Dienstag, 12. Dezember 2017


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Raus ins Freie mit Pat Metheny

Sonntag, 29. Oktober 2017, 19 Uhr

Baden-Baden, (lifePR) - Gitarren-Superstar Pat Metheny versammelt für seine aktuelle Tour drei Musiker um sich, die jede Volte seiner Improvisationen nehmen können. Für das Konzert des Quartetts um den amerikanischen Jazzgiganten am 29. Oktober um 19 Uhr im Festspielhaus Baden-Baden gibt es nur eine Regel: Alles ist möglich, die Musik entsteht im Moment, auf der Bühne.

Wer heute Jazz-Gitarre denkt, denkt Pat Metheny. Seit Mitte der 70er-Jahre, als er die Szene betrat, hat der amerikanische Musiker 20 Grammys eingeheimst. Er ist so vielseitig wie wenige, sein Gitarrensound aber ist klassisch, warm, weich – in dieser Beziehung ist er ein Hüter der Jazz-Tradition. Der Gitarrist, der noch immer den Eindruck hat, sein Instrument sei eigentlich ein „Außenseiter“ im Jazz, spielte sein erstes Album 1976 „Bright Size Life“ mit dem notorisch schwierigen, in seiner Virtuosität unerreichten Jazzrock-Bassisten Jaco Pastorius ein. Dazu gehört Mut. Den hat Metheny, der stets so heiter und gelassen wirkt, auch in der Berührung mit Musikern anderer Stile und Genres bewiesen. Er arbeitete mit dem Minimal-Music-Pionier Steve Reich zusammen, mit David Bowie und Joni Mitchell, aber auch mit Großen des Jazz wie Vibraphonist Gary Burton, der den jungen Gitarristen in den 1970ern in seine Band aufnahm, mit dem Free-Jazzer Ornette Coleman, mit Drummer Jack DeJohnette und Pianist Herbie Hancock. Als einer der ersten setzte Metheny den Gitarrensynthesizer ein, dann ließ er sich ein riesiges „Orchestrion“ bauen, als Reverenz an die Musikautomaten des 19. Jahrhunderts. Mit dieser gigantischen Installation stand er 2010 zuletzt auf der Bühne des Festspielhauses Baden-Baden – allein zwischen hunderten von Percussions-, Tasten- und Saiteninstrumenten, die er mit den elektrischen Impulsen seiner E-Gitarre ansteuerte.

Im Festspielhaus hat er drei Bandkollegen neben sich, eine Rückbesinnung zu den klassischen Ausdrucksmöglichkeiten im Jazzquartett mit Schlagzeug, Bass und Klavier plus eins. In jeder anderen Hinsicht gibt es an diesem Abend aber „kein zurück“. Denn die Improvisation gibt die Richtung vor: hinaus ins Freie, ohne Grenzen. „Ich dachte mir, es wäre doch toll und interessant, wirklich ausgesuchte Musiker um mich zu versammeln, die alles nachvollziehen können, was ich jemals gemacht habe.“  Um dann, erklärt Metheny weiter, „gemeinsam etwas zu entwickeln, was darüber hinausgeht.“

Mit an Bord dieser musikalischen Entdeckungsreise ist Antonio Sanchez, ein Vertrauter Methenys seit beinah zwanzig Jahren. Der in Mexiko geborene Drummer wird zu den weltweit Besten gezählt, seine Virtuosität ist atemberaubend. Wie sensibel und musikalisch er damit umgeht, hat ein breites Publikum im „Oscar“-gekrönten Spielfilm „Birdman“ erfahren. Sanchez lieferte den Soundtrack dazu: Ein Schlagzeugsolo, das die 120 Minuten des Films subtil begleitet. Die beiden anderen im Quartett sind Teil einer ganz jungen Jazz-Generation. Bassistin Linda May Han Oh hat Pat Metheny auf seinen Streifzügen durch New Yorker Jazzclubs gehört, wo sie ihn nicht nur durch ihr Spiel, sondern auch wegen ihrer Fähigkeit überzeugt hat, einen Draht zum Publikum zu finden. Gwilym Simcock gehört zur Crème der jungen britischen Jazz-Szene. Auf den Waliser war Metheny schon vor einiger Zeit aufmerksam geworden, nach einem Gig in London gab es dann endlich Gelegenheit für eine gemeinsame Session. Man warf einander die Bälle zu, das Spiel nahm kein Ende – die aktuelle Fortsetzung ist jetzt im Festspielhaus zu erleben.

Wegen der riesigen Nachfrage für das Konzert wurde der 2. Balkon geöffnet – das größte deutsche Opernhaus, voll bis an den Rand für den Jazz von Pat Metheny und seinem Quartett.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

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