Mittwoch, 22. November 2017


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Nach fünf milden Jahren auf ein Neues: EBE steht bereit zum Winterdienst bis März 2018

Essen, (lifePR) - Rund 170 Fahrer sind geschult, die Salzlager gut gefüllt, die nötigen Wagen gewartet und erste Fahrzeuge umgebaut – aus Sicht der Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) kann der Winter kommen. Bis Ende März 2018 gilt jetzt die Winterdienst-Saison. Bei Eisglätte und Schnee kümmern sich insgesamt rund 230 Mitarbeiter auf den Straßen, in der Werkstatt und im Backoffice darum, dass Essens wichtigste

(Durchgangs-) Straßen sowie die Bus- und Bahnstrecken in der Stadt befahrbar sind.

Winterdienst ist Team-Arbeit. Fast alle verfügbaren Fahrer der EBE müssen ran, wenn’s friert oder schneit. Schulungen im Sommer haben die Handgriffe und das Steuern der oft rechtsgelenkten Fahrzeuge wieder wachgerufen. Im Einsatzfall müssen die Fahrer ja unter schwierigen Bedingungen allein klar kommen: den Weg finden, selbst Salz nachladen und die Computertechnik beherrschen.

Team-Arbeit und akribische Planung

Ein detaillierter Winterdienst-Plan weist bis März 2018 jedem ganz genau seine Dienste zu – inklusive nachts und am Wochenende. So weiß jeder heute schon, ob er zu Weihnachten, Silvester,  Ostern oder Karneval im Bedarfsfall ran muss.

Das menschliche Know-How wird begleitet von guter Ausstattung: über 25 Fahrzeuge mit ausgefeilten Streuautomaten, moderner GPS-gestützter Software und Routenführung, exakte Streupläne, Schneeschilden, volle Salzlager und jeder Menge Sole. Kurz: Auf Seiten der EBE steht alles bereit.

Warum überhaupt Winterdienst?

Die „Winterwartung“ ist eine kommunale Pflicht, um den großräumigen Verkehr zu ermöglichen (Verkehrssicherungspflicht). Die Stadt Essen hat sie der EBE übertragen. „Der öffentliche Nahverkehr und der Durchgangsverkehr einer Großstadt wie Essen sollen laufen, damit das öffentliche Leben im Rahmen des Möglichen fortbesteht“, fasst Bettina Hellenkamp, Pressesprecherin der EBE, die Aufgabe zusammen.

Rat der Stadt gibt Rahmen vor

Die EBE versorgt mit ihrem Winterdienst im Auftrag der Stadt (Ratsbeschluss) mehr als 960 km Straßen und streut oder räumt sie bei Bedarf. Das entspricht rund der Hälfte des Stadtgebietes. Es werden Hauptstraßen (Streupläne A) und bestimmte Nebenstraßen (Streupläne B) betreut. Zusätzlich werden nach  eingehenden Glättewarnungen bis zu drei Sole-Streuer eingesetzt, die vor allem nachts die Hauptstraßen für den Berufsverkehr vorbereiten. Die Streurouten sind 2017/2018 nahezu unverändert.

Winterdienst in Essen ist üppig

Der städtische Winterdienst in Essen ist übrigens üppig aufgestellt und bietet den Bürgern deutlich mehr als gesetzlich vorgeschrieben ist: In Essen werden die großen Straßen nämlich im 24-Stunden- und die Nebenstraßen im 16-Stunden-Dienst geräumt. In anderen Städten ist die Leistung meist nicht so umfangreich.

Die EBE setzt den Winterdienst in Essen nach den Vorgaben der Stadt Essen um. Dafür berechnet die Stadt Winterdienst-Gebühren und zieht sie von den Grundstückseigentümern ein.

In allen anderen Straßen müssen die Grundstückseigentümer sich selbst kümmern und ihrerseits Winterdienst beauftragen, sofern sie ihn für ihre Straße wünschen. Alle  Straßen mit städtischer Winterwartung sind im „Winterdienstverzeichnis“ aufgeführt:

http://www.ebe-essen.de/ueber-uns/download/strasenreinigung/

Gehwege sind Bürgersache

Vor der eigenen Haustür müssen die Bürger in der Regel selbst räumen. Meist überträgt der Grundstückseigentümer seine Räumpflichten weiter auf die Mieter. Zwischen 7 Uhr morgens und 20 Uhr abends muss der Gehweg schnee- und eisfrei gehalten werden.

Dabei ist Streusalz wegen des Umweltschutzes grundsätzlich nicht zulässig (außer bei gefährlichen Stellen oder außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen), sondern lediglich abstumpfende Mittel wie Sand, Splitt oder Asche.

Hilfreiche Webseiten zur Information

Mehr dazu findet sich auf den Webseiten der EBE:

http://www.ebe-essen.de/privatkunden/winterdienst/

und auf den Webseiten der Stadt Essen:


allgemeine Informationen https://www.essen.de/leben/essen_bleib_t__sauber/winter_und_schnee/essenimwinter.de.html
Was die Stadt tut: https://www.essen.de/leben/essen_bleib_t__sauber/winter_und_schnee/winterdienst__was_macht_die_stadt.de.html
Was Mieter / Grundstückseigentümer tun müssen: https://www.essen.de/leben/essen_bleib_t__sauber/winter_und_schnee/winterdienstpflichten_eigentuemer__mieter.de.html
praktische Tipps unter: https://www.essen.de/leben/essen_bleib_t__sauber/winter_und_schnee/winter_was_kann_jeder_tun.de.html
und im Info-Flyer der Stadt Essen „Winterdienst ist Teamwork“. https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/aktionen_1/pico_bello/Flyer_Winterdienst_041111_RZ.pdf


Zahlen & Fakten zum EBE-Winterdienst

Insgesamt etwa 230 Mitarbeiter


davon rund 170 Fahrer aus Abfallabfuhr, Straßenreinigung und Containerdienst
zudem Verwaltung, Betriebsmeister, die Werkstatt-Bereitschaft, Leitende
27 Streu-Fahrzeuge  (umgebaute Großkehrmaschinen,  Flitzer und ein Allradfahrzeug)
3 Sole-Streuer
Standard-Streu-Geschwindigkeit: 30 km/h, damit die Streumittel wirksam und breit verteilt werden
36 Streupläne der Stadt Essen (Priorität A – 28 Pläne; Priorität  B – 8 Pläne) werden von der EBE bedient


Streupläne A (Haupt- und Durchgangsstraßen)


ca. 850 Kilometer Räumstrecke auf Fahrbahnen der verkehrswichtigen Straßen (Streupläne A)
24-Stunden-Abdeckung (3 Schichten)
Fahrtkilometer gesamt für A-Pläne: 1.177 km (durch Anfahrtsweg, breite Straßen doppelt zu streuen und Verbindungsstücke zwischen Streustrecken)
Volleinsatz Streuplan A: alle Streupläne etwa in 4-6 Stunden


Streupläne B (Nebenstraßen)


109 Streukilometer; insgesamt 320 Fahrkilometer; 16-Stunden-Abdeckung (6-22 Uhr)


Streumittel


EBE streut mit Feuchtsalzgemisch (FS 30) aus 70 Prozent Trockensalz und 30 Prozent Sole, das eine schnellere und länger anhaltende Wirkung erreicht
Salzvorrat 2017:           Salzhalle Pferdebahnstraße                  3.500Tonnen


Salzsilos Pferdebahnstraße                  1.000Tonnen

Salzbunker Elisenstraße                       500 Tonnen

Salzsilos Recyclinghof Werden 150 Tonnen

GESAMT =                                          5.150 Tonnen


Solevorrat zu Winterbeginn       Pferdebahnstraße                     110.000 Liter


                                                           Recyclinghof Werden    30.000 Liter

                                               GESAMT =                                         140.000 Liter

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