Freitag, 24. Februar 2017


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Für Deutschland auf dem Hockeyrasen

Medizintechnik-Student reist mit der Nationalmannschaft nach Melbourne

(lifePR) (Erlangen, ) Am 28. November sitzt er im Flugzeug nach Australien: Christopher Wesley tritt mit der deutschen Hockey-Nationalmannschaft bei der Champions Trophy in Melbourne gegen die fünf besten Mannschaften der Welt an. Abseits vom Hockeyrasen ist der 22-jährige Nürnberger Student des neu eingerichteten Bachelorstudiengangs Medizintechnik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Die Chancen auf den Titel stehen nicht schlecht: In den dreißig Jahren des Bestehens der Champions Trophy im internationalen Feldhockey hat die deutsche Mannschaft neun Titel geholt, genauso viele kann nur der diesjährige Gastgeber Australien vorweisen. Profi s gibt es in der Nischensportart aber auch in der deutschen Nationalmannschaft keine. Man könne sich zwar durch das Hockeyspielen etwas dazu verdienen, so Wesley, leben könne man davon aber nicht. Außerdem sei mit etwa 28 Jahren sowieso Schluss.

Neben seiner Sportleidenschaft hat sich der 22-Jährige für den neuen Bachelorstudiengang Medizintechnik entschieden. In den nächsten sechs Semestern lernt er unter anderem, wie er als Ingenieur medizinische Geräte, Werkstoffe oder Verfahren entwickeln kann, wie z. B. neue Röntgen- und Ultraschallsysteme oder neue Materialien für Prothesen oder Implantate. "Bei der Behandlung von Patienten begegnen die Mediziner zahlreichen Herausforderungen, die sich mit moderner Technologie besser oder überhaupt erst bewältigen lassen. Vor allem dieser Praxisbezug macht unseren Studiengang sehr begehrt", sagt Kurt Höller, Geschäftsführer des Zentralinstituts für Medizintechnik an der Uni Erlangen-Nürnberg. Die Zahlen geben ihm Recht: Mit rund 50 Studenten im ersten Semester hatte die Universität gerechnet, 176 Studienanfänger sind es geworden, die Hälfte davon Frauen. Christopher Wesley ist von seinem Studium gleichzeitig begeistert und beeindruckt: "Wir haben sehr viel Mathe und Physik. Es ist also wirklich kein einfaches Studium aber es macht trotzdem viel Spaß."

Seine Leidenschaft für Feldhockey wurde Wesley sprichwörtlich in die Wiege gelegt. Sein Onkel hat dem heutigen Nationalspieler schon zur Geburt eine Mitgliedschaft im Nürnberger Hockeyund Tennis-Club geschenkt. "Mit drei Jahren stand ich zum ersten Mal auf dem Platz. In meinem Club gab es von Anfang ein eine sehr familiäre Atmosphäre, das hat mich motiviert bis heute weiter zu machen", berichtet Wesley. Angstgegner in Melbourne ist vor allem der spielstarke Gastgeber Australien. Wesley freut sich drauf: "Das werden spannende Spiele und nächstes Frühjahr geht's nach Indien zur Weltmeisterschaft!" Seinen engen Bezug zum Sport könnte er auch als Ingenieur der Medizintechnik beibehalten: In den Bereichen Biomechanik und Biosignalverarbeitung wird das Wissen über Belastungszustände des Körpers mit neuen Methoden vertieft, die auch im Spitzensport Anwendung fi nden können.

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