Donnerstag, 19. Oktober 2017


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"So funktioniert der Winter" - Elefant und Eisbär gehen auf Startposition

Wintervorbereitungen an den Berliner Flughäfen laufen auf Hochtouren / 80 Fahrzeuge in diesjähriger Wintersaison im Einsatz / 200 Mitarbeiter stehen für den Winterdienst bereit

Berlin, (lifePR) - Für die Berliner Flughäfen beginnt die Wintersaison immer am 1. Oktober eines jeden Jahres. Dann müssen die Lager mit Enteisungs- und Streumitteln aufgefüllt, die Mitarbeiter geschult und die Fahrzeuge einsatzbereit sein. Die Einsatztruppe mit 200 Mitarbeitern und 80 Spezialfahrzeugen sorgt während der kalten Jahreszeit für freie Start- und Landebahnen, Zufahrtswege und Parkpositionen. Die Enteisung der Flugzeuge selbst übernimmt an den Berliner Flughäfen die GlobeGround Berlin GmbH, hier heißen die Enteisungsfahrzeuge "Elefanten" und die Mitarbeiter "Eisbären". In den zurückliegenden Sommermonaten haben alle "im Trockenen" geübt und wintertypische Situationen durchgespielt.

Der Winter kann kommen

In die frühzeitigen und intensiven Vorbereitungen auf den Winter 2011/2012 sind natürlich auch die Erfahrungen aus dem letzten, sehr harten und lange andauernden Winter eingeflossen. Den Schwerpunkt bei der Prozessoptimierung haben die Berliner Flughäfen in dieser Wintersaison auf ergänzende Leistungen durch Fachbetriebe und externe Dienstleister gelegt. So kommen bei starkem Schnellfall beispielsweise Gartenbaubetriebe aus der Region zum Räumen der Gehwege zum Einsatz. Außerdem haben die Berliner Flughäfen mehrere Lieferanten für Streumittel über Rahmenverträge gebunden und die Lagerkapazität am Flughafen Schönefeld erhöht.

Personalstärke

Pro Standort sind an den Berliner Flughäfen jeweils etwa 30 Spezialgerätefahrer im Schichtdienst im Einsatz. Zusätzlich werden die Kollegen in Tegel und Schönefeld von Mitarbeitern der Flughafenfeuerwehr, des Spezialgeräteservice, durch freiwillige Mitarbeiter sowie saisonale Fachkräfte unterstützt. Insgesamt sind es an beiden Bestandsflughäfen etwa 200 Mitarbeiter, die - wenn nötig rund um die Uhr - die Flughäfen freihalten können.

Für den Winterdienst setzen die Berliner Flughäfen gezielt auf den Einsatz von erfahrenen und gut ausgebildeten Stammkräften.

Winterdiensttechnik und Flächenenteisung

Die Winterdiensttechnik an den Berliner Flughäfen umfasst etwa 80 Spezialfahrzeuge. Dazu zählen neben den eindrucksvollen Kehrblasgeräten auch einige Großflächenstreuer, Einsatzleitfahrzeuge, Schneefräsen und Schneeschleudern, Geräte zur Schneeverladung und zum Schneetransport sowie Geräte zur Räumung der flughafeneigenen Kommunalflächen und Fußgängerbereiche.

Um die Verfügbarkeit der insgesamt etwa 270 Hektar Flugbetriebsflächen (SXF: 140 Hektar, TXL: 130 Hektar) zu gewährleisten, verwenden die Berliner Flughäfen neben den mechanischen Räumverfahren Flächenenteisungsmittel auf der Basis von Kalium- und Kalziumformiaten als Granulat oder Flüssigkeit. Enteisungsmittel werden bei Bedarf innerhalb von 48 Stunden nachgeliefert. Gelagert werden insgesamt etwa 180 Tonnen Granulat und 350 Tonnen Flüssigenteisungsmittel. Die Lager sind aktuell vollständig gefüllt.

Eigene Werkstatt erhöht Verfügbarkeit

Die Berliner Flughäfen setzen auf eine eigene Fahrzeugflotte und einen eigenen Fahrzeugservice. So wird eine große Unabhängigkeit und Flexibilität für Winterdiensteinsätze und die Reparatur von Fahrzeugen sichergestellt. Die Reaktionszeit wird auf ein Minimum verkürzt und die Einsatzbereitschaft gewährleistet.

Die Berliner Flughäfen erhalten ständig und fortlaufend präzise Wettervorhersagen, Trendanalysen und Informationen über detaillierte Temperatur- und Niederschlagsverläufe zur genauen Einsatzplanung.

Flugzeugenteisung

Die Flugzeugenteisung selbst übernimmt an den Berliner Flughäfen die GlobeGround Berlin GmbH (GGB). Insgesamt stehen für die Flugzeugenteisung 16 Enteisungsfahrzeuge zur Verfügung - elf am Standort Tegel und fünf am Standort Schönefeld. In Tegel werden 269.300 Liter Enteisungsflüssigkeit (Aircraft De-Icing Fluid, kurz: ADF) gelagert; in Schönefeld umfasst das Lager 184.000 Liter. Geplant ist, das Notlager, welches letzte Wintersaison rund 240.000 Liter ADF erfasste, noch zu erweitern. Der Verbrauch von ADF ist abhängig von Niederschlag, Temperatur und Wind. Beispielsweise muss bei trockener Kälte unter null Grad nicht automatisch enteist werden. Hingegen kann eine Enteisung unabdingbar sein bei Temperaturen über null Grad und Schneeregen. Daher werden zu Beginn dieser Wintersaison zwei Typen von Enteisungsflüssigkeiten verwendet. Je nach Wetterverhältnisse bieten diese unter anderem Schutz gegen eine Wiedervereisung der Flugzeuge.

Winter am BER

Die Lagerkapazität für Flächenenteisungsmittel am neuen Flughafen Berlin Brandenburg wird knapp 600 Tonnen betragen. Damit verdoppelt sich die Lagerkapazität im Vergleich zu den Standorten Tegel und Schönefeld. Die Unterstützung durch externe Dienstleister bei der Bewirtschaftung kommunaler Flächen wird ausgebaut.

Die Lagerkapazitäten der GGB für Enteisungsflüssigkeit werden am BER insgesamt 950.000 Liter umfassen (insgesamt 450.000 Liter in Haupt- und Nebenlagern und 500.000 Liter im Notlager). Die Anzahl der Enteisungsfahrzeuge wird von 16 auf 20 erhöht.

Rückblick Winter 2010/2011

Im Dezember 2010 hatte eine lang anhaltende und niederschlagsreiche Winterwetterlage Europa fest im Griff. Dies wirkte sich auch stark auf den europäischen Luftverkehr aus. Vielerorts kam es immer wieder zu Flugausfällen und Verspätungen. Hinzu kam ein europaweiter Engpass bei der Produktion und Lieferung von Flüssigkeiten für die Flugzeugenteisung. Da sich die extreme Winterwetterlage auf ganz Europa ausgedehnt hatte, wurde die gesamte Verkehrslogistik beeinträchtigt. Trotzdem gelang es den Berliner Flughäfen, zu jeder Zeit den Betrieb aufrecht zu erhalten.

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