Mehr kostenloses WLAN für Alle in Erlangen

Freifunk WLAN für die Innenstadt wird in Schritten weiterentwickelt

(lifePR) ( Erlangen, )
Zusammen mit dem eGovernment-Center der Stadt Erlangen und der Initiative Freifunk Franken hatte das City-Management ER im Oktober 2015 eine Vorreiterrolle innerhalb der Region übernommen und stattete zunächst 20 Partner aus Handel, Dienstleistung und Gastronomie entlang der Achse Hauptstraße/Nürnberger Straße mit Freifunk-WLAN-Routerknotenpunkten aus. Das drahtlose lokale Netzwerk (englisch: Wireless Local Area Network - WLAN) ermöglicht die kostenlose und zeitgleich unbegrenzte Nutzung des Internets, beispielsweise über Smartphones.

Warum Freifunk?

Ziel des Erlanger Gemeinschaftsprojekts, welches über das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ teilfinanziert wird, war es von Anfang an, das Freifunk WLAN-Netz in mehreren Schritten auf- und auszubauen, und damit allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen unserer Stadt in weiten zentralen Bereichen den Internetzugang zu ermöglichen. Kostenlos und bequem, ohne umständliche Netzeinwahl. Freifunk ist ein unabhängiges Netzwerk, es bedeutet offene, uneingeschränkte und freie digitale Kommunikation. Jeder kann sich kostenlos über WLAN mit den Freifunk-Knotenpunkten in der Innenstadt verbinden, ohne Passwort und ohne Registrierung. Jeder darf dieses offene Netzwerk nutzen und bei der Erweiterung aktiv mitmachen.

Service für den Einzelhandel vor Ort 

Von diesem besonderen Service profitieren sollen vor allem die in der Innenstadt ansässigen, überwiegend inhabergeführten Partnerbetriebe in deren Wettstreit mit den großen Online-Versandhäusern. Zumal Passanten, welche sich unterwegs regelmäßig im Internet bewegen, oft erst durch das Angebot des kostenlosen WLAN vor dem Schaufenster auf ein bestimmtes Fachgeschäft aufmerksam gemacht werden.

Schritt für Schritt

Der Wunsch, allen Nutzern flächendeckend das kostenlose Internet anbieten zu können, stellt die an der Realisierung Beteiligten, gewiss nicht nur in Erlangen, vor große Herausforderungen. Eine möglichst effiziente und raumgreifende Netzabdeckung auf öffentlichen Plätzen sowie entlang ganzer Straßenabschnitte kann nämlich nicht alleine durch die Installation und Inbetriebnahme möglichst zahlreicher Routerstationen in möglichst vielen Gebäuden erreicht werden.

Häufig wird die Funkleistung der Freifunk-Knoten vor Ort durch bauliche Barrieren verringert oder gar blockiert, etwa in Form besonders massiver Fassadenkonstruktionen oder durch spezielle Isolierglasfenster. Auch weist die Dichte der vorhandenen DSL-Anschlüsse, welche zur Koppelung mit den Funkroutern benötigt werden, insbesondere im Bereich öffentlicher Plätze, noch Lücken auf. Bei stark erhöhter Netzauslastung im öffentlichen Raum, wenn sich dort beispielsweise im Rahmen größerer Veranstaltungen viele Menschen gleichzeitig in das offene WLAN einloggen, sind die Grenzen der Kapazität bald erreicht.

Einen großen Schritt vorangekommen ist man jetzt am Hugenottenplatz. In der neuen „Toilette für Alle“ wurde am 1. Juni 2017 auf Bestreben des städtischen eGovernment-Centers ein eigens für die flächendeckende Versorgung des Platzes mit Freifunk-WLAN geschaffener DSL-Anschluss in Betrieb genommen werden.

Im Gegensatz zu den Freifunk-Knoten, welche im Einzelhandel hinter Schaufenstern platziert sind und daher nur über eine geringe Reichweite außerhalb des jeweiligen Ladengeschäfts verfügen, wurde dieser Router-Standort bewusst auf hohe Performance hin ausgelegt. Mit einer Kapazität von bis zu 250 gleichzeitigen Nutzern und zusätzlich verfügbaren Kanälen mittels Einsatz zweier Frequenzbänder erfolgt die Anbindung des Hugenottenplatzes an das Internet direkter als bei anderen Freifunk-Routern.

Das Angebot am „Hugo“ wird sehr gut angenommen. Die höchste Nutzerfrequenz wird hier zwischen 12:00 und 22:00 festgestellt, die abgerufene Datenrate liegt dabei zum Teil über 20 Mbit/s. Ein erstaunlicher Wert, wenn man bedenkt dass die meisten Endgeräte „nur“ Smartphones sind.

Der Freifunk-Zugang am Hugenottenplatz ist für Alle nutzbar, sobald das Handy sich hier mit dem offenen WLAN „hugo.freifunk.net“ verbunden hat, besteht die Verbindung zum Internet. Weitere Freifunk-Knoten in der Umgebung stehen unter der Kennung „franken.freifunk.net“ zur Verfügung.

Im Zuge der Versorgung öffentlicher Gebäude mit Freifunk-WLAN werden auch im Rathaus die laufenden Planungen längst umgesetzt. Um Bürgerinnen, Bürgern bzw. Besuchern der dort am meisten frequentierten Ämter schnellstmöglich den Service des kostenlosen Internetzugangs bieten zu können, sind zunächst im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss die nötigen technischen Voraussetzungen für offenes WLAN geschaffen worden. In modularer Vorgehensweise wird die Netzabdeckung im Rathaus jetzt Etage um Etage nach oben hin erweitert, bis die sogenannte „Ausleuchtung“ mit Freifunk-WLAN über den gesamten Rathausplatz hinaus gewährleistet ist.

Nachdem schon weite Bereiche entlang der nördlichen Hauptstraße sowie der Martin-Luther-Platz mit Freifunk-WLAN versorgt sind, stehen aktuell eine Verbesserung der Netzdichte und-qualität rund um den Neustädter Kirchenplatz, am Marktplatz sowie die Abdeckung des Schlossplatzes auf dem Programm. Zur Einbindung des Markgrafenschlosses wird eine Kooperation zwischen Freifunk Franken, der Stadt Erlangen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) angestrebt.

„Wir freuen uns sehr, dass es dank der konstruktiven Zusammenarbeit mit unseren Partnern gelungen ist, in der Erlanger Innenstadt die Voraussetzungen zu einem für Alle kostenlosen Internetzugang zu schaffen, und diese Grundlagen bis heute Schritt für Schritt stetig auszubauen“, so City-Management-Geschäftsführer Christian Frank. „Das Basisnetz steht, es muss nur noch weiter wachsen. Und jeder kann sich aktiv an diesem Wachstumsprozess beteiligen.“    

Informationen, wie das Freifunknetz unterstützt werden kann, gibt es im Internet unter www.freifunk-franken.de

 

 
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