Samstag, 27. Mai 2017


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Zukunftsstudie: Hamburger Journalisten sehen schwarz

(lifePR) (Hamburg, ) Sinkende Auflagen, schlechte Ausbildung und wachsende Renditeforderungen - wenn es nach den Hamburger Journalisten geht, steht es schlecht um ihre Berufszunft. In keiner anderen Medienmetropole blicken die Befragten pessimistischer in die Zukunft. So sehen zwei von drei Medienschaffenden in der Hansestadt im Outsourcing von Redaktionen die größte Gefahr für den Journalismus. Zudem fühlen sich mehr als die Hälfte der norddeutschen Journalisten durch eine schlechte Ausbildung und die Abkehr vom Qualitätsjournalismus bedroht. Dies sind Ergebnisse des aktuellen Medien-Trendmonitors, in dem Faktenkontor und die dpa-Tochter news aktuell regelmäßig mehr als 3.000 Fach- und Führungskräfte aus der Medienbranche befragen.

Die Hamburger Journalisten sehen dabei im deutschlandweiten Vergleich besonders pessimistisch in die Zukunft. Während in der Hansestadt 66 Prozent das Outsourcing von Redaktionen mit Sorge beobachten, sind es in den übrigen Regionen weniger als 50 Prozent. Auch hinsichtlich der Auflagenentwicklung zeigt sich ein ähnliches Bild. Etwa jeder zweite Hamburger Redakteur sieht in der sinkenden Reichweite von Zeitungen und Zeitschriften eine Gefahr für den etablierten Journalismus. Deutschlandweit sagt das nur jeder Dritte.

Dabei kommt der Einschätzung der Hamburger Journalisten eine besondere Bedeutung zu. Denn zahlreiche große Verlagshäuser haben in der Hansestadt ihren Sitz. So werden zum Beispiel neun von zehn der auflagenstärksten und meistverkauften Printtitel an der Alster produziert. Trends, die sich hier zeigen, sind mittelfristig in der gesamten Branche zu spüren.

Entgegen dieser pessimistischen Einschätzungen setzten die Hamburger Medienschaffenden ihre Hoffnungen auf die Neuen Medien. Die überwiegende Mehrheit der Befragten befürwortet die Investitionen der Verlage in Internetangebote. So empfindet nur jeder Zehnte das Internet und nur jeder Neunte Web 2.0-Formate als Gefahr. Vielmehr werden die Neuen Medien aktiv in die redaktionelle Arbeit eingebunden und als Ergänzung betrachtet. Acht von zehn Hamburger Journalisten nutzen Web 2.0-Angebote bereits für ihre tägliche Arbeit. Jeder Zweite bezeichnet Internet-Videos als ganz normale Medieninhalte.

Grafik: Journalismus die größten Gefahren
Outsourcing: 66% (Hamburg), 46% (übrige Regionen) Abkehr von Qualität: 57% (Hamburg), 47% (übrige Regionen) schlechte Ausbildung: 53% (Hamburg), 48% (übrige Regionen)

Hintergrundinformationen
Die Daten sind Ergebnisse des jüngsten Medien-Trendmonitors der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor entwickelt. 3.039 Redakteure und freie Journalisten nahmen vom 14. Januar bis zum 10.Februar 2008 am Medien-Trendmonitor teil.

Faktenkontor GmbH

Faktenkontor: Spezialagentur für Research, Studien und Kompetenz-PR:

Das Faktenkontor ist eine Beratungsgesellschaft für Unternehmens- und Vertriebskommunikation und entstand am 1. Januar 2003 als Ausgründung der Unternehmensberatung Mummert Consulting. Das Team übernimmt die gesamte Leistungspalette klassischer Pressearbeit, mit dem Ziel, die Kompetenz seiner Kunden in den Medien herauszustellen. Hierfür wird - soweit erforderlich - über Recherche und Studien mit namhaften Medienpartnern die notwendige Faktenbasis gelegt. Derzeit betreut das Unternehmen mehr als 50 Kunden.

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