umsatzwachstum von 9 Prozent durch die sehr erfolgreichen Kartenverkäufe, die 2010 auf 19,1 Millionen Euro gesteigert werden konnten und 90 Prozent vom oben genannten Umsatz ausmachen. Der Vorjahres-Ticketumsatz betrug 17,5 Millionen Euro. 2007 lag der Ticketumsatz noch bei 12,3 Millionen Euro, eine Zunahme von über 55 Prozent in drei Jahren.

Mit dem Umsatz stiegen auch die Besucherzahlen und die Auslastung. 449.539 zahlende Gäste besuchten die Vorstellungen des FriedrichstadtPalastes. 2009 waren es 432.128 Gäste. Eine Zunahme um 4 Prozent, obwohl aufgrund der Schließung während des Produktionsumbaus zur neuen Show 'Yma' (Premiere 2. September 2010) im Gesamtjahr 14 Vorstellungen weniger gespielt wurden als 2009. 2008 waren es nur 360.701 Gäste. Im bisherigen Besucherrekordjahr 2001 kamen 514.578 zahlende Besucher - damals allerdings bei über drei Millionen Euro weniger Kartenumsatz.

Dr. Berndt Schmidt, seit November 2007 Intendant des Hauses: "Wir haben in zwei Jahren 90.000 Gäste hinzu gewonnen. Der Altersdurchschnitt sinkt weiter, aber nicht, weil ältere Gäste wegbleiben, sondern weil uns zusätzlich jüngere Gäste für sich entdecken." Den fulminanten Jahresschlussspurt erklärt er so: "Der enorme Schub kommt von unserer Erfolgsshow 'Yma', deren Einspielergebnisse schlicht durch die Decke gehen. Sie dürfte nach Monatsbesucherzahlen die erfolgreichste nationale Bühnenpremiere 2010 sein." In bisher vier Monaten Spielzeit haben über 200.000 Gäste die Show gesehen, weitere 100.000 Tickets sind für das 1. Halbjahr 2011 vorausgebucht.

Die Auslastung stieg um 7 Prozentpunkte von 75 Prozent auf knapp 82 Prozent in 2010. 2008 lag die Jahresauslastung bei 64 Prozent, eine Zunahme der Auslastung um fast ein Drittel in zwei Jahren. Jede Vorstellung besuchten im vergangenen Jahr somit durchschnittlich 1.550 zahlende Gäste. Die Sitzplatzkapazität des Großen Saals liegt bei 1.895 Plätzen. Hinzu kommen zahlreiche Gastspiele (Konzerte, Ballettabende), Großveranstaltungen wie die Berlinale und die Besucher von Thomas Hermanns' 'Quatsch Comedy Club', so dass jährlich fast 700.000 Gäste an die Friedrichstraße 107 kommen. Der FriedrichstadtPalast liegt damit nach Besuchern an der Spitze aller deutschen Bühnen.

Knapp eine Viertelmillion der Gäste waren Touristen, die in Berlin übernachteten. Laut Berlin Tourismus & Kongress GmbH gibt jeder Übernachtungsgast im Schnitt pro Tag 196,70 Euro aus und Kulturtouristen, die während ihres Aufenthaltes eine Bühne der Stadt besuchen, bleiben gemäß einer gemeinsamen Studie der Berliner Kulturverwaltung mit 'visitBerlin' durchschnittlich 3,67 Tage in Berlin, also deutlich länger als der Durchschnitt aller Besucher. Gemäß diesen Berechnungen gaben die Gäste des FriedrichstadtPalastes etwa 180 Millionen Euro in der Hauptstadt aus.

Diesen positiven Effekt für den Berliner Tourismusmarkt bezuschusste der Berliner Senat mit 6,46 Millionen Euro. Umgerechnet auf ein einzelnes Kaufticket (bei den Kinder- und den Erwachsenenshows) beträgt der Zuschuss vergleichsweise moderate 14 Euro pro Karte. Für die größte Theaterbühne der Welt müssen entsprechend große Shows produziert werden, die nicht vollständig aus Marktpreisen zu refinanzieren sind. Mit diesen modernen Revueshows hat das Land Berlin in seinem breiten Kulturportfolio ein weiteres Alleinstellungsmerkmal innerhalb Europas.

Der durchschnittliche Kartenpreis bei den Erwachsenenshows stieg von 38,12 Euro im Jahr 2008 auf 48,35 Euro in 2010. Dieses Plus von über einem Viertel in zwei Jahren wurde im Wesentlichen durch den Verzicht auf Rabattaktionen und eine konsequente Preispolitik bei den besseren und besten Sitzplatzkategorien erzielt. Der Einstiegspreis für ein Ticket (Preiskategorie 5) liegt jedoch unverändert bei günstigen 18,90 Euro (inklusive Gebühren). Sozial benachteiligte Menschen können mit dem 'BerlinPass' des Berliner Senats die Aufführungen bereits für 3 Euro pro Ticket besuchen.

Trotz der genannten Erfolge bleibt man im FriedrichstadtPalast mit beiden Beinen auf dem Boden. Intendant Berndt Schmidt: "Ein Umsatzplus von 55 Prozent in drei Jahren zeigt, welche Kraft in diesem Haus steckt, wenn wir das Publikum begeistern können - und Fortunas Segen haben. Schließlich ist jede Uraufführung eine Art Glücksspiel und kultureller Erfolg ist nie vollständig planbar. Umso erleichterter bin ich, dass alles aufging, was wir vorhatten."
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