Welt-Diabetestag 2019: Mit orthopädischen Hilfsmitteln Diabetes-bedingten Fußschäden vorbeugen

(lifePR) ( Berlin, )
Über sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Diabetes mellitus, Tendenz steigend. Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetestages weist der Herstellerverband eurocom e. V. auf eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus hin: das Diabetes-Fußsyndrom (DFS). Das DFS geht meist mit chronischen Wunden einher, die bei einem schlechten Behandlungsverlauf Amputationen nach sich ziehen können. eurocom-Geschäftsführerin Oda Hagemeier dazu: „30.000 Amputationen pro Jahr sind ein alarmierendes Signal, den Schutz gegen Diabetes-bedingte Fußschäden zu verbessern. Vorbeugen können unter anderem orthopädische Einlagen und Schuhe sowie Entlastungsorthesen, die den unterschiedlichen Wund- und Fußsituationen der Patienten gerecht werden.“

Druckentlastung mit orthopädischen Schuhen, Einlagen und Entlastungsorthesen

Im Zentrum der Behandlung eines DFS steht die Druckentlastung des betroffenen Fußes. Das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die entstandenen Wunden ungestört heilen können. Erreicht wird das mit speziellen, individuell angepassten Schuhen und einer geeigneten Fußbettung mit einer Weichbettungseinlage. Diese Einlagen haben die Funktion, den Fuß durch Druckumverteilung zu entlasten und durch stoßdämpfende Eigenschaften zu schonen. Eine weitere Möglichkeit, die Fußsohle während der Wundheilungsphase zu entlasten, sind spezielle Entlastungsorthesen. Diese als Total Contact Cast bekannten Orthesen sorgen dafür, dass die Wunde am Fuß während des Gehens und Stehens annähernd frei von Druck bleibt, in dem das Gewicht des Patienten auf andere Bereiche des Fußes umverteilt wird.

„Dass der GKV-Spitzenverband das Prinzip Druckentlastung als entscheidend für den erfolgreichen Therapieverlauf erkannt hat und nach
§ 126 Abs. 1 Satz 3 SGB V einen eigenen Versorgungsbereich für diabetische Fußversorgungen schafft, begrüßen wir“, betont Oda Hagemeier, „allerdings müsste dies auch in einer Anpassung des Hilfsmittelverzeichnisses an die Versorgungsrealität zum Ausdruck kommen. Beispielhaft dafür wäre der Verzicht auf eine zwingende Versorgung mit geschlossenen Schuhen. Denn gerade diese können Wunden hervorrufen und dadurch den Heilungsprozess verhindern.“

Patienten gewinnen mit orthopädischen Einlagen Lebensqualität zurück

Orthopädische Einlagen bestehen den Praxistest der Patienten, die ihnen eine große Wirksamkeit und einen hohen Nutzen bescheinigen. Das zeigt die repräsentative Bevölkerungsbefragung, die das Institut für Demoskopie Allensbach für eurocom in 2019 durchgeführt hat. Rund 12 Millionen Menschen in Deutschland – das entspricht 19 Prozent der Gesamtbevölkerung – tragen ärztlich verordnete orthopädische Einlagen. Davon sind 92 Prozent (sehr) zufrieden mit ihrem Hilfsmittel. 72 Prozent berichten, dass sie dank ihrer Einlagen weniger Schmerzen haben, 69 Prozent, dass sie an Mobilität gewinnen. 74 Prozent der Einlagenträger können durch ihr Hilfsmittel den Alltag wieder besser bewältigen und gewinnen damit an Lebensqualität.

Die Ergebnisse der Patientenbefragung sind in der Broschüre „Steigende Lebensqualität durch weniger Schmerz und mehr Mobilität“ veröffentlicht. Sie ist als Download und Printfassung unter www.eurocom-info.de/service/publikationen verfügbar. Dort sind auch weitere Ratgeber,
z. B. zum Diabetes-Fußsyndrom, sind unter www.eurocom-info.de erhältlich.
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