Samstag, 25. November 2017


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Franke und Bornberg präsentiert neues Rating zu Reisekranken- und Reiserücktrittsversicherungen

Pünktlich zum Start der Urlaubssaison veröffentlicht die Ratingagentur Franke und Bornberg erstmals ein Produktrating für Reisekrankenversicherungen (RKV) sowie Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherungen / Das Fazit: Breites Mittelfeld und noch Luft

Hannover, (lifePR) - Zwei von drei Deutschen planen für dieses Jahr einen Sommerurlaub und lassen sich das einiges kosten. Aber nicht immer erfüllt sich der Traum von den schönsten Wochen des Jahres. Mal beendet eine Erkrankung den Urlaub abrupt, oder die gebuchte Reise kann wegen eines Unglücksfalls gar nicht erst angetreten werden. Glück im Unglück hat, wer in diesen Fällen auf Versicherungsschutz zurückgreifen kann. Welche Tarife halten, was sie versprechen, hat die Ratingagentur Franke und Bornberg jetzt untersucht.

Im Ausland krank zu werden, schafft zusätzliche Probleme. Welcher Arzt ist der Richtige, ambulant oder stationär, Symptome lindern oder Ursachen bekämpfen? Sprachschwierigkeiten machen die Entscheidungen nicht einfacher. Hinzu kommen oft immense Kosten für die Behandlung, ob ambulant oder im Krankenhaus. Gesetzlich Krankenversicherte müssen für eine Behandlung im Ausland manchmal tief in die Tasche greifen. Denn die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten nur innerhalb der Europäischen Union sowie in Staaten, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Und das auch nur im Rahmen der Kosten, die für eine Behandlung in Deutschland anzusetzen wären. Für andere beliebte Reiseziele wie die USA, Australien oder Südafrika besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme.

Eine Reisekrankenversicherung (RKV) schützt gesetzlich Krankenversicherte im Ausland vor finanziellen Belastungen durch Krankheit und sichert im Ernstfall auch den Transport zurück nach Deutschland.

Auch Privatversicherte profitieren von einer RKV. Sie vermeiden den Abzug von Selbstbehalten und erhalten ihren Anspruch auf Beitragserstattung für schadenfreie Zeiten. Auch leistet die RKV meist deutlich länger als ihre Krankenvollversicherung.

Neues Rating zur Reisekrankenversicherung

Für das neue Rating haben Franke und Bornberg typische Jahrespolicen für beliebig viele Auslandsaufenthalte von jeweils maximal zehn Wochen Dauer untersucht. Dabei setzt die Ratingagentur ausschließlich auf harte Fakten. Schließlich kann sich der Versicherte im Ernstfall nur auf das verlassen, was schwarz auf weiß in den Bedingungen geregelt ist. Subjektive Einschätzungen wie beispielsweise Vermutungen zur Fairness finden hier keinen Platz. Michael Franke, Geschäftsführer von Franke und Bornberg, erläutert den Untersuchungsansatz: „Als unabhängige Ratingagentur sind wir Zweckpessimisten. Wir legen die Bedingungen in Zweifelsfällen stets zum Nachteil des Versicherten aus. Das gilt selbst dann, wenn der Versicherer mit der Formulierung vermutlich etwas anderes bezwecken wollte. Gute Absichten allein reichen nicht. Auf diese Weise sind Vermittler und ihre Kunden mit unseren Ratings auch bei Änderungen in der Regulierungspraxis immer auf der sicheren Seite.“

Die Tarifexperten von Franke und Bornberg haben insgesamt 54 RKV-Tarife nach jeweils 35 Kriterien geprüft. Wichtigste Merkmale sind dabei die Leistungen bei Krankheit im Ausland sowie die Regelungen für einen Krankenrücktransport zurück nach Deutschland. Hier steckt der Teufel oft im Detail. So übernimmt ein kundenfreundlicher Tarif beispielsweise Mehrkosten für einen Rücktransport zum nächstgelegenen geeigneten Krankenhaus in Wohnortnähe der versicherten Person, wenn dieser medizinisch sinnvoll und vertretbar ist, die Behandlung im Ausland länger als 14 Tage dauern würde oder die Behandlung im Ausland teurer wäre als der Rücktransport. Ein schlechter Tarif versichert hingegen nur Mehrkosten eines medizinisch notwendigen und ärztlich angeordneten Rücktransports an den ständigen Wohnsitz oder ein Krankenhaus in Deutschland. Vor dem Rücktransport muss zudem eine Leistungszusage beim Versicherer eingeholt werden. Bei guten Bedingungen werden Kosten der stationären Heilbehandlung einschließlich Operationen, Operationsnebenkosten sowie Verpflegung und Unterkunft bezahlt, in anderen Tarifen nur „die stationäre Heilbehandlung“ ohne weitere Präzisierung.

Tarife dieser Anbieter haben die Höchstnote (FFF) erreicht (in alphabetischer Reihenfolge):

Reisekrankenversicherung


Envivas Krankenversicherung AG
R+V Versicherung AG
Würzburger Versicherungs-AG


Neues Rating zur Reiserücktritts- und Abbruchversicherung (RRV)

Viele Urlaubsreisen werden schon lange im Voraus gebucht. Gerade Familien mit schulpflichtigen Kindern legen sich frühzeitig fest. Ein Vorlauf von einem Jahr und mehr ist da keine Seltenheit. Aber das Leben hält sich nicht an Termine, Unfälle oder Krankheiten sind schnell passiert. Wenn die Reise deshalb storniert werden muss, ist das nicht nur ärgerlich, sondern kann auch sehr teuer werden. Eine Reisrücktrittsversicherung übernimmt die vertraglichen Reisekosten bei Reisestorno aufgrund eines vereinbarten Ereignisses.

Für das neue Rating haben Franke und Bornberg ausschließlich Tarife herangezogen, die Leistungen bei Reiserücktritt und Reiseabbruch bieten. Untersucht wurden insgesamt 17 Tarife nach 47 verschiedenen Kriterien.

Im Vordergrund stehen naturgemäß die versicherten Ereignisse. Neben Standards wie Todesfall, Erkrankung oder Unfall von Reisenden oder nahen Angehörigen haben mittlerweile weitere Anlässe Eingang in die Bedingungen gefunden. So leisten gute Tarife beispielsweise auch bei Verlust oder Wechsel des Arbeitsplatzes, konjunkturbedingter Kurzarbeit oder zu wiederholenden Prüfungen. Weitere Kennzeichen für Toptarife sind der Verzicht auf eine Begrenzung der Reisedauer und Abschlussfristen.

RRV-Ergebnisse im Detail

Insgesamt ist das Leistungsniveau der RRV erfreulich hoch. 13 von 17 Tarifen landeten in den Top-Kategorien FFF (Hervorragend) und FF+ (Sehr gut). Mogelpackungen, also richtig schlechte Tarife, gibt es nicht. Trotzdem aber lohne der Blick ins Kleingedruckte, konstatiert Franke. „Eine gerichtliche Vorladung, Kurzarbeit oder der Wechsel des Arbeitsplatzes sind Ereignisse, die auch ungeplant und ohne längeren Vorlauf eintreffen können. Hier zählt bei einer Reiserücktrittsversicherung dann jedes versicherte Ereignis im Detail.“

Tarife dieser Anbieter haben die Höchstnote (FFF) erreicht (in alphabetischer Reihenfolge):

Reiserücktritts- und Reiseabbruchversicherung


Allianz Global Assistance International S.A.
Barmenia Krankenversicherung a.G.
ERV (Europäische Reiseversicherung AG)
HanseMerkur Krankenversicherung AG
SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG
TravelProtect
Union Reiseversicherung AGA


Fokusthema Digital

Franke und Bornberg unterstützt auch die digitale Beratung. Deswegen haben die Analysten untersucht, ob Versicherer Lösungen für einen Online-Abschluss von Reiseversicherungen bieten. Im Ergebnis verzichten nur noch fünf von 36 untersuchten Versicherern (14 %) auf Onlinegeschäft und haben keinen digitalen Abschluss für ihre RKV über ihre Homepage im Angebot. Das sind die Debeka, die LVM, die PAX Familienfürsorge, die R+V sowie die uniVersa. Sieben Gesellschaften (17 %) stellen die RKV-Bedingungen allerdings nicht vor dem Abschluss online bereit (Allianz PKV, Arag, Central, Debeka, ERGO, Münchener Verein, PAX Familienfürsorge).

Bei der RRV sieht es noch besser aus. Hier ist die Möglichkeit für einen Online-Abschluss Standard – inklusive Bereitstellung der Versicherungsbedingungen vor Vertragsabschluss. Michael Franke begrüßt die Entwicklung: „Der Vertrieb muss sich dem veränderten Verbraucherverhalten anpassen. Im standardisierten Massengeschäft führt an digitalen Angeboten kein Weg mehr vorbei. Wer das nicht erkennt oder den Kundenwunsch ignoriert, verzichtet auf Neugeschäft und verabschiedet sich früher oder später vom Markt.“

Franke und Bornberg setzt auf Transparenz. Alle Ratings sowie die Bewertungsrichtlinien stehen auf der Internetseite http://www.franke-bornberg.de/ratings/ kostenlos bereit.

Franke & Bornberg GmbH

Die Franke und Bornberg GmbH in Hannover analysiert und bewertet seit 1994 Versicherungsprodukte und Versicherer unabhängig, kritisch und praxisnah. Franke und Bornberg ist fachlich und wirtschaftlich unabhängig und beschäftigt mittlerweile über 80 Mitarbeiter. Das Unternehmen zählt zu den führenden Versicherungsanalysten im deutschsprachigen Raum.

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