Friedrichstadt-Palast: Drittes Rekordjahr in Folge und vorläufiger Höhepunkt

(lifePR) ( Berlin, )
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- 23,41 Mio. Euro Eigenumsatz (+ 0,88 Mio. Euro)
- Auslastungssteigerung auf knapp 84 Prozent
- 2012 wird voraussehbar unter dieser Umsatzmarke abschließen

Eine Kombination optimaler - und für 2012 vorerst nicht wiederholbarer - Faktoren beschert dem Friedrichstadt-Palast für das abgelaufene Geschäftsjahr auch im dritten Jahr in Folge Rekordzahlen.

Der Eigenumsatz (also die eigenerwirtschaftete Summe aus Kartenumsatz, Gastronomie, Gastspielen und Veranstaltungen, ohne Zuschüsse des Landes Berlin) steigt um 3,9 Prozent von 22,53 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 23,41 Millionen Euro. Der hierin enthaltene Kartenumsatz beträgt 20,61 Millionen Euro (Vorjahr 19,12 Millionen Euro). Die Auslastung verbesserte sich von 81,81 Prozent auf 83,73 Prozent, ein Plus von 1,92 Prozentpunkten.

Seit dem Tiefpunkt einer Krise im Jahr 2007 hat der Palast beim Umsatz um 68 Prozent zugelegt. Dr. Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadt-Palastes: "Wir sind jetzt in Umsatzregionen, in denen es nicht immer nur bergauf gehen kann. Das Rekordjahr 2011 ist das Ergebnis einer Idealkombination, die wir 2012 so nicht haben. Auch wenn wir erwartungsgemäß unter dem Vorjahr liegen, wird 2012 ein sehr gutes Wirtschaftsjahr - vorausgesetzt unsere neue Megaproduktion 'Show:Me' schlägt im Herbst wie erwartet ein."

Erfolgstreiber im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die zwei bisher erfolgreichsten Produktionen in der Geschichte des Hauses: 'Yma' als auf zwei Jahre geplante Ensuite-Show und die Saisonshow 'berlin ERLEUCHTET'. Bei 'Yma' wurde erst kürzlich der halbmillionste Gast begrüßt. Bei den Ticketerlösen hat 'Yma' die bisherige Erfolgsshow 'Qi' bereits um über 4 Millionen Euro überflügelt - und spielt noch bis 21. Juli. Mit einer Vollauslastung von 100 Prozent und einem Umsatzrekord für Dezember übertraf auch die Saisonshow 'berlin ERLEUCHTET' alle bisherigen Weihnachtsbestmarken. Ein dritter Erfolgsfaktor war die kurze Umbauzeit zur Weihnachtsshow, der weit weniger Shows zum Opfer fielen als bei einem großen Umbau zu einer Ensuite-Show mit mehrjähriger Laufzeit.

Der Umbau zur neuen Megaproduktion 'Show:Me' (Premiere am 18. Oktober) dauert etwa drei Mal so lang wie zu 'berlin ERLEUCHTET'. Schon deswegen fehlen in der Hauptsaison Herbst/Winter etwa 20 Shows. Dies bedeutet einen Umsatzausfall gegenüber 2011, der auch bei einem großen Premierenerfolg von 'Show:Me' nicht aufholbar ist. Zudem wird in diesem Jahr die Fußball-Europameisterschaft den Verkauf im Juni deutlich beeinträchtigen.

Daher geht das Haus in seiner Wirtschaftsplanung für das Abgeordnetenhaus von Berlin bereits seit letztem Spätsommer davon aus, in diesem Jahr unter den Ist-Werten von 2011 zu liegen. Wahrscheinlich wird sich der Eigenumsatz des laufenden Geschäftsjahres zwischen den beiden Erfolgsjahren 2009 und 2010 einpendeln.

Mit der neuen Megaproduktion 'Show:Me' zielt der Palast darauf ab, an den Erfolg von 'Yma' anzuknüpfen. Das Produktionsbudget wird nochmals deutlich erhöht, um für die Gäste ein State-of-the-art-Showerlebnis auf höchstem Niveau zu schaffen. Auch für die neue Kindershow (Premieren am 11. November) verspricht der Intendant wieder die aufwändigsten Kindershows in Europa: "Schließlich erhalten wir auch für das junge Ensemble als Angebot zur kulturellen Bildung Zuwendungen des Senats. Der enorme Erfolg der stets ausverkauften Kindervorstellungen rechtfertigt diesen Weg."

Aufgrund des Umbaus von 'Yma' zur Saisonshow 'berlin ERLEUCHTET' im vergangenen November musste das Haus auf zwölf - ansonsten ausverkaufte - Kindershows verzichten, die normalerweise in dieser Zeit spielen. Deswegen ergibt sich bei den Besucherzahlen (ohne Gastspiele und ohne Freikarten) im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus von 2.161 Gästen auf insgesamt 446.978 Gäste (Vorjahr 449.139 Gäste). Inklusive Großveranstaltungen wie der Berlinale, Gastspielen und Sonderveranstaltungen wie dem 'Deutschen Filmpreis' kommen jährlich über 700.000 Gäste an die Friedrichstraße 107. Damit liegt der Friedrichstadt-Palast an der Spitze aller deutschen Bühnen.

Auch wenn mit minimal weniger Gästen (- 0,48 Prozent) deutlich mehr Umsatz gemacht wurde, legt der Friedrichstadt-Palast großen Wert auf eine soziale Spreizung des Preisgefüges. Der Einstiegspreis für ein Ticket liegt unverändert bei 18,90 Euro (inklusive Gebühren). Sozial benachteiligte Menschen können mit dem "Berlin-Pass" des Senats die Aufführungen bereits für 3 Euro pro Ticket besuchen.

Bei allem Erfolg blieb man auch im vergangenen Jahr mit beiden Beinen auf dem Boden. So wurden die besonders guten Zahlen auch genutzt, um ein 3,5 Millionen Euro-Darlehen beim Senat vorfristig mit 600.000 Euro zu bedienen. Insgesamt wurden 2011 aus diesem Darlehen 1,088 Millionen Euro Zins und Tilgung an das Land Berlin gezahlt.

Der Friedrichstadt-Palast ist zu 100 Prozent im Besitz des Landes Berlin. Das Haus erhielt 2011 Zuwendungen in Höhe von 6,457 Millionen Euro. Hiermit fördert das Land das theatereigene junge Ensemble mit über 250 Kids zwischen 6 und 16 Jahren sowie den Erhalt und die Weiterentwicklung der Kunstform Revue. Für die größte Theaterbühne der Welt müssen entsprechend große Revuen produziert werden, die mit über 100 Künstlern die größten Ensuite-Shows der Welt darstellen und nicht vollständig aus Marktpreisen zu refinanzieren sind. Der Friedrichstadt-Palast zieht damit allerdings alljährlich auch weit über eine Viertelmillion Touristen an, die basierend auf Zahlen einer gemeinsamen Studie von visitBerlin und der Berliner Kulturverwaltung aus dem Jahr 2009 fast 180 Millionen Euro in der Hauptstadt ausgeben. Etwa 40 Prozent der Gäste kommen aus Berlin.

Das Durchschnittsalter der Gäste ist seit 2007 (50+) deutlich gesunken und liegt nun bei 38,9 Jahren. Dies wurde durch die Ausweitung jüngerer Zielgruppen erreicht, ohne die älteren Gäste zu verlieren. Als Volkstheater im besten Sinne wendet sich das Haus mit seinen Erwachsenenshows an Gäste zwischen 18 und 80 Jahren. Die Kindershows werden ab 5 Jahren empfohlen.
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