Samstag, 25. November 2017


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Badisches Stuckateurhandwerk meldet positive Geschäftsentwicklung

Verband fordert Impulse für mehr Wohnungsbau

Freiburg, (lifePR) - Die Geschäftslage im badischen Stuckateurhandwerk hat sich in den vergangenen Monaten positiv entwickelt. Wie eine Erhebung des Fachverbandes Ausbau und Fassade Baden unter seinen Mitgliedsbetrieben im Juni 2017 ergab, wird die Auftragslage in allen Sparten ganz überwiegend als gut bis zufriedenstellend bewertet. „Am günstigsten stellt sich die Lage in den Bereichen Altbausanierung/Modernisierung sowie Ein- und Zweifamilienhausbau dar“, erklärte Vorsitzender Michael Bleich anlässlich der Mitgliederversammlung des Verbandes am 14. Juli 2017 in Freiburg. Der Mehrfamilienhausbau belegt einen Platz im konjunkturellen Mittelfeld. Etwas schwächer ist die Situation im Öffentlichen Hochbau sowie im Wirtschaftsbau. Der Wettbewerb wird über alle Sparten hinweg als normal bis hart bezeichnet.

Im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten rechnen fast alle Firmen mit einer stabilen Entwicklung. 95 Prozent der Unternehmen geben an, dass die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sowie der Angestellten gleich bleiben wird. Besorgniserregend ist, dass 80 Prozent der Betriebe über Fachkräftemangel klagen.

Angesichts der seit Jahren viel zu niedrigen Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau fordert der Fachverband Ausbau und Fassade Baden die Schaffung von Investitionsanreizen. „Eine Erhöhung der Abschreibungssätze im Mietwohnungsbau ist unabdingbar“, betonte Bleich. Angesichts steigender Mieten und knappem Wohnraum warnt der Verband vor neuen Verschärfungen der Bauvorschriften. Die Weiterentwicklung der Energieeinsparverordnung muss mit Augenmaß erfolgen. Überfällig sind die Ausweisung ausreichender Flächen für den Wohnungsbau sowie der Abbau bürokratischer Hürden bei den Genehmigungsverfahren.

Auch im Bereich der energetischen Sanierung bleiben die Investitionen hinter dem Bedarf zurück. Vor diesem Hintergrund setzt sich der Fachverband für die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen ein. Nur so können mehr private Investitionen generiert und das Sanierungstempo im Sinne der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung erhöht werden.

Ein wichtiges Anliegen des Verbandes ist zudem die Beseitigung von Hemmnissen für die grenzüberschreitende Aktivität der Stuckateurbetriebe in Frankreich und in der Schweiz.

Sorge bereitet den Mitgliedsunternehmen nach wie vor die Tätigkeit zahlreicher unqualifizierter Ein-Mann-Betriebe auf regionalen Baustellen. Oft handelt es sich bei dieser Billigkonkurrenz um Arbeitskräfte aus osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, die im Rahmen von Werkverträgen zum Einsatz kommen. Dabei unterliegen sie nicht den Mindestlohn-Bestimmungen und zahlen auch keine Sozialabgaben. Der Verband fordert die Hauptzollämter auf, konsequent gegen unzulässige Handwerksausübung vorzugehen.

Ein zentrales Thema für das Stuckateurhandwerk bildet die Nachwuchssicherung. Angesichts des demografischen Wandels setzt der Fachverband gemeinsam mit Kollegenverbänden in Baden-Württemberg vielfältige Aktivitäten des Nachwuchsmarketings um. Unter anderem werden jährlich im Rahmen des Infotags Bauausbildung Schulklassen und Lehrer in die Bau-Ausbildungszentren eingeladen. Ziel ist es, über die Karrierechancen am Bau zu informieren und Interesse an der Ausbildung in einem Bauberuf zu wecken. Zusätzlich besucht im Zuge der groß angelegten Kampagne „Bau – Dein Ding“ der speziell für die Nachwuchswerbung ausgerüstete „BauBus“ Schulen und Berufsmessen – das mit vielen berufspraktischen Aufgaben und Multimedia-Elementen ausgestattete Fahrzeug findet bei Schülern und Lehrern eine sehr positive Resonanz. Informationen sind unter www.bau-dein-ding.de abrufbar.

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