Mittwoch, 13. Dezember 2017


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BBI-Schallschutzprogramm für Privathaushalte gestartet

1.000 Tage BBI-Bauarbeiten / Die ersten 100 Selchower erhalten jetzt ihre Kostenübernahmevereinbarungen / Kostenerstattung für Feuerwehr Selchow unterzeichnet

Berlin, (lifePR) - Nachdem die Berliner Flughäfen in der vergangenen Woche bereits das Schallschutzprogramm für die besonderen Einrichtungen gestartet haben, beginnt nun die Realisierung des Schallschutzes für Privathaushalte. Der Startschuss fällt im Flughafendorf Selchow. In den nächsten Tagen erhalten 100 Selchower Haushalte ihre Kostenerstattungsvereinbarungen, die die Grundlage für den Einbau von Schallschutzvorrichtungen sind. Damit werden bereits in diesem Monat die ersten Schallschutzfenster in Selchow eingebaut. Die Flughafenanwohner können aus einem Pool von 15 Baufirmen wählen, die mit den Berliner Flughäfen einen Rahmenvertrag zur Realisierung des Schallschutzprogramms abgeschlossen haben.

"Nach der Umsiedlung von Diepensee ist Selchow das neue Flughafendorf", sagte Prof. Dr. Rainer Schwarz, Sprecher der Geschäftsführung der Berliner Flughäfen, anlässlich des Auftaktes für das Schallschutzprogramm in Selchow. "Dem Ort gebührt daher unsere besondere Aufmerksamkeit. Keine Frage, dass wir hier mit den Schallschutzmaßnahmen für die Privathaushalte starten." Gemeinsam mit Dr. Udo Haase, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld unterzeichnete Schwarz daher auch die Vereinbarung zum Einbau von Schallschutzfenstern im Feuerwehrgerätehaus Selchow.

Dr. Udo Haase, Bürgermeister der Gemeinde Schönefeld: "Für Selchow und die anderen umliegenden Gemeinden ist der Start des Schallschutzprogramms für Privathaushalte ein wichtiges Signal. Wir freuen uns, dass nach der Phase der Bestandsaufnahme nun durch die Kostenerstattungsvereinbarungen auch schon bald die ersten Ergebnisse sicht- und hörbar werden."

Ab Herbst 2009 folgt dann die Realisierung des Schallschutzprogramms in Bohnsdorf, dem direkten Flughafennachbarn auf der Ostseite des Airports BBI. Insgesamt investieren die Berliner Flughäfen in den kommenden Jahren über 100 Millionen Euro in den Schallschutz. Das Schallschutzprogramm - wie im Planfeststellungsbeschluss für den Flughafenausbau festgelegt - umfasst 50 Flughafen-nahe besondere Einrichtungen wie Kitas, Schulen und Pflegeheime sowie 25.000 Privathaushalte in den Einflugschneisen. Hinzu kommen Entschädigungen für die stärkere Lärmbelastung von Außenwohnbereichen wie Terrassen und Balkone.

Alle Anwohner der Schutzgebiete haben als Eigentümer eines Wohngebäudes bzw. Grundstückes Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen und müssen dafür einen formlosen Antrag bei den Berliner Flughäfen an folgende Adresse einreichen:

airportworld bbi
Besucherzentrum der Berliner Flughäfen
Flughafen Schönefeld
12521 Berlin

In der airportworld bbi können sich Anwohner täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr sowohl telefonisch unter 030 6091-2070 als auch vor Ort zum Schallschutzprogramm beraten lassen.

Zahlen Daten Fakten: Die Schutz- und Entschädigungsgebiete für den BBI

Schutz- und Entschädigungsgebiete

Das Schallschutzprogramm richtet sich an alle Haus- und Wohnungseigentümer innerhalb des Tag- und Nachtschutzgebietes. Diese Eigentümer haben dem Grunde nach Anspruch auf die Durchführung oder Erstattung von Schallschutzmaßnahmen. Vor Fluglärm geschützt werden alle Wohn-, Büro-, Praxis- und sonstige nicht nur vorübergehend betrieblich genutzte Räume sowie zum Schlafen genutzte Räume. Die Häuser bzw. Wohnungen, die innerhalb des Entschädigungsgebietes Außenwohnbereich liegen, haben zusätzlich Anspruch auf einen einmaligen Entschädigungsbetrag für einen vorhandenen Außenwohnbereich.

Gemäß Planfeststellungsbeschluss vom 13. August 2004 sind folgende Schutz- und Entschädigungsgebiete für die Anwohner des BBI vorgesehen:

Tagschutzgebiet

Das Tagschutzgebiet umfasst das Gebiet, das von der Grenzlinie eines für die Tagstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 60 dB(A) außen umschlossen wird. Innerhalb dieses Gebietes wird nach Antragstellung durch den Eigentümer das Erfordernis von Schallschutzvorrichtungen für Wohnräume, Büroräume, Praxisräume und sonstige nicht nur vorübergehend betrieblich genutzte Räume im Rahmen des Schallschutzprogrammes BBI geprüft und die Einhaltung des Schutzziels Tag gewährleistet.

Nachtschutzgebiet

Das Nachtschutzgebiet umfasst die Gebiete, die von der Grenzlinie eines für die Nachtstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 50 dB(A) außen oder von den Grenzlinien, die sechs Lärmereignissen pro Nacht mit einem A-bewerteten Maximalpegel von 70 dB(A) außen für jeweils eine Nacht mit Flugbetrieb in Richtung Westen oder Osten entsprechen, umschlossen werden. Innerhalb dieses Gebietes wird nach Antragstellung durch den Eigentümer das Erfordernis von Schallschutzvorrichtungen für Schlafräume einschließlich der Übernachtungsräume in Beherbergungsstätten im Rahmen des Schallschutzprogrammes BBI ermittelt und die Einhaltung des Schutzziels Nacht gewährleistet.

Hinweis: Der Punkt Nachtflugbetrieb und Lärmschutz für die Nacht (Definition des Schutzziels im Innenraum) wurde beklagt und mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 16. März 2006 an die zuständige Behörde zur Neuentscheidung zurückverwiesen. Darüber wird in den kommenden Monaten neu entschieden.

Entschädigungsgebiet Außenwohnbereich

Das Entschädigungsgebiet Außenwohnbereich umfasst das Gebiet, das von der Grenzlinie eines für die Tagstunden der sechs verkehrsreichsten Monate ermittelten energieäquivalenten Dauerschallpegels von 65 dB(A) außen umschlossen wird. Innerhalb dieses Gebietes haben die Eigentümer nach Antragstellung Anspruch auf pauschale Entschädigung für die Nutzungsbeeinträchtigung des Außenwohnbereiches. Für Kleingärten nach Bundeskleingartengesetz wird eine Entschädigung pro m2 Gartenfläche bezahlt. Antragsberechtigt sind Eigentümer, die innerhalb des Entschädigungsgebietes Außenwohnbereich über ein Grundstück verfügen, das zum Stichtag 15.05.2000 mit Wohngebäuden bebaut oder bebaubar war (Balkone, Terrassen etc.) bzw. ab dem 15.05.2000 genutzt wurde (Kleingärten).

Hinweis: Der Punkt Anspruchsgebiet für die Entschädigung des Außenwohnbereichs wurde beklagt und mit der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig vom 16. März 2006 an die zuständige Behörde zur Neuentscheidung zurückverwiesen. Darüber wird in den kommenden Monaten neu entschieden.

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