Mittwoch, 24. Mai 2017


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FIAN fordert vom Blumenhandel Solidarität mit Betrieben in Entwicklungsländern

(lifePR) (Köln, ) Angesichts des europaweiten Flugverbots fordert die Menschenrechtsorganisation FIAN den Blumenhandel auf, die entstandenen Umsatzausfälle nicht den Blumenproduzenten in Übersee allein aufzubürden. Der deutschen Blumen- Groß- und Importhandelsverbands (BGI) hatte am Montag angekündigt, dass seine Mitgliedsbetriebe verstärkt Qualitätskontrollen vornehmen wollen um "keine überlagerte Ware aus den Produktionsländern in den deutschen Handel gelangen zu lassen".

"Wenn die Schnittblumen zurückgewiesen werden, leiden darunter vor allem die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Blumenbetrieben Afrikas und Lateinamerikas" erklärt Gertrud Falk, Koordinatorin der europäischen Kampagne "fair flowers" bei FIAN. "Wir haben in der Vergangenheit beobachtet, dass Umsatzeinbußen unmittelbar an die Beschäftigten in Form von Lohnkürzungen und mangelndem Gesundheitsschutz weitergegeben werden." Angesichts der durch höhere Gewalt verursachten Flugausfälle fordert FIAN vom deutschen Blumenhandel die Kosten nicht allein auf die Produzenten abzuwälzen.

Insbesondere die Betriebe, die hohe Sozial- und Umweltstandards erfüllen, dürfen jetzt nicht allein gelassen werden. Dazu gehören vor allem die zertifizierten Betriebe des Flower Label Program (FLP) und des fairen Handels. Gertrud Falk ergänzt: "Der Blumenhandel schreibt sich die Unterstützung hoher Sozial- und Umweltstandards in der Produktion auf die Fahnen. Dies muss er in dieser Ausnahmensituation auch durch solidarisches Verhalten unter Beweis stellen."

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