Dienstag, 23. Mai 2017


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ABDA verbrennt weiter Geld: Apotheker über Hausbau-Pläne verärgert

(lifePR) (Herxheim, ) Es reicht. Gerade erst wurden die Beitragserhöhungen der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bekannt, schon kommt der nächste Schlag für Apotheker: 35 Millionen will die ABDA für den geplanten Neubau eines Bürogebäudes am Berliner Hauptbahnhof investieren. Experten rechnen schon jetzt eher mit über 40 Millionen. Das entspricht mehr als das Doppelte des ABDA-Jahreshaushalts. "Bezahlen werden es wir - die ApothekerInnen", kritisiert Dr. Helma Gröschel, Vorsitzende der "Freien Apothekerschaft".

"Unser Geld wird rausgeschmissen. Für nix. Das ist eine reine Außendarstellung. Die ABDA präsentiert sich als wäre immens viel Geld vorhanden. Das ist es aber nicht", moniert Gröschel. Gerade erst wurde eine erneute Beitragserhöhung bekannt. "Hier wird unser Geld einfach so verbrannt. Gut vertreten fühlen wir uns schon lange nicht mehr." Maß halten kennt die ABDA nicht. Schöner, höher, größer, weiter - nach diesem Motto verprasst sie Gelder der Mitglieder, die eigentlich dafür gedacht sein sollten, die Interessen der Apotheken in der Politik und gegenüber Politikern zu vertreten und für die Umsetzung von Änderungen zu kämpfen. "Was ergibt das für ein Bild, wenn man bei Politikern mehr Honorar einfordert und gleichzeitig das Geld so rausschmeißt?" fragt sich die Vorsitzende.

Da es wohl noch keine Baugenehmigung gibt, ist noch unklar, wie lange die ABDA zur Zwischenmiete an die Ecke Friedrichsstraße/Unter den Linden ziehen wird. Das Mendelssohn-Palais muss in den kommenden Monaten verlassen werden, da andernfalls Investitionen in den Brandschutz nötig wären. "Hat jemand einmal ausgerechnet, wie teuer diese kämen? Mit Sicherheit günstiger als ein Umzug für zwei Jahre und ein Neubau", so Gröschel. Selbst wenn ein Neubau angedacht wird, muss es nicht mitten im Regierungsviertel sein, etwas abseits würde deutlich Kosten sparen. 35 Millionen sind zudem nur eine erste Schätzung. Geht man wie üblich von einer Planungsreserve von 20 Prozent aus, sind es schon über 40 Millionen.

"Die ABDA-Spitze hat die Realität aus den Augen verloren", ist Gröschel erbost. Es reiche schon, dass viel Geld für sinn- und inhaltslose Werbung und einen personalen "Wasserkopf" verschwendet und viel zu wenig
- auch politisch - getan werde, um die Situation der Apotheker zu verbessern. Dieser geplante Millionenbau geht zu weit. Das kreidet die "Freie Apothekerschaft" an und wird es weiterhin publik machen. Immer mehr Apotheker schließen sich der Vereinigung an, die das ebenfalls nicht länger hinnehmen wollen.

In der "Freien Apothekerschaft", gegründet 2010, haben sich Apothekerinnen und Apotheker zusammengeschlossen, um die Interessen des Berufsstandes zu vertreten und ihre Situation, politisch wie wirtschaftlich, zu verbessern.

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