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Pressemitteilung BoxID: 498248 (Erste Asset Management GmbH)
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Erste Asset Management "Rendite-Radar": Suche der Investoren nach Rendite bleibt eine wichtige Stütze der Anleihemärkte

(lifePR) (Wien, ) Abgesehen von Veranlagungen am Geldmarkt konnten die verschiedenen Zinsmärkte in diesem Jahr enorm zulegen. "Nach einem eher verhaltenen Start überzeugten im ersten Halbjahr besonders Anleihen aus den Schwellenländern (in Hartwährung) mit 8,6%, gefolgt von Staatsanleihen aus der Eurozone (+7,0%) und Unternehmensanleihen aus den verschiedenen Risiko-Segmenten", analysiert Alexander Fleischer, Bereichsleiter für das Management der Anleihefonds der Erste Asset Management/ERSTE-SPARINVEST.

Renditen im "freien Fall" bei Anleihen mit bester Bonität

Die außergewöhnlich gute Wertentwicklung sämtlicher Anleihesegmente im ersten Halbjahr ist auf den "freien Fall" der Wertpapierrenditen bei Anleihen mit bester Bonität zurückzuführen. Beispielsweise beträgt die Umlaufrendite einer 10-jährigen deutschen Bundesanleihe nur noch 1,238% (nach 1,941% zu Jahresbeginn).

Der Renditerückgang hat primär mit der sehr expansiven Geldpolitik zu tun, also der Nullzinspolitik der US-amerikanischen Federal Reserve und der Quasi-Nullzinspolitik der europäischen Zentralbank. "Diese Politik zielt darauf ab, dass die privaten Haushalte und Unternehmen verstärkt in der Realwirtschaft aktiv werden, entweder durch erhöhten Konsum oder durch erhöhte Investitionsbereitschaft. Der erwartete Effekt ist jedoch bisher ausgeblieben", so Alexander Fleischer.

Liquidität fließt nicht in die Realwirtschaft

"Die Liquidität ist nicht in der Realwirtschaft gelandet, sondern vielmehr in die verschiedenen Risikoklassen an den Anleihenmärkten geflossen, was zu der entsprechenden Performance geführt hat", so Alexander Fleischer, mit dem Effekt, dass die Investoren immer weniger Renditeaufschlag, bzw. Risikoprämie für das Kreditrisiko verlangen.

Die Risikoprämien für erwartete Ausfälle bei Unternehmensanleihen in den verschiedenen Segmenten sind damit deutlich zurückgegangen. Derzeit liegen die Risikoprämien für Unternehmensanleihen im Bereich BBB gegenüber Libor bei ca. 130 Basispunkten. Dieser Wert hatte zum Jahresbeginn 150 Basispunkte betragen. Im BB-Bereich liegt der Risikoaufschlag derzeit bei rd. 240 Basispunkten (Jahresbeginn: 270 Basispunkte).

"Es ist davon auszugehen, dass sich die Zinssituation zumindest bei kurzen Laufzeiten bis auf weiteres kaum verändern wird", betont Fleischer. Der Referenzzins der Europäischen Zentralbank liegt nach der letzten Zinssenkung bei 0,15%. Beim Konsumverhalten ist vorerst keine Änderung in Sicht, zumal die Wirtschaftsaussichten für das laufende Jahr zunehmend nach unten revidiert werden, was die Konsumenten weiterhin vorsichtig agieren lässt. Auch bei den Unternehmen ist derzeit keine Änderung in Ihrem Investitionsverhalten erkennbar - die Kreditnachfrage ist nach wie vor sehr verhalten.

Ausschau nach höheren Renditen

Besonders institutionelle Anleger aus den Niedrigzins-Ländern wie den USA, der Schweiz, Deutschland oder auch Österreich halten nach höher rentierenden Segmenten Ausschau. "Damit bleibt die Suche nach Rendite ein wesentlicher, preistreibender und wertunterstützender Faktor für die Anleihesegmente", so Fleischer.

Der Erste Asset Management Rendite-Radar wird monatlich veröffentlicht und spiegelt die durchschnittliche Rendite von Anleihefonds wider. Die Fondskennzahl "Rendite" entspricht der durchschnittlichen Wertpapierrendite der im Fonds gehaltenen Wertpapiere vor Abzug von Kosten aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken. Diese Rendite-Kennzahl entspricht nicht der Fondsperformance.

Erste Asset Management GmbH

Die Erste Asset Management GmbH (www.erste-am.com) koordiniert und verantwortet die Asset-Management-Aktivitäten (Vermögensverwaltung mit Investmentfonds und Portfoliolösungen) innerhalb der Erste Group Bank AG. An ihren elf Standorten in Österreich sowie Deutschland, Kroatien, Rumänien, der Slowakei, Tschechien und Ungarn verwaltet sie ein Vermögen von 49,7 Milliarden Euro (per Ende März 2014, Quelle EAM). In Österreich ist die ERSTE-SPARINVEST seit Ende September Marktführer und verwaltet aktuell ein Fondsvolumen 28 Milliarden Euro (per 30.4.2014, Quelle: OeKB)