ERGO Versicherung: Schaden-/Kostenquote weiterhin deutlich unter Marktniveau

(lifePR) ( Düsseldorf, )
Die ERGO Versicherung AG blickt anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts auf ein gutes Geschäftsjahr 2010. Die Bruttobeitragseinnahmen stiegen um 0,7 Prozent auf 2,64 (2,63) Mrd. Euro. Getragen wurde der Geschäftsausbau vor allem durch die gewerblichen und industriellen Sparten. Trotz zahlreicher Naturereignisse und eines erhöhten Schadenaufwands konnte ERGO eine Combined Ratio (netto) von 92 Prozent erzielen.

Die ERGO Versicherung ist 2010 im Zuge der neuen Markenstrategie der ERGO Versicherungsgruppe aus den Vorgängerunternehmen Victoria Versicherung, Hamburg- Mannheimer Sachversicherung und D.A.S. Versicherung entstanden. Seitdem bietet die Gruppe Schaden- und Unfallversicherungen unter der Marke ERGO an. Die gesellschaftsrechtliche Umsetzung erfolgte in mehreren Schritten: Zunächst wurde die Victoria Versicherung AG in ERGO Versicherung AG umfirmiert. Anschließend folgte die Verschmelzung der D.A.S. Versicherung und der Hamburg- Mannheimer Sachversicherung auf die ERGO Versicherung. Das Vermögen sowie alle Rechte und Pflichten beider Gesellschaften sind auf die ERGO Versicherung übergegangen.

Gute Combined Ratio

Die Beitragseinnahmen der ERGO Versicherung stiegen 2010 um 0,7 Prozent auf 2,64 (2,63) Mrd. Euro. Deutlich höher als im Vorjahr lagen die Belastungen durch Naturereignisse (Sturm-, Hagel- und Überschwemmungsschäden), so dass die Netto- Schadenquote auf 60,5 (57,3) Prozent stieg. Auch die Kostenquote (netto) erhöhte sich auf 31,6 (31,0) Prozent. Insgesamt erzielte die ERGO Versicherung eine Combined Ratio (netto) von 92,0 (87,9) Prozent. "Damit liegt die Combined Ratio erneut deutlich unter dem Marktdurchschnitt (98 Prozent). Das ist ein schöner Erfolg, zu dem vor allem das hervorragende Schadenmanagement beigetragen hat", erklärt Christian Diedrich, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung.

Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich deutlich auf 496 (290) Mio. Euro im Jahr 2010. Hier kam als Sondereffekt der Verkauf der D.A.S. Versicherung zum Tragen. Insgesamt konnte die ERGO Versicherung im Jahr 2010 einen deutlich höheren Nettogewinn von 464 (288) Mio. Euro an die Muttergesellschaft ERGO Versicherungsgruppe AG abführen.

Gewerbe/Industrie

Vor allem in der Transportversicherung generierte die ERGO Versicherung 2010 ein gutes Wachstum und erzielte eine Steigerung der Beiträge um 8,2 Prozent auf 107 (99) Mio. Euro. Erfolgreich gestartet ist die Initiative zur Zeichnung von Führungsgeschäft in der Versicherung von Seeschiffen (Seekasko).

In der gewerblichen und industriellen Haftpflichtversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge um 2,1 Prozent auf 345 (338) Mio. Euro. Die Bankenkrise und der damit einhergehende konjunkturelle Einbruch hatte bei vielen Kunden zu deutlichen Rückgängen bei Umsätzen und Lohnsummen in 2009 geführt. Die darauf basierenden Prämien, die im Jahr 2010 abgerechnet wurden, führten zwangsläufig zu einem Prämienabrieb. Dieser konnte jedoch durch das Neugeschäft kompensiert werden.

In der Feuerversicherung erzielte die ERGO Versicherung einen Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge um 2,7 Prozent auf 62 (61) Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Belastung durch größere Schäden deutlich, was sich in dem Anstieg der Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle auf 53 (36) Mio. Euro zeigte.

In den Technischen Versicherungen konnte die ERGO Versicherung 2010 trotz des harten Wettbewerbs erneut über dem Marktdurchschnitt wachsen. Die gebuchten Bruttobeiträge übertrafen 2010 mit 53 (51) Mio. Euro das Vorjahresniveau um 4,6 Prozent. Ein bedeutender Wachstumstreiber in diesem Bereich ist das Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien. Die Spezialdeckungen der ERGO Versicherung bieten einen umfassenden Versicherungsschutz für Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, auch über die Grenzen Deutschlands hinaus.

Privatkunden

Auch beim Hausbau wird verstärkt in erneuerbare Energien investiert. Aus diesem Grund wurde der Versicherungsschutz in der Wohngebäudeversicherung erweitert: Versichert sind nicht nur Schäden an Photovoltaikanlagen, sondern auch der Ertragsausfall, der nach einem solchen Schaden entstehen kann. Seit dem 1. Oktober bietet die ERGO Versicherung eine neue Privat-Haftpflicht an. Eine Besonderheit ist die Forderungsausfalldeckung mit Gewaltopferschutz. Fügt jemand, der nicht haftpflichtversichert ist, einem anderen einen Schaden zu, kann aber selbst nicht dafür aufkommen, dann hatte der Geschädigte bislang ein ernsthaftes Problem: Er blieb auf den Kosten sitzen. Dies ist kein ungewöhnlicher Fall, denn jeder Dritte hat keinen Haftpflichtschutz. Die neue ERGO Privat-Haftpflicht lässt geschädigte Kunden in einem solchen Fall nicht alleine und springt ein, wenn der Verursacher nicht zahlen kann. Die private Haftpflichtversicherung verzeichnete ein Beitragsvolumen von 123 (125) Mio. Euro. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich auf 271 (263) Mio. Euro. Infolge der höheren Schadenbelastung stieg die Schadenquote auf 57,7 (56,5) Prozent.

In der Verbundenen Wohngebäudeversicherung wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge um 3,5 Prozent auf 161 (156) Mio. Euro. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen aufgrund einer deutlich höheren Belastung durch Naturereignisse, wie zum Beispiel den Orkan 'Xynthia', auf 147 (100) Mio. Euro. Die Schadenquote erhöhte sich auf 91,2 (64,1) Prozent. Die Verbundene Hausratversicherung verzeichnete 2010 einen leichten Beitragszuwachs auf 128 (127) Mio. Euro. Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich auf 53 (51) Mio. Euro.

In der Kfz-Haftpflichtversicherung blieben die Beitragseinnahmen trotz der automatischen Umstufung in niedrigere Schadenfreiheitsklassen mit 351 (351) Mio. Euro nahezu identisch. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sanken brutto um 3,2 Prozent auf 295 (305) Mio. Euro. Dadurch verbesserte sich die Schadenquote auf 84,6 (86,9) Prozent. In den sonstigen Kraftfahrtversicherungen erzielte die ERGO Versicherung wie in den Vorjahren eine erfreuliche Beitragssteigerung, die u.a. auf Kooperationen zurückzuführen ist. Mit 249 (240) Mio. Euro wuchsen die Beitragseinnahmen um 3,8 Prozent.

Die gebuchten Bruttobeiträge in der Unfallversicherung sanken im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 738 (750) Mio. Euro. Der Rückgang resultiert aus dem geringeren Einmalbeitragsgeschäft in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR). Im Vorjahr wirkte sich der neu eingeführte UBR-Tarif als Wachstumsträger aus.

Der Geschäftsbericht der ERGO Versicherung AG steht unter www.ergo.com/geschaeftsbericht zur Verfügung.

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