Montag, 20. November 2017


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Fragen aus der Energieberatung: Welches Dämmmaterial brannte an dem Hochhaus in Dubai am 04. August 2017?

Frankfurt am Main, (lifePR) - Am „The Torch“ Hochhaus in Dubai brannte kein Dämmmaterial. Es brannte die Aussen­be­klei­dung, die Fassaden-Wetterschutzplatten. Die Bekleidung besteht dort aus demselben Material wie am „Grenfell-Tower“ in London. Zwischen 2 Alumi­nium­platten ist recht dick Polyethylen als Kleber und Abstandhalter eingegossen. Polyethy­len brennt schon bei niedrigen Temperaturen, damit sind die Fassadenplatten hoch feu­­ergefährlich. In den arabischen Emiraten weiß man das schon seit einigen Jahren, weil diese Plattenbekleidungen dort bereits für einige Hochhausbrände verantwortlich sind, am „Torch-Tower“ sogar zum zweiten Mal. Des­halb wurde das Material dort für Neubauten verboten. Wahr­schein­lich wird man nun auch verstärkt an die Umrüstung bestehender Bauten gehen.

Der Brandverlauf an der Fassade ähnelt den Bildern, die wir in London sehen muss­ten. Das Feuer fraß sich durch den Plattenkern schnell nach oben und die da­durch frei gewordenen Aluminiumplatten segelten durch die Luft. Die Feuer­wehrleute schützten sich mit Schilden über dem Kopf. Zum Glück brannte es im Bereich der vorgela­gerten Eckbalkone, was, zusammen mit dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr und den funktionsfähigen und einem Hochhaus angemessenen Brandschutzeinrichtungen im Gebäude, Personenschäden verhindert hat.

„Nach diesem Brand ist noch ein Stück deutlicher geworden: wir liegen in Deutschland völlig falsch, wenn wir durch Informationen einiger Feuerwehrver­bände das Polystyrol als Schuldigen ausgemacht haben. Das war weder am Grenfell-Tower in London noch in Dubai an der Fassade verbaut“, stellt Dipl.-Ing. Werner Eicke-Hennig vom „energieinstitut-hessen“ fest.

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