Sonntag, 28. Mai 2017


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Feder & Schwert sagt Teilnahme an Buchmesse Frankfurt ab

(lifePR) (Mannheim, ) Seit über einem Jahrzehnt hält Feder & Schwert als einer der wenigen kleineren Verlage auf der Frankfurter Buchmesse die Fahne der Phantastik hoch. Mit den Jahren wurde unser Stand, in den letzten Jahren traditionell gegenüber den Kollegen von HEYNE, zur Anlaufstelle für Fans, Autoren und Kollegen anderer Verlage gleichermaßen. In diesem Herbst 2015 wird sich das ändern.

Feder & Schwert wird in diesem Jahr nicht mit einem eigenen Stand auf der Buchmesse vertreten sein; wir sind lediglich an einigen Tagen anwesend.

Die Gründe dafür sind mannigfaltig. Zunächst liegt es daran, dass die stetig steigenden Kosten des Messebesuches in keiner Weise gegenfinanziert werden, dass es sich schlicht "nicht rechnet", diese fünf Tage Frankfurt teuer zu erkaufen. Deshalb hat sich Feder & Schwert diesmal entschlossen, den hohen Betrag nicht einzusetzen.

Wer sich mit dem Thema näher beschäftigt, stellt fest, dass immer mehr Kolleginnen und Kollegen ihre Stände verkleinern oder der Messe gleich ganz fernbleiben. 2015 dürfte der Schweizer Diogenes-Verlag der bekannteste sein, der sich vom Geschehen in Frankfurt zurückzieht, aber auch die Kollegen von Perry Rhodan, gerade in unserem Teil der Branche eine feste Messe-Größe, haben sich entschlossen, dieses Jahr nicht auszustellen.

Warum?

Als wir Ende der 90er Jahre beschlossen, in Frankfurt auszustellen, geschah das, weil der Messeauftritt drei Aufgaben erfüllen sollte:

- Geschäftsanbahnung und Gespräche mit Buchhändlern
- Lizenzverhandlungen
- Endkundenkontakte

Unser Fazit aus anderthalb Messejahrzehnten hierzu:

Der Anteil phantastikinteressierter Buchhändler am Messepublikum ist verschwindend gering. Es werden allenfalls Kataloge mitgenommen, die wir günstiger in die Läden und Filialen bringen können.

Die Lizenzgeschäfte erledigen wir unterm Jahr im engen, guten Kontakt mit Agenturen und Autoren - sie lassen sich gar nicht auf die Messe beschränken, und außerhalb der 5 Tage Frankfurt finden viel entspanntere und fruchtbarere Gespräche statt. Ein Messestand ist dafür nicht nur nicht zwingend erforderlich, sondern eher kontraproduktiv.

Bleiben die Gespräche mit den sogenannten Endkunden. Sie sind nach wie vor bedeutend, aufschlussreich und machen Spaß. Aber Endkunden sind nicht Zielgruppe der Messe. Auch der Verkauf an diese, der die Messe zum einen refinanzierbarer und zum anderen für Endkunden interessanter machen würde, ist aus antiquierten Gründen verpönt.

Zudem hat sich in den Jahren 2013 und 2014 der Comic-Bereich drastisch verkleinert. Dadurch veränderte sich das Umfeld unseres Messestandes - die nahegelegenen Stände der großen Comic-Verlage waren zuvor stets Besuchermagnete gewesen. So aber ging ein weiterer Teil Besucher mit themenverwandten Interessen verloren.

Diese ökonomische wie inhaltliche Konstellation gilt es zu berücksichtigen. Wir ziehen daraus die Erkenntnis, dass sich die Buchmesse in der aktuellen Form für uns nicht lohnt.

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