Samstag, 22. Juli 2017


  • Pressemitteilung BoxID 99680

Neuer Aspekt in der Maya-Forschung

Neuss, (lifePR) - .
Kamen die Maya doch aus Westen über den Pazifik?
Von Sieglinde Riedel

Abstract

Mit dieser Arbeit wird ein bisher unberücksichtigter Aspekt in die Maya-Forschung eingebracht, der die Mayawerke in neuem Licht ermöglicht und zu weitergehendem Verständnis der Maya-Kultur führen wird. Sie stützt sich auf die Resultate des Psychologen Max F. Long, der auf Hawaii Wundern begegnete, die den Kahunas, Hütern des Geheimnisses, zugeschrieben wurden. Die Kahunas wussten von drei selbständigen und sehr verschiedenen Geistern oder Seelen des Menschen, die von Sünden wie Komplexen frei gehalten werden müssen. Die drei-einigen Selbste wurden gezielt eingesetzt ihren Anteil am Gebet zu leisten, um u.a. Sofortheilungen, Prophezeihungen und Wetterbeeinflussung zu vollbringen. Long sieht Parallelen der Kahuna-Magie zur christlichen Lehre Jesu und auch zur Magie eines nordafrikanischen Berberstammes. Andererseits scheinen Darstellungen der Maya erst durch das von Long berichtete Geheimnis der Kahuna und deren Herkunft sinnvoll interpretierbar. Durch Ähnlichkeiten in Astrologie, Religion und Sprache der Maya-Kultur mit u.a. ägyptischen, mesopotamischen und indischen Elementen erhält das Anerkennen vorchristlicher Seereisen neue Argumente.

Abkürzungen: kah.: in Sprache und Verständnis der Kahuna; may.: in Beziehung zu Maya, mayanisch; mepo.: mesopotamisch; sym.: Symbol, symbolisch.

Einführung

Vor einiger Zeit wurden im Selbstverständnis Zweifel wach, ob unsere Kultur wirklich so fortschrittlich ist, wie wir sie uns gerne darstellen. Die ägyptischen Pyramiden sind ein noch immer nicht gelöstes Rätsel und über die Seele des Menschen werden kaum Vermutungen geäußert. Seit Sigmund Freud wissen wir nun immerhin seit Anfang des 20. Jahrhunderts von den drei Bewusstseinsebenen Ich, Es und Über-Ich. Diese waren den Menschen Hawaiis jedoch bereits seit Jahrtausenden bekannt und wurden von ihnen offenbar gezielt eingesetzt, um außergewöhnliche Taten zu vollbringen. Das Wunder z.B. der Sofortheilung von Krankheit ist bei uns nicht völlig unbekannt, wird jedoch lediglich der Gnade Gottes, als vom Menschen kaum beeinflussbar gesehen. Die Zauberer Hawaiis, die Kahunas, die Hüter des Geheimnisses, waren anderer Ansicht. Mit Hilfe ihrer Magie erblickten sie die Zukunft und heilten Krankheiten - durch Gebete, deren Wirkung unsere großartige Heilkunst hoffnungslos rückständig aussehen lässt.

Der Psychologe Max F. Long lebte einige Jahre auf Hawaii und versuchte, das Geheimnis der unbeschreiblichen Kraft zu ergründen. Jesus von Nazareth bezeichnet er als Eingeweihten des Geheimnisses. Es scheint, dass die Priester der Hawaiianer "viele Jesusse" waren. Doch Longs Berichte besitzen auch eine so große Affinität zu den Erzeugnissen der Maya, dass man meint, seine Berichte bezögen sich auf diese.

Auf diese Übereinstimmung zwischen Lehre hawaiianischer Kahunas und mayanischer Darstellung will diese Arbeit aufmerksam machen. Sie will zu einem klareren Bild der versunkenen Kultur beitragen und ein unglaublich hohes menschliches Sein der Maya erkennbar werden lassen. Um dem Rätsel der Maya näher zu kommen scheinen weitere astrologische, religiöse und sprachwissenschaftliche Analysen unumgänglich; eigene Beiträge sind geplant.

Der Autor und hawaiianische Wunder

Der Psychologie Max F. Long (1890 - 1971) ging 1918 als Lehrer auf die hawaiianischen Inseln. Dort hörte er von wundersamen Taten der Kahunas , den Hütern des Geheimnisses, die diese angeblich und mit magischen Kräften vollbringen. Auf der Suche nach kompetenter Auskunft begegnete er dem Kurator W. T. Brigham, der sich bereits viele Jahre mit dem Zauber, der unerklärlichen Kraft beschäftigte, bei dem das Sehen in Vergangenheit und Zukunft, Spontanheilungen und Feuergehen quasi an der Tagesordnung waren. Brigham bestätigte Long das Gehörte als Tatsache und führte ihn in eigene Erkenntnisse ein.

Obwohl Brigham Zeuge verschiedener Heilungszeremonien war und selber über glühende Lava ging, konnte er die Ursache der Kraft nicht erkennen. Er war jedoch sicher, dass nach drei Elementen Ausschau zu halten sei: ein den Prozess steuerndes Bewusstsein, eine bestimmte Art von Kraft durch welche die Wunder bewirkt werden und eine sichtbare oder unsichtbare Substanz, durch welche die Kraft wirksam wird. Dieses stellte sich als richtig heraus.

Nach Longs erster Veröffentlichung 1936 entwickelte sich mit dem englischen Journalisten William R. Stewart ein reger Austausch. Stewart wurde offenbar einst in die geheime Lehre der Kahunas eingeführt - bei einem Berberstamm in Nordafrika. Die Ähnlichkeit bestimmter Begriffe und die Ähnlichkeit ihrer Magie veranlasste Long zu der Vermutung, dass die beiden Völker mindestens in Berührung kamen, möglicherweise auch gleichen Ursprungs sind. 1 Später gründete Long die Gesellschaft "Huna-Research Associates", HRA, deren Mitglieder Longs Erkenntnisse übten und Erfahrungen austauschten; überraschend positive Ergebnisse traten häufig auf. Aus den Maya-Werken läßt sich allerdings erkennen, dass die Kunst eine andere ist bei dem, der bereits nach ihr gezeugt wurde (bei den Maya war das Priesteramt erblich) und der sein Leben nach ihr ausrichtet, als bei dem, der irgendwann einmal von ihr hört und sie ein wenig übt.

Legenden

Nach Long lebten die Kahunas in und mit zwölf Stämmen im Gebiet jetziger Sahara. Als die Flüsse auszutrocknen begannen, wanderten elf Stämme auf die in visionärer Schau gesehenen, isolierten und damals unbewohnten Inseln Hawaiis aus. - Nach Long gibt es elf polynesische Stämme; ein Stamm wanderte in das Atlas-Gebirge im nördlichen Afrika.

Zunächst halfen die Stämme mittels ihrer Magie beim Bau der Pyramiden, bevor sie ihre Seereise im Roten Meer begannen. Ihr Weg führte sie über Indien und Japan nach Hawaii, das sie mit Kenntnis der Gestirne und mit Hilfe ihrer Magie glücklich erreichten. - Nach Legenden der Maya kamen die Ahnen-Götter von Westen über das Meer. Es gibt, so Long, im gesamten pazifischen Raum polynesische Worte und Ideen, und die Polynesier übernahmen Worte, Anschauungen und Riten von jenen Völkern. Dieses könnte verschiedene Erscheinungen der mayanischen Kultur erklären, die anderen Kulturen zugehörig scheinen; so z.B. Gesten indischen Tanzes, chinesische Physiognomien oder Elefantenrüssel-Figuren, deren Herkunft immer noch ungeklärt ist; wollten die Maya Tapirnasen abbilden, hätten sie es sicherlich gemacht.

Die geheime Lehre der Kahunas

Die Lehre der Kahunas ist identisch der Lehre Jesu Christi, welches von Long anhand vieler Beispiele ausgeführt wird und damit wohl weitgehend als belegt gelten kann. Da wir kaum nach der Lehre Jesu leben und unsere Gebete mehr oder weniger leere Worte ohne mentale Kraft sind, werden sie selten erfüllt und besitzen schon gar noch seltener Wunderwirkung. Bei den Kahunas ist das Gebet das große Geheimnis, mit ihnen vollbrachten die Kahunas ihre Wundertaten. Für dieses effektive Gebet werden sorgfältig gewählte Wünsche verbalisiert und visualisiert, es ist aktive, schöpferische Tätigkeit.

Die Kahunas wussten von und arbeiteten mit drei Geistern; diese Bewusstseinsebenen werden nach Sigmund Freud das Es, Ich und Über-Ich genannt2. Andere Komponenten widersprechen nicht moderner Psychologie, sondern scheinen logisch integrierbar wie die Entstehung und auch die Beseitigung von Komplexen, welches für die Gesellschaft der Kahunas existenziell wichtig war: ohne Beseitigung von Fixationen keine Heilung. Andere Aspekte werden in verschiedenen Religionen gelehrt, so z.B., dass der Mensch spirituelle Weiterentwicklung anstreben solle. Der Mensch findet seine höchste Kraft, seine Göttlichkeit in der Dreieinigkeit, der Vereinigung seiner drei Geister (Seelen, Selbste). Diese Drei wirken gemeinsam im Sinne positiver Wunscherfüllung. Nach den Maya-Werken zu urteilen aber ist die Vereinigung der drei Menschengeister die Grundlage seiner Göttlichkeit, denn erst die vereinigten drei Geister scheinen Kontakt zu höheren "Himmels-Ebenen" und deren Geistern zu finden. Um dieses zu erreichen, musste die einzige Sünde vermieden werden, nämlich andere oder sich selbst zu schädigen, sei es absichtlich oder auch unabsichtlich, physisch oder psychisch.

Jedes der drei Selbste betrachteten die Kahunas als eigenständiges und individuelles Wesen mit jeweils verschiedenen Fähigkeiten und Aufgaben, die im Sinne des Schutzes und geistiger Entwicklung in einem gesunden und bewussten Leben zusammen arbeiten.

Jedes Selbst besitzt einen eigenen ätherischen Körper aus Aka-Substanz unterschiedlicher Konsistenzen (kah.: aka = schattenhaft; auch: Lichthof oder Ausstrahlung, wie sie von Sonne oder Mond ausgehen; ka = Schnur; auch: sich verzweigender Rebstock). Jeder Geist produziert je eigene Vitalkraftspannung, von den Kahunas Mana genannt. Mana wird durch Wasser (kah., may.: wai) unterschiedlicher Form symbolisiert; Wasser aufsteigend wie aus Quelle: Mana des niederen Selbst, welches an Hohes Selbst gesandt wird; Mana-mana ist partnerschaftlich geteiltes Mana; Regen oder Ströme stellen vom Hohen Selbst als Segen hernieder fallendes Mana-loa dar, welches u.U. Gefäße wie Kelche, Becher oder gar Wannen füllt und die Erfüllung des Gebetes darstellt. Mana-Mana wird symbolisch als verzweigter Baum oder Rebstock dargestellt, wobei der zirkulierende Saft das Mana-Wasser ist.

Alle Selbste sind durch Schnüre (sym.: Kordel, Seile) aus Aka-Substanz miteinander verbunden. Das niedere Selbst eröffnet (wohl in Höhe des Solar Plexus) die Verbindung zum Hohen Selbst. Je öfter die Verbindung genutzt wird, desto stärker wird die Verbindungs-Schnur. Drei (Geister) mal drei (Bewusstsein, Körper, Kraft) ergibt neun. Wird der physische Körper mitgezählt, sind nach Long am Menschen zehn Elemente beteiligt. Die "Zahl des Menschen" ist deshalb eher als Neun oder Zehn anzunehmen denn als Zwanzig.3

Das niedere Selbst

Das niedere Selbst heißt Unihipili. Für dieses Wort werden drei Bedeutungen angegeben: neben Heuschrecke auch Geist und Arm- und Beinknochen (may.: Zusammenhang zur bisher ungeklärten Bedeutung langer Knochen). Die Wurzelworte zeigen z.B. u als eigenständiges und unabhängiges Geistwesen (may.: 3. Pers. sing. und pl., Affix als Subjektiv bei transitiven Verben); nihi wirkt als Diener des bewussten Selbst; pili klebrig, Anheften von Aka-Fäden an alle jemals berührten Wesen und Objekte.

Das niedere Selbst ist eine Art tierischer Geist (may.: Nagual)mit animalischen Anteilen und Antrieben wie Instinkt. Alle Eindrücke und alle Gedanken werden vom niederen Selbst auf kleinste Formen Aka-Substanz geprägt, assoziierte Gedanken oder Gedankengänge werden zu Ketten oder Trauben (auch sym.) zusammengesetzt und gespeichert. Alle Gedankenformen sind miteinander verknüpft (sym.: Spinnennetz). Werden diese einmal nicht vom mittleren Selbst rationalisiert, kann es zu Fixationen und Komplexen kommen (sym.: Fische; wie diese schwer zu fassen). Durch deren unrationalisiertes Gedanken-Gestrüpp wird der Pfad zum Hohen Selbst verlegt (sym.: Dornen, Gestrüpp) und das niedere Selbst kann die Verbindung zum Hohen Selbst nicht aufnehmen.

Nur das niedere Selbst ist in der Lage, aus Atem und Nahrung die Vitalkraft Mana zu erzeugen, welches bewusst forciert werden kann. Sie wird von ihm an das Hohe Selbst geleitet. Es ist die Gabe, das Opfer, welches dem Hohen Göttlichen Selbst im Gebet dargebracht wird. Wird die Gabe angenommen, wird dieses Mana vom Hohen Selbst transformiert und als Mana-loa, als Segen (sym.:Regen) an die unteren Selbste zurück gegeben.

Das bewusste Selbst

Das mittlere Selbst, Uhane, ist ein selbständiger "sprechender Geist". Dieser rationalisiert alle Eindrücke, die das niedere Selbst als Träger der Sinnesorgane empfängt und zur Bewertung vorlegt. Es besitzt keinerlei Erinnerungsvermögen. Das mittlere Selbst hat die Aufgabe, das niedere Selbst zu leiten und zu führen, seine Fähigkeiten zum Wohle des Ganzen einzusetzen. Es soll Komplexe vermeiden. Das mittlere Selbst initiiert Gebete und Opfer an das Hohe Selbst. Es ist mit dem niederen Selbst durchdringend verbunden, wobei die innigste Verbindung im Hirn angenommen wird.

Das Hohe, Göttliche Selbst

Das dritte Geistwesen mit der höchsten Bewusstseinsform ist Aumakua, der äußerst vertrauenswürdige elterliche Geist, Vater-Gott. Die Wurzelworte bedeuten: au gleich älter, überlegen an Kraft und Weisheit oder auch Schnur, hier: Aka-Schnur. Es bedeutet auch Fluß oder Strom und deutet auf die große Menge Mana, die den Selbsten zum Wohlergehen zufließt, den Überfluss - wenn an Es gedacht wird und ihm tägliche Menge Gedanken-Mana dargebracht wird (kah.: mana-o bedeutet denken, das "o" bedeutet, dass zum Denken Mana benötigt wird) .

Es lebt außerhalb des Körpers etwa über dem Scheitel, meist nahe des Körpers. Es besitzt -wie Eltern- einen weiblichen und einen männlichen Anteil (sym.: liegende Acht). Die Kahunas sahen Es als mit der Gesellschaft aller Hohen Selbste, der Poe Aumakua verbunden (sym.: eine Kette aus Achten). Wird um etwas gebeten, das andere nicht schädigt ist dieses im Sinne und Einverständnis der "Gesellschaft der Hohen Selbste". Mit der entsprechenden Menge Mana kann dann die Zukunft früher oder später dem Wunsch entsprechend verändert und gefügt werden.

Long erkannte, dass den Kahunas viele Jahrhunderte vor der modernen Psychologie umfassendes Wissen des menschlichen Geistes zu eigen war und angewandt wurde. Angestrebt wurde Dreieinigkeit der Selbste eines Menschen, die Verwirklichung des Göttlichen Anteils des Menschen. Die (may.)Gesellschaft von Göttern des achten Himmels, "in dem alle Götter vereint leben", wären demnach die vollendeten, drei-einigen, die vergöttlichten Menschen ohne Sünde. Demnach wäre der achte Himmel der unterste Himmel, der Himmel auf Erden; und nicht, wie vermutet, einer der oberen Himmel (die Verf.).

Unten wie oben

Zusammenfassend und ergänzend kann auf den Bildern der Maya folgende Symbolik hawaiianischer Kahuna erkannt werden.

Die Verbindung der drei menschlichen Geister besteht aus einer Art Nabelschnüre, deren Ansätze an bestimmten Stellen des Körpers lokalisiert sind: vom Solar Plexus zur Achselhöhle, von der untersten Stelle der Wirbelsäule zum Nacken, vom Nabel zur Brust. Je öfter die Verbindungen benutzt werden, desto stärker, dicker und straffer werden sie.

Die vereinigten drei Selbst-Körper aus Aka-Substanz werden als Rebstock oder als Baum dargestellt, abstrahiert wird daraus das Symbol des Kreuzes in unterschiedlicher Form: ein senkrechter Balken mit Querstreben. Der Baum verbindet verschiedene Ebenen; der kosmische Weltenbaum andere als die menschlichen Schnüre. Verschlingen sich die Schnüre zur Matte, pop, zeigt dieses vermutlich die bewusste Eingebundenheit in kosmische Dimensionen an. Sitzt ein Mensch unter einer pop-Dusche, kann das wohl als Duschen in kosmischem Segen interpretiert werden.

Auf strömendem Mana-Wasser werden an den Schnüren entlang zum Hohen Selbst Gebets-Gedanken-Perlen gesandt, die zu Trauben oder Ketten verbunden sein können; dieses sind auch die Samen des Wunsches, die durch Mana-Wasser zum Keimen, zur Erfüllung des Gebetes gebracht werden. Blätter symbolisieren das Hohe Selbst, die Blüten sind schöne Gedanken-Becher, die zum Frucht-Wunder führen. Die meisten aufgrund von Blättern und "Maiskörnern" als "jugendlicher Maisgott" bezeichneten Darstellungen sind mehr oder weniger manifeste Geistwesen menschlicher Selbste, die auf der Fülle sich teilender Aka-Substanz inmitten einzelner oder zusammenhängender Gedanken-Perlen erscheinen.

Schlangen sind sozusagen die "Mutter des Lebens", im Christentum Eva und verflucht, im Hinduismus Kundalini, die sich vom Steiß des Rückgrates in die Höhe schnellt und zur Erleuchtung führt, die wie ein Blitz einschlägt. Zweiköpfige Schlangen deuten wohl an, dass die Verbindungs-Schnüre in beide Richtungen leiten oder transportieren, welches Long vermutet. Aus dem Schlangen-Rachen erscheinende Köpfe deuten auf Transport menschlichen Bewusstseins auf eine höhere Ebene, auf der wahrscheinlich Visionen erschaut werden können.

Die Tages-Glyphe Akbal (mepo.: Baal) zeigt die auf einer Ebene vereinigten Menschen-Selbste, die einen Aka-Finger in höhere Götter-Ebenen strecken. Dieses u.a. zeigt sehr deutlich, dass die Kraggewölbe gewollter architektonischer Ausdruck höchster erreichbarer Göttlichkeit und nicht das Resultat von Unfähigkeit zu anderen baulichen Lösungen sind. Auch die Ahau-Glyphe zeigt das sich in höhere Welten erhebende Selbst.

Die Kahunas sahen allen Gegenständen einen Körper aus Aka-Substanz zugehörig; sie besitzen demnach irgendeinen Geist. Nach mayanischem Glauben sind alle Lebewesen, Gegenstände und selbst die Zeit beseelt; manche Datums-Glyphen sind herrlich liebevoll-üppig ausgestattet.

Nach Max F. Long's Resultaten aus der Erforschung des Kahuna-Geheimnisses kann man wohl sagen, dass a l l e so genannten "Blut- und Wasservoluten" der Maya nichts mit dem Aspekt roten Blutes zu tun haben. Die Bedeutung der Voluten ist itz, Lebenskraft, göttliche Kraft des Universums, ist Symbol für Sekretion von Leben tragender Flüssigkeit und das durch Mana-itz-Wasser angeregte überquellende Treiben und Wachsen in Blättern, Blüten und Früchten. Diese mayanische Symbolik mit Wasser zu assoziieren insofern richtig, als das mit dem Wasser des Lebens wohl identische Mana sezerniert wird und mit Übung immer reicher fließt. Die als Wassertropfen oder Maiskörner angesehenen runden Gebilde stellen Perlen der Gedanken dar, die dem Hohen Selbst auf Mana dargebracht werden.

Maya und Kahuna

Welcher Art die Verbindung der Maya zu den Kahunas Hawaiis ist, ob und welche Verbindung zum Vorderen Orient besteht wird sich durch weitere Untersuchungen zeigen. Fakt ist, dass sich der Sinn der Maya-Werke erst zu erschließen scheint, wenn der Betrachter das Geheimnis der hawaiianischen Kahuna kennt, deren Denken sich auch im Leben der Maya findet und deren Symbolik sich in vielen Darstellungen identifizieren lässt.

Sieglinde Riedel
SChmalförden 18
27248 Ehrenburg

Literatur:

Long, M. F. (1994): Kahuna-Magie: das Wissen um die weise Lebensführung; Freiburg/Brs: Verlag Hermann Bauer

Geschrieben am 03.04.2009 von admin in Archaeologie Geschichte Geographie.

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