Klimapolitik und Finanzindustrie - Von Teufel und Weihwasser zu Pech und Schwefel?

Professor Dr. Ulf Moslener bei der FS-Journalistenrunde

(lifePR) ( Frankfurt am Main, )
Bald treffen die Nationen auf ihrem jährlichen Klimagipfel wieder zusammen, um die internationale Klimapolitik voranzutreiben. Der UN Klimaprozess wird gemeinhin als intransparent, unberechenbar und sehr träge wahrgenommen. Mit diesen Eigenschaften hat die internationale Klimapolitik jegliches Interesse privater kommerzieller Akteure erfolgreich viele Jahre verhindert. Die Einsicht, dass die globale Energiewende mit Blick auf das 2-Grad-Ziel zum allergrößten Teil von kommerziellen Financiers getragen werden muss, hat diese Distanz jedoch verringert. Das verbindliche Versprechen der Industrienationen, den Entwicklungsländern ab 2020 jährlich mindestens 100 Mrd. US Dollar für Klimaschutz und Anpassung zur Verfügung zu stellen, schließt "mobilisierte private Investitionen" mit ein.

Im Rahmen des UN-Prozesses entsteht derzeit ein neuer globaler Klimafonds, der unter anderem genau das zum Ziel hat: Private Investitionen in den Klimaschutz zu fördern. Das Interesse der privaten Finanzindustrie ist damit erwacht. Das an sich ist bereits ein großer Erfolg. Es gilt nun, die Instrumente dieses Fonds geeignet auszugestalten. Dabei dürfen die klassischen Erfahrungen mit ambitionierter Umweltpolitik - auch hier in Deutschland - nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Wir beobachten zunehmend eine Schwächung ökonomischer Instrumente wie dem internationalen oder Europäischen Emissionshandel und dafür mehr Investitionsförderung. Das ist vielfach hilfreich, kann jedoch auch ineffizient und - gemessen am Erfolg - teuer werden. Vor dem Hintergrund der Größe der Herausforderung und angespannter Haushaltslagen kann sich allerdings keine Weltregion leisten, die Mittel für den Klimaschutz nicht so wirksam wie möglich einzusetzen.

Über diese Aspekte wird Ulf Moslener, Professor für Sustainable Energy Finance an der Frankfurt School und wissenschaftlicher Leiter des UNEP Collaborating Centre for Climate and Sustainable Energy Finance, bei der FS-Journalistenrunde am Dienstag, 12. November sprechen. Die an den Vortrag anschließende Diskussion kann in deutscher oder englischer Sprache erfolgen. Weitere Informationen zu Professor Moslener unter: www.fs.de/moslener.

Die FS-Journalistenrunde ist nicht öffentlich und richtet sich ausschließlich an Medienvertreter. Sie findet immer am 2. Dienstag eines jeden Monats um 19 Uhr in der Frankfurt School, Sonnemannstraße 9-11, 60314 Frankfurt am Main, statt.

Um eine verbindliche Anmeldung wird gebeten. Journalisten von deutschsprachigen Medien melden sich bitte bei Miriam Wolf per Mail (m.wolf@fs.de) oder telefonisch (069/ 154 008 -290). Und internationale Medienvertreter bitte bei Elisa Antz per Mail (e.antz@fs.de) oder telefonisch (069/ 154 008 - 566.
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