Dienstag, 21. November 2017


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EWE stemmt sich gegen Branchentrend

Halbjahresbilanz spiegelt herausforderndes Geschäftsumfeld

Oldenburg, (lifePR) -
Konzernperiodenergebnis nach Sondereffekten im Vorjahr wieder gesunken
Operatives EBIT leicht unter Vorjahresniveau
Investitionen in regionalen Glasfaserausbau und erneuerbare Energien höher


EWE hat sich im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von 190 Mio. Euro auf 4.209,1 Mio. Euro im Branchenumfeld behauptet. Nach einmaligen Sondereffekten im Vorjahr spiegeln die Ergebniskennzahlen des heute veröffentlichten Halbjahresberichts die schwierigen Rahmenbedingungen auf den Energie- und Telekommunikationsmärkten im In- und Ausland wider, denen EWE seit Jahresbeginn mit der Strategie 2026 begegnet.

Das Konzernperiodenergebnis, das im Vorjahreszeitraum vor allem durch die Veräußerung der Anteile am Leipziger Ferngasunternehmen VNG AG mit 385,9 Mio. Euro deutlich höher ausfiel, reduzierte sich auf 113,9 Mio. Euro.

Der Anteilsverkauf ermöglichte einen vorzeitigen Rückkauf von Anleihen am Kapitalmarkt, der das Zinsergebnis bereits im ersten Halbjahr 2017 deutlich von -132,4 auf -63,3 Mio. Euro verbesserte. „Wir wollen finanzielle Spielräume unter anderem für gezielte Beteiligungen an kleineren Unternehmen nutzen, mit deren Know-how wir schneller und direkter digitalisierte Geschäftsmodelle verwirklichen können“, so Finanzvorstand Wolfgang Mücher.

Wie bereits bei der Veröffentlichung des Integrierten Berichts 2016 angekündigt, erwartet EWE für das laufende Geschäftsjahr 2017 wegen des Wegfalls von Einmaleffekten ein um zehn bis 20 Prozent niedrigeres Operatives EBIT. Entsprechend lag das Operative EBIT im ersten Halbjahr mit 333,4 Mio. Euro wie erwartet unter dem Wert des Vergleichszeitraums (378,3 Mio. Euro).

Die im ersten Halbjahr um konzernweit knapp 24 Mio. Euro höheren Auszahlungen für Investitionen resultierten zum einen aus der Beteiligung an Trianel Windpark Borkum II – dem bisher dritten Offshore-Windpark, den EWE mit jeweils unterschiedlichen Partnern errichtet –, zum anderen aus dem Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen und Häuser (FTTH/FTTB). Marktvorstand Michael Heidkamp: „Unsere Entscheidung, in den nächsten Jahren mit Investitionen von über 1,2 Milliarden Euro einen großflächigen Glasfaserausbau umzusetzen, ist der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt. Damit schaffen wir eine eigene, nachhaltige Infrastruktur und legen den Grundstein für die Digitalisierung im Nordwesten.“

Das Operative EBIT des Auslandsgeschäfts in der Türkei und in Polen lag im ersten Halbjahr mit 23,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Trotz weiter steigender Kundenzahlen und Erdgasumsätze sank der Umsatz währungsbedingt durch den Verfall der türkischen Lira. Damit beträgt der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz des EWE-Konzerns zur Jahresmitte 8,5 Prozent, nach 9,7 Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres. Finanzvorstand Wolfgang Mücher: „In den zurückliegenden zehn Jahren hat EWE mit hochmotivierten Mitarbeitern wirtschaftlich gesunde Unternehmen in der Türkei aufgebaut, die in der Lage sind, Investitionen vollständig aus eigener Kraft zu stemmen. Gleichwohl sehen und spüren wir die höheren Risiken unseres Engagements. Darum beobachten wir die aktuelle Entwicklung intensiv und in sehr enger Abstimmung mit unseren kommunalen Anteilseignern.“

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl des EWE-Konzerns stieg im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres um 40 auf 9.106. Der Zuwachs resultiert vor allem aus dem Engagement im Bereich erneuerbare Energien und aus dem Ausbau des Stromvertriebs in der Türkei.

„Wir bauen unser Geschäft zukunftsfähig um“

Die Energielandschaft wird sich weitgehend dezentralisieren, und der Zugang zum Kunden ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Zudem führt die Digitalisierung bereits heute zu einer tiefgreifenden Veränderung des Kundenverhaltens, aber auch der Kultur und Organisation von Unternehmen, der Leistungserstellung sowie von Wertschöpfungsstrukturen und Geschäftsmodellen. Vor diesem Hintergrund erklärt Michael Heidkamp: „Wir sind überzeugt, dass künftig verschiedene Märkte und Produkte zusammenwachsen – insbesondere Strom, Wärme, Telekommunikation, IT und Mobilität. Deshalb werden wir unser Unternehmen und unser Geschäft entlang unserer beschlossenen Strategie 2026 weiterhin zukunftsfähig umbauen.“

Heidkamp weiter: „Diese Herausforderungen werden uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen. Darüber hinaus gilt es, unsere Compliance weiterzuentwickeln und sicherzustellen, dass bestehende Gesetze und Regeln strikt eingehalten werden. Wir haben hierzu konzernintern bereits Maßnahmen umgesetzt, wie beispielsweise verpflichtende Schulungen, und wir werden weitere anstoßen, um das hohe Vertrauen unserer Kunden, Partner und der Öffentlichkeit dauerhaft zu rechtfertigen.“ Wolfgang Mücher ergänzt: „EWE ist sich seiner regionalen Verantwortung sehr bewusst. Deshalb setzen wir alles daran, den guten Ruf von EWE als bedeutendes und zukunftsorientiertes Unternehmen nachhaltig zu stärken.“   

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