Epigenomics AG: Europäisches Patentamt gibt grünes Licht für Schlüsselpatent

Umfassender Patentschutz für den Biomarker Septin-9 für die Darmkrebsvorsorge und --diagnose

(lifePR) ( Berlin, Deutschland, und Seattle, WA, USA, )
Die Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX), ein Molekulardiagnostik-Unternehmen mit Schwerpunkt auf der Entwicklung und Vermarktung von Produkten für die Krebsfrüherkennung basierend auf DNA-Methylierung, berichtete heute, dass das Unternehmen vom Europäischen Patentamt eine so genannte "Regel 71 (3) Mitteilung"
erhalten hat. Mit dieser Mitteilung kündigt die Behörde an, ein Patent für Epigenomics Biomarker Septin-9 zu erteilen. Die Patentanmeldung EP 1721992 unter dem Titel "Methoden und Nukleinsäuren für die Analyse von Zellproliferationserkrankungen" beansprucht sehr breit Methoden, Substanzen und Testkits für die Methylierungsanalyse von Epigenomics Biomarker Septin-9. Das Patent ist auch in den USA, Japan und 15 weiteren Ländern außerhalb Europas beantragt.

Nach Erhalt der amtlichen Mitteilung kommentierte Geert Nygaard, Vorstandsvorsitzender der Epigenomics AG: "Die Zusicherung dieses Patents markiert einen zentralen Meilenstein in unserer Geschäftsstrategie und Unternehmensentwicklung. Dieses Patent verstärkt den Schutz unseres Produkts zur Darmkrebsvorsorge wesentlich und gibt uns in den nächsten Jahren Anrecht auf erhebliche Beteiligung an den Umsatzerlösen unserer diagnostischen Partner für diesen Biomarker."

"Unser Patentschutz erstreckt sich nunmehr nicht nur die Probenaufbereitung und sensitive Nachweistechnologien wie Heavy Methyl(HM) und MethyLight, sondern auch das Herzstück des Produkts, den Septin-9 Biomarker zum Nachweis von Darmkrebs in Blut", ergänzt Dr. Kurt Berlin, Chief Scientific Officer von Epigenomics. "Dies ist eine von mehreren Dutzend Biomarker-Patentanmeldungen, die wiederum Hunderte von DNA-Methylierungs-Biomarkern in vielen Krebsindikationen abdecken.

Dieses Patentportfolio unterstreicht unsere führende Position auf dem Gebiet der Molekulardiagnostik mittels DNA-Methylierung."

Über Darmkrebsvorsorge

Darmkrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen in den USA und verursachte geschätzte direkte Behandlungskosten von $ 8,3 Milliarden in 2007. Aufgrund einer Heilungsrate von über 90% bei einer Diagnose in einem frühen Stadium in den USA besteht mittlerweile breite Übereinstimmung darüber, dass Erwachsene im Alter von 50 Jahren und älter mit einem durchschnittlichen Erkrankungsrisiko sich regelmäßig einer Darmkrebsvorsorgeuntersuchung unterziehen sollten. Bei einer frühen Diagnose werden die Behandlungskosten pro Patient auf $ 30.000 geschätzt. Demgegenüber stehen geschätzte Behandlungskosten von $ 120.000 bei Patienten mit fortgeschrittener Krebserkrankung. Allerdings lassen sich nur weniger als 50% der Zielgruppe testen. In Anbetracht der heutigen Behandlungsmöglichkeiten für Darmkrebs könnten die Therapieerfolge für Patienten vermutlich wesentlich verbessert werden, wenn mehr Krebserkrankungen in frühen Stadien erkannt würden.

Aus Sicht der Volksgesundheit und der Gesundheitsökonomie limitiert die geringe Nutzung heutiger Angebote zur Krebsvorsorge die Effektivität von Darmkrebsvorsorgeinitiativen. Gegenwärtige Richtlinien für die Darmkrebsvorsorge empfehlen zwei Arten von Tests: Untersuchungen, die Polypen und Krebs detektieren wie die Koloskopie (Darmspiegelung) oder die virtuelle Koloskopie und nicht-invasive Tests zur Krebsfrüherkennung auf der Basis von Stuhlproben. Am häufigsten werden nicht-invasive Tests mit Hilfe des FOBT-Verfahrens (Fecal Occult Blood Test) auf Basis von Stuhlproben durchgeführt. Dieser Test ist zwar kostengünstig, wird aber aufgrund seiner Anwendungseinschränkungen und unbequemen Durchführung in der Bevölkerung kaum angenommen (ca. 14% in den USA).

Als Referenzverfahren für die Darmkrebsvorsorge und -diagnose wird derzeit die Koloskopie eingesetzt. Dieses Verfahren zeigt hervorragende Ergebnisse, eignet sich aber aufgrund der hohen Kosten, begrenzter Ressourcen in Gesundheitssystemen und mangelnder Akzeptanz bei Patienten nicht für den Einsatz in Screening-Programmen. Ein nicht-invasiver bequemerer, blutbasierter Vorsorgetest zur Darmkrebsfrüherkennung mit anschließender Darmspiegelung zur diagnostischen Absicherung eines positiven Testergebnisses könnte sich als wesentlich nützlicher für bevölkerungsweite Krebsvorsorge-Programme zeigen.

Über Epigenomics Septin-9-Biomarker

Das Septin-9-Gen enthält die genetische Information für ein Protein, welches an der Zellteilung funktional beteiligt ist und im Verdacht steht bei der Entstehung von Tumoren beteiligt zu sein. In zahlreichen klinischen Fall-Kontroll-Studien mit Blutplasmaproben von etwa 3.500 Darmkrebspatienten, gesunden Kontrollgruppen und Kontrollpatienten mit anderen Darmerkrankungen konnte Epigenomics zeigen, dass methylierte DNA des Septin-9-Gens, die von Tumoren in den Blutstrom abgegeben wird, als Biomarker für den sensitiven und spezifischen Nachweis von Darmkrebs dienen kann. Als erster strategischer Partner lizenzierte Abbott Molecular, Inc. die weltweiten, nicht-exklusiven Rechte an Epigenomics patentgeschütztem Biomarker Septin-9 für Darmkrebs. Weiterhin erwarb Quest Diagnostics Inc., der führende Anbieter für diagnostische Tests, Informationen und Services, die Lizenz für die Vermarktung eines Labor-entwickelten Tests (LDT) für Septin-9 in den USA.
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