Ethenea: Covid-19-Krise fordert Flexibilität statt Festhalten

(lifePR) ( Munsbach, )

Achterbahnfahrt 2020: Corona-Krise stellt globale Wirtschaft vor Herausforderungen
Aktuelle Prognosen der Marktteilnehmer: breite Meinungsvielfalt für das restliche Jahr 
Anpassungsfähigkeit von Portfolios sind der Schlüssel zum Erfolg


„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern? Es kann mich doch niemand daran hindern, jeden Tag klüger zu werden.“ Dieses Zitat wird oft dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, zugeschrieben. Es hebt eine Kernkompetenz im Umgang mit unvorhergesehenen und sich dynamisch entwickelnden Situationen wie die der Covid-19-Krise hervor: Flexibilität. 

„Ein gehöriges Maß an Flexibilität ist die notwendige Voraussetzung, um sich erfolgreich an verändernde Rahmenbedingungen anpassen zu können. Das ist vor allem beim Betreten von Neuland, wie wir es gerade erleben, von höchster Bedeutung für Investoren“, sagt Christian Schmitt, Senior Portfolio Manager bei Ethenea. Gemeint ist die Flexibilität im Portfoliomanagement, mit der Chancen aktiv ergriffen, Risiken gemanagt und offen und unvoreingenommen nach vorne geschaut werden kann. Im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass Meinungen von gestern nicht unbedingt die von heute sein müssen. „Ein stures Festhalten am gestern Gesagten mag auf den ersten Blick verbindlich wirken, kann beim fehlenden Blick nach vorne jedoch fatale Folgen haben. In diesem Jahr wurden wir innerhalb kurzer Zeit Zeuge einer Vielzahl von Ereignissen, die zu Jahresbeginn kaum jemand für möglich gehalten hätte“, sagt Schmitt.

Die globale Wirtschaft wurde per politischer Verordnung in großen Teilen zum Stillstand gezwungen, ebenso das private und gesellschaftliche Leben. Die Kapitalmärkte fuhren parallel dazu regelrecht Achterbahn, verschiedenste Kursbewegungen sind in Ausmaß und Schnelligkeit ohne historischen Vergleich. Während neue Superlative bei Anleihekaufprogrammen der Notenbanken und fiskalpolitischen Rettungspaketen der Staaten als Reaktion zu erwarten gewesen waren, dürfte der zwischenzeitlich weit im negativen Bereich gehandelte Ölpreis im gewichtigen West Texas Intermediate (abgekürzt WTI) das Überraschungshighlight im April gewesen sein. „Dass wir noch im Januar berechtigterweise ein eher langweiliges Jahr 2020 erwarteten – Geschwätz von gestern“, sagt Schmitt.

Alles kann, nichts muss: Flexibilität ist das Gebot der Stunde

Angesichts der jüngsten Historie verwundert es kaum, dass aktuelle Prognosen über die verbleibenden acht Monate des Jahres mit einer Bandbreite versehen sind, die kurz mit „alles kann, nichts muss“ zusammengefasst werden kann. Zumeist arbeiten Prognosen mit einem Basisszenario, welches nach oben und unten von zwei Alternativszenarien flankiert wird. „Die Einordnung möglicher Szenarien in das übergeordnete Makrobild und die intelligente Umsetzung im Portfolio ist entscheidend für den langfristigen Anlageerfolg. Wo drohen beispielsweise Gefahren nachhaltiger Kapitalverluste? Welche realwirtschaftlichen Entwicklungen haben die Märkte bereits vorweggenommen? Dadurch formuliert sich die Aufgabenstellung schnell zu der Frage um, was bereits im Markt eingepreist ist und wo etwaige Chancen und Risiken für unsere Fonds liegen könnten“, erläutert Schmitt. 

Neben der hohen Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung gibt es noch einen zweiten, nicht zu unterschätzenden Grund für die aktuell extrem breite Meinungsvielfalt an den Kapitalmärkten: Mangelnde Flexibilität. „Nur wer benchmarkunabhängig agiert und damit alle Optionen der Asset Allokation und der Titelselektion zur Verfügung hat, kann wirklich frei und nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden“, ergänzt Schmitt. Fehlt dieser Handlungsspielraum, dominieren subjektive Wünsche allzu schnell die objektive Analyse. Dann kann eine kaum zu beeinflussende Portfoliopositionierung die Markterwartung steuern, obwohl es genau umgekehrt sein sollte.

„Über die Jahre haben wir kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Anpassungsfähigkeit unserer fokussierten Fondspalette gearbeitet. Daher stehen wir im heutigen Marktumfeld in keiner Ecke und bleiben jederzeit in alle Richtungen handlungsfähig. Eben ganz im Sinne der Flexibilität, die wir im aktuellen Marktumfeld mehr denn je brauchen, um auch in Krisenzeiten attraktive Ergebnisse zu erzielen“, schließt Schmitt.
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