Hitze und Trockenheit können der Qualität der Kartoffeln schaden

(lifePR) ( Wädenswil, )
Mangels Bewässerung kann die Qualität einiger Kartoffelsorten durch die Hitze und die Trockenheit dieses Sommers beeinträchtigt werden. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW rät daher von Sorten ab, die dafür besonders empfindlich sind. ACW trägt damit dazu bei, die Kartoffelsorten auszumachen, die am besten für die Bedingungen in der Schweiz sowie für eine wirtschaftliche und nachhaltige Produktion von hoher Qualität geeignet sind.

Agroscope ist verantwortlich für die Schweizer Plattform für Sortenversuche bei Kartoffeln. Ihre Aufgabe ist es, unter den neuen Kartoffelsorten jene auszumachen, die am besten für die Schweizer Produktionsbedingungen geeignet sind. Auf diese Weise werden Sorten vorgeschlagen, mit denen eine wirtschaftliche und nachhaltige Produktion in der Schweiz möglich ist.

Der Sommerbeginn 2010 war besonders heiss und trocken. Jede Kartoffelsorte reagiert anders auf die klimatischen Bedingungen. Ziel der Sortenstudie der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW ist es, die für diese schwierigen Bedingungen am besten geeigneten Sorten zu finden.

Wie sehen die Auswirkungen auf die Qualität aus?

Die Kartoffel verträgt über einen längeren Zeitraum nur schwer hohe Temperaturen oder Trockenheit. Unter solchen Bedingungen verlangsamt die Pflanze ihr Wachstum bzw. hört sogar ganz auf zu wachsen. Ist die Entwicklung noch nicht zu weit fortgeschritten und regnet es wieder, wachsen die vorhandenen Knollen weiter.

Bei einigen empfindlichen Sorten kann es jedoch zu einem wiederholten Keimen der Knollen kommen, wodurch eine zweite Generation heranwächst. Dies ist verhängnisvoll, da die zweite sich bildende Knolle die Stärke der ersten aktiviert und sie in Zucker umwandelt. Dieser Zucker verändert die Qualität der Kartoffel: Beim Braten kommt es zu einer unerwünschten Bräunung; und der Geschmack der Kartoffeln, die in Wasser gekocht wurden, wird verfälscht. Ausserdem können sich durch den Zucker indirekt mehr Bakterien entwickeln, die zum Faulen der Knollen während der Lagerung führen können.

Eine regelmässige Bewässerung kann das Risiko reduzieren

Die Sorten, die später reifen, sind für dieses Phänomen anfälliger, insbesondere Eba, Agria und Bintje. Durch eine regelmässige Bewässerung kann das Risiko eines Wachstumsstopps reduziert werden. Bei hohen Temperaturen verbrauchen die Kulturen 35 bis 40 mm Wasser pro Woche, und es muss wöchentlich bewässert werden. Durch regelmässige Probenahme kann das Risiko einer wiederholten Keimung eingeschätzt und allenfalls die Krautvernichtung vorgenommen werden, bevor sich eine zweite Generation bildet. Die Entscheidung darüber erfordert eine Abstimmung zwischen dem Produzenten und dem Abnehmer, um sicherzustellen, dass sie gemeinsam gefällt wurde. Ist die Keimung zu weit fortgeschritten, ist die Qualität stark beeinträchtigt, und die Ernte muss sobald wie möglich als Tierfutter verwendet werden.

Falls es möglich ist, auf Sorten zurückzugreifen, die weniger anfällig für eine wiederholte Auskeimung sind, können die Risiken minimiert werden, auch ohne Bewässerung. Aus diesem Grund rät die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW von Sorten ab, die als zu anfällig für dieses Phänomen erachtet werden.
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