Sonntag, 19. August 2018


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KlimaExpo.NRW qualifiziert MINT-Projekt

NRW-Schülerwettbewerb findet die Fachkräfte von Morgen

Gelsenkirchen, (lifePR) - Die Herausforderungen durch den Klimawandel, allen voran die Energiewende, lassen den Bedarf an qualifizierten Fachkräften aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) enorm steigen. Der Schülerwettbewerb FUELCELLBOX spricht die potenziellen Experten von Morgen daher schon heute an. Über alltagsnahe Praxisaufgaben weckt er Begeisterung und Motivation für technisch-naturwissenschaftliche Berufe und verbindet so MINT-Förderung mit Klimaschutz. Für diesen innovativen Beitrag ehrte die KlimaExpo.NRW das Bildungsprojekt heute auf der internationalen Energiefachmesse  Energy Storage Europe 2018 in Düsseldorf.

Der von der EnergieAgentur.NRW in Kooperation mit der H-TEC EDUCATION GmbH durchgeführte und von verschiedenen Sponsoren unterstützte Wettbewerb ist auf die Dauer eines Schuljahres begrenzt und gliedert sich in zwei Phasen. Zunächst müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine vorgegebene Aufgabe theoretisch bearbeiten. Aus allen eingesandten Lösungen werden dann die besten 20 Teams ausgewählt, die eine hochwertig ausgestattete FUELCELLBOX erhalten, in der sich alle nötigen technischen Komponenten befinden, um die Aufgabe auch praktisch zu lösen. Die fünf besten Teams werden zur Abschlussveranstaltung eingeladen und präsentieren dort noch einmal ihre Lösungen. Der Sieger dieses Live-Wettkampfes erhält eine gesonderte Urkunde. 

Der Startschuss für die „heiße“ Phase des diesjährigen Wettbewerbs fiel am heutigen Dienstag im Rahmen der Energy Storage-Fachmesse in Düsseldorf. Die Übergabe der FUELCELLBOXen nahm die KlimaExpo.NRW zum Anlass,

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW und Ove Petersen, Geschäftsführer von GP JOULE, die offizielle Urkunde zur Aufnahme des Projekts in die landesweite Leistungsschau zu überreichen. „Der Wettbewerb ist nicht nur ein innovatives Instrument, um Nachwuchskräfte für technisch-naturwissenschaftliche Ausbildungs- und Studiengänge zu begeistern, sondern sensibilisiert darüber hinaus Schüler und Lehrer gleichermaßen für die Themen Energiewende und Klimaschutz!“, begründete Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW, die Qualifizierung des Projekts. Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW als Initiative der NRW-Landesregierung in 1.000 Schritten positive Beispiele für den Klimaschutz in und aus Nordrhein-Westfalen. Das Projekt „FUELCELLBOX“ ist der 279. Schritt.

Dr. Frank-Michael Baumann zeigte sich von den eingesandten Lösungen begeistert: „Die Teams haben neben besonderem Engagement und natürlich Fachwissen vor allem auch gelernt im Team zu arbeiten. Teamgeist zu praktizieren heißt unterschiedliche Charaktere und Arbeitsweisen zu akzeptieren und abweichende Meinungen mit einzubeziehen, aber trotzdem zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Dies ist neben dem Kennenlernen der Technik eine wichtige Erfahrung, denn Fachwissen gepaart mit sozialer Kompetenz, das sind Qualitäten für eine erfolgreiche berufliche Zukunft.“

Schülerwettbewerb zeigt große Anwendungsvielfalt

Basis des Wettbewerbs ist die Brennstoffzellentechnologie. Mit Brennstoffzellen kann klimafreundlicher Strom erzeugt werden, indem Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert. Als Abfallprodukt entsteht ungefährlicher Wasserdampf. In Teams aus zwei bis maximal drei Schülern müssen die Teilnehmer unter Einsatz dieser Technologie innovative Lösungen für verschiedene Bereiche der Energieversorgung und Mobilität entwickeln. Die konkrete Aufgabe variiert von Jahr zu Jahr. So galt es in der Vergangenheit etwa, klimafreundliche und innovative Lösungen zur Energieversorgung von Mobiltelefonen, Radiostationen oder sogar Dörfern zu entwickeln oder die Technologie als alternativen Antrieb für Fahrzeuge bis hin zum Marsroboter einzusetzen. Die Themen haben häufig einen aktuellen Bezug: im Jahr 2016/2017 bezog sich die Aufgabe beispielsweise auf den weltweit ersten wasserstoffbasierten Brennstoffzellentriebwagen, den das Zugbau-Unternehmen Alstom 2016 präsentierte.

Die Schülerinnen und Schüler sollten einen Miniaturzug mit ebendiesem emissionslosen Antrieb auf die Strecke bringen. Die Aufgabe der aktuell laufenden Wettbewerbsrunde 2017/2018, deren Schirmherrschaft NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übernommen hat, besteht darin, in einem Naherholungsgebiet in Essen die Emissionen von Fahrgastschiffen zu neutralisieren, um den Freizeitsportlern und der dort ansässigen Tierwelt einen ungetrübten Lebensraum bieten zu können. Dies soll durch wasserstoffbasierte Brennstoffzellenschiffe realisiert werden. Für die Aufgabe steht das frisch getaufte klimafreundliche Fahrgastschiff MS innogy der Weißen Flotte Baldeney Pate. Es ist das bundesweit erste Ausflugsschiff mit CO2-neutralem Antriebssystem. Dafür wurde es im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „greenfuel“ der innogy SE auf einen innovativen Methanol-Antrieb umgerüstet. Die KlimaExpo.NRW hat das Projekt als 245. Schritt in eine klimafreundliche Zukunft qualifiziert.

Expo Fortschrittsmotor Klimaschutz GmbH

Die KlimaExpo.NRW ist eine landesweite Initiative der NRW-Landesregierung. Um Energiewende, Kli-maschutz und die notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels als Schubkräfte einer nach-haltigen Entwicklung für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen, hat die Landesregierung die KlimaExpo.NRW ins Leben gerufen. Ziel der Landesgesellschaft ist es, erfolgreiche Projekte in innovati-ven Formaten einem breiten Publikum bis hin zur internationalen Ebene zu präsentieren und zusätzli-ches Engagement für den Klimaschutz zu initiieren. Die KlimaExpo.NRW soll das technologische und wirtschaftliche Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich präsentieren. Sie ist zugleich Leis-tungsschau und Ideenlabor für den Standort NRW und das nicht nur an einem Ort und an einem Tag, sondern landesweit und das bis 2022. Seit 2017 wird die KlimaExpo.NRW im Rahmen ihrer Zwischen-präsentation zudem zur Mitmach-Expo für alle Bürgerinnen und Bürger aus NRW. Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

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