Neues Alphabet für die Rollbahnen des Frankfurter Flughafens

Die Buchstaben-Bezeichnungen auf den Flugzeugrollbahnen werden in nur einer Nacht umgestellt

(lifePR) ( Frankfurt, )
Von A wie Alfa bis Z wie Zulu lauten nach dem inter­nationalen Luftfahrt-Alphabet die Bezeichnungen für die Roll­bahnen auf dem Flughafen Frankfurt. Buchstaben, die auf den Flugbetriebsflächen zur Orientierung der Piloten, der Flugsicherung, der Fraport-Vorfeldkontrolle und weiterer Stellen dienen, die mit dem Flugzeugrollverkehr zu tun haben.

Auslöser für die neue Nomenklatur im Start- und Landebahnensystem und auf den Vorfeldern der Terminals ist der Flughafen­ausbau, in dessen Verlauf rechtzeitig vor Inbetriebnahme der neuen Landebahn Nordwest die neu hinzu kommenden Roll­bahnen in das Gesamtkonzept integriert werden müssen. Da aber das NATO-Alphabet bereits ausgeschöpft ist, konnte man das vorhandene System nicht einfach ergänzen. Stattdessen entwickelte Fraport in Zusammenarbeit mit der Deutschen Flug-sicherung und der Lufthansa eine völlig neue alphanumerische Systematik.

Die Umbenennung der Rollbahnen und Schnellabrollwege soll am kommenden Wochenende von der dreijährigen Vorplanung in die Realität umgesetzt werden. In der Nacht vom 12. auf den 13. Juni ist die gesamte Umstellung vorgesehen. 35 Arbeitsko­lonnen sind dann unterwegs, um 600 Schilder auszutauschen, 53 neue Bodenmarkierungen anzulegen und 300 alte Markie­rungen zu entfernen. Insgesamt werden rund 170 Personen und 50 Fahrzeuge im Einsatz sein. Um die Beeinträchtigungen für den Flugbetrieb so gering wie möglich zu halten, wurden in den letzten Monaten bereits größere Schilderkästen montiert, Stromkreise angepasst und Interimsschilder aufgestellt. In der Umstellungsnacht müssen dann "lediglich" die Frontplatten, auf denen die Bezeichnungen stehen, ausgetauscht werden. Die hinterleuchteten Schilder wurden mit innovativen LED-Leuchten bestückt, die weniger Strom verbrauchen, aber eine zehnmal längere Lebensdauer haben. Wenn alles nach Plan läuft, wird die Umstellung am Sonntagmorgen um 6 Uhr beendet sein und der Flugbetrieb dann bereits den neuen Bezeichnungen folgen.

Voraussetzung für die minutiös getakteten Arbeiten ist aller­dings eine halbwegs stabile Wetterlage. Bei andauerndem Nie­derschlag muss die Aktion auf eines der beiden folgenden Wochenenden verschoben werden, da dann keine Bodenmar­kierungen aufgebracht werden können.
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