Haus im Wiesengrund ist ARD-Filmkulisse

Doku-Reihe "Was Deutschland bewegt" mit Pflegekräften aus Albershausen

(lifePR) ( Stuttgart, )
„Was Deutschland bewegt“ – unter diesem Titel widmet sich die ARD sechs gesellschaftspolitischen Themen, die in Deutschland derzeit Konjunktur haben. Das Format: Eine Dokumentation aus Betroffenensicht zur besten Sendezeit, immer montags um 20.15 Uhr im Ersten. Nun endet die Reihe mit dem letzten Thema: „Pflege: Hilft denn keiner?“ Die Dreharbeiten dafür fanden auch im Haus im Wiesengrund statt, einer Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung in Albershausen. Das Ergebnis ist am 11. Juni um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen.

Große Aufregung im Haus im Wiesengrund. Ein Fernsehteam ist da, begleitet drei Tage lang Mitarbeiter und Bewohner. Die Journalisten führen Gespräche, beobachten, stellen Fragen und vor allem: sie filmen den Alltag. „Wir haben uns gefreut, als die Anfrage kam“, sagt Hausdirektorin Kristina Baumstark, „weil wir zeigen wollen, dass Pflege schön sein kann, dass sich Bewohner umsorgt und Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen können“. Das ist ein großes Anliegen insgesamt in der Evangelischen Heimstiftung, dem größten Altenhilfeträger in Baden-Württemberg. Das wollen die Mitarbeiter im Haus im Wiesengrund dem Fernsehteam mitgeben und hoffen, dass die Dokumentation ihre Wünsche aufzeigt.

Die Dreharbeiten des SWR münden in einem Dokumentarfilm, das am 11. Juni zu besten Sendezeit in der ARD zu sehen ist. Unter dem Titel „Was Deutschland bewegt“ berichtet die ARD über sechs Themen, die derzeit bundesweit in den Schlagzeilen sind. Nach Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit, Gewalt gegen Kindern, sexuelle Übergriffe im Alltag und Integration von Flüchtlingen schließt die Serie am 11. Juni mit dem letzten Thema: Pflege in Deutschland. Dabei werden mehrere Perspektiven beleuchtet, etwa die Situation pflegender Angehöriger oder die von Pflegebedürftigen und auch die Bedürfnisse der Pflegekräfte. Diese kommen im Haus im Wiesengrund in Albershausen zu Wort.

Kritik am System soll auch im Film deutlich werden

Die Evangelische Heimstiftung war zuletzt öfters medial präsent, vor allem mit der Forderung nach besseren Rahmenbedingungen und einer mutigen Pflegepolitik. „Wir setzen in allen Einrichtungen die höchsten Personalschlüssel um und bezahlen den fairen Diakonietarif“, erklärt auch Bernhard Schneider, Hauptgeschäftsführer der EHS. Das heißt aber auch, dass die Kosten, die die Bewohner zahlen müssen, höher sind, als bei anderen Trägern mit schlechteren Bedingungen. Denn die Pflegekasse bezahlt derzeit nur einen pauschalen, gedeckelten Betrag, den Rest müssen die Versicherten übernehmen. „Das spielt die Bewohner und Mitarbeiter quasi gegeneinander auf“, sagt Schneider, „weil jede Verbesserung auf Kosten der Pflegebedürftigen geht“.

Pflege braucht mutige Systemreform

Das muss sich ändern. Wer eine echte Verbesserung für Pflegende und Pflegebedürftige will, muss die Pflegeversicherung strukturell so verändern, dass die Pflegekosten für alle Pflegebedürftigen finanzierbar sind und zwar unabhängig davon, ob sie zu Hause, im Betreuten Wohnen oder in einem Pflegeheim wohnen. Um das durchzusetzen hat die Evangelische Heimstiftung 2017 die Initiative Pro-Pflegereform ins Leben gerufen, die bundesweit Unterstützung findet. Der Bremer Gesundheitsexperte Prof. Dr. Heinz Rothgang hat das Reformkonzept der Initiative in einem Gutachten untersucht, mit dem Ergebnis: Die Reform ist sinnvoll und lässt sich finanzieren.

Die Lösung ist – kurzgefasst – das aktuelle System auf dem Kopf zu stellen. Demnach bezahlen die Versicherten den festen Sockelbetrag, die Pflegeversicherung übernimmt alle weiteren Pflegekosten. Dadurch wird gute Pflege wieder bezahlbar und das Risiko der Altersarmut sinkt automatisch. Außerdem wirkt man Dumpinglöhnen und schlechter Pflege entgegen, weil sich der Wettbewerb dann an der Qualität orientiert und nicht mehr am Preis. „Wir bieten damit ein gut verständliches Reformszenario, bei dem es nicht um mehr Geld für das System geht, sondern um einen echten Systemwechsel, der die starren Strukturen aufbricht, innovative Pflegearrangements befördert und Pflege wieder für alle bezahlbar macht“, erklärt Schneider. Das ist mit Flickschusterei jedoch nicht zu erreichen, sondern nur mit Mut für einen Masterplan mit echten Reformen.

Haus im Wiesengrund als Beispiel für gute Pflege

„Gute Qualität hat einen hohen Preis – aber nicht, weil wir etwas falsch machen, sondern wie die Pflegeversicherung zu wenig bezahlt“, weiß auch Hausdirektorin Baumstark. Deshalb hofft Sie, ebenso wie die Mitarbeiter im Haus im Wiesengrund, dass diese Botschaft deutlich wird und die dringend notwendige Systemreform endlich angegangen wird. Dass das Haus im Wiesengrund ein Beispiel für gute Pflege ist, konnte das Fernsehteam durchaus sehen – so zumindest der Eindruck der Bewohner und Mitarbeiter, die sich nach drei Drehtagen fast schon an die Kamerabegleitung gewöhnt haben.

Das Haus im Wiesengrund wurde 2017 eröffnet als achter Standort der EHS entlang der B10. Denn zum Unternehmen gehören auch das Blumenhardt-Haus in Uhingen, der Michael-Hörauf-Stift in Bad Boll, der Albrecht-Teichmann-Stift in Reichenbach, das Haus an der Teck in Dettingen, der Johanniterstift in Plochingen, der Spittler-Stift in Schorndorf sowie der Palmsche Garten in Deizisau. In Albershausen leben 50 Bewohner in vier Wohnbereichen auf zwei Ebenen zusammen. Zum Haus gehören außerdem elf Betreute Wohnungen, die von den Mobilen Diensten der EHS betreut werden.
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