Sonntag, 26. März 2017


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Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft

FIAN fordert die künftige Bundesregierung zur Unterstützung einer neuen Menschenrechtserklärung auf

(lifePR) (Köln, ) Landarbeiter gehören weltweit zu den am schlechtesten bezahlten Berufsgruppen. Gleichzeitig sind sie vielfältigen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Ihr Recht auf Nahrung sowie weitere Arbeits- und Menschenrechte werden vielfach verletzt. Anlässlich des Internationalen Tags für menschenwürdige Arbeit fordert die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN daher die künftige Bundesregierung auf, die Erarbeitung der Erklärung der Rechte von Kleinbauern/Kleinbäuerinnen und Menschen, die in ländlichen Regionen arbeiten, im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zu unterstützen.

Von den weltweit rund eine Milliarde Beschäftigten in der Landwirtschaft arbeiten knapp 50 Prozent in lohnabhängigen Arbeitsbeziehungen. Rund 30 Prozent von ihnen sind Frauen. Trotz global steigender Produktivität der Agrarwirtschaft liegen die Löhne der Arbeiter/innen häufig unter dem Existenzminimum. Weniger als 20 Prozent der Landarbeiter/innen haben Zugang zu sozialer Sicherung. Wenn sie für ihre Rechte eintreten werden sie häufig krimina-lisiert, in Ländern wie Kolumbien oder Brasilien sogar ermordet. "Diese andauernden Verlet-zungen grundlegender wirtschaftlicher und sozialer Rechte von Landarbeiter/innen dürfen nicht länger hingenommen werden", protestiert Gertrud Falk von FIAN Deutschland gegen diese Missstände. "Die Menschenrechte von Landarbeitern und Landarbeiterinnen müssen endlich international anerkannt werden."

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat aufgrund dieser gravierenden Rechtsverletzungen im Oktober 2012 beschlossen, eine internationale Erklärung zu erarbeiten, in der die Rechte von Kleinbauern/Kleinbäuerinnen und Menschen, die in ländlichen Regionen ar-beiten, dargelegt werden (Resolution A/HRC/RES/21/19). Die Europäische Union hat sich gegen diese Entscheidung ausgesprochen. "FIAN fordert die künftige Bundesregierung auf, das Verfahren im Menschenrechtsrat zu unterstützen und die Rechte von Landarbeiter/innen zu stärken.", insistiert Falk.

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