Freitag, 24. November 2017


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Ende Gelände blockierte am Sonntag erfolgreich den Tagebau Hambach

Vom Klimawandel betroffene Pacific Climate Warriors erklären sich solidarisch / Aktivist*innen fordern sofortigen Kohleausstieg für Klimagerechtigkeit / Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz in der Grube

Bonn, (lifePR) - Zum Auftakt der Klimakonferenz legten Klimaaktivist*innen des Bündnisses Ende Gelände gestern den Tagebau Hambach still. Ein sofortiger Kohleausstieg ist nötig und möglich, so die Botschaft der erfolgreichen Aktion zivilen Ungehorsams. Ungefähr 3000 Personen betraten gemeinsam den Tagebau und stoppten mehrere Bagger sowie das Förderband. Sie brachten damit ihre Forderung nach Klimagerechtigkeit zum Ausdruck.

„Echter Klimaschutz bedeutet, die Förderung und Verbrennung dreckiger fossiler Rohstoffe zu beenden. Die Klimaverhandlungen sind eine Farce, denn sie sind von Industrieinteressen geprägt und sie verhindern nicht, dass Menschen durch die Klimakrise ihre Lebensgrundlage verlieren“, so Janna Aljets, Pressesprecherin des Bündnisses. „Deutsche Politikerinnen und Politiker möchten international als Klimavorreiter glänzen. Ohne ein klares Bekenntnis zum Kohleausstieg ist es jedoch verlogen, 50 Kilometer von der größten CO2-Quelle Europas eine Klimakonferenz stattfinden zu lassen.“

Ende Gelände skandalisierte bei der gestrigen Aktion die Untätigkeit der Regierungen. Viele internationale Aktivist*innen beteiligten sich an den Protesten. Die Pacific Climate Warriors übergaben in einer Zeremonie der Klimagerechtigkeitsbewegung vier riesige Blütenblätter auf denen die Worte standen: „STOP FOSSIL FUELS NOW!“Am Rande des Tagebaus erklärten sie öffentlich ihre Solidarität: „Es schmerzt, diese riesige Kohlemine zu sehen, weil wir wissen, was sie uns im Pazifik antut. Das ist genau das, wogegen wir kämpfen. Es erfüllt uns mit Hoffnung, dass hier so viele Menschen zusammenkommen, um der Ära der fossilen Energieträger ein Ende zu bereiten“, sagt Brianna Fruean, Climate Warrior aus Samoa.

Gleichzeitig spannte das Bündnis den Bogen zu lokalen Problemen und zur Vernetzung vor Ort. Eine Vielzahl an Anwohner*innen beteiligte sich an der Auftaktdemonstration. Andere unterstützten die Aktion, indem sie Schlafplätze und Räumlichkeiten in der Region und in Bonn zur Verfügung stellten.

„Mit der Aktion zeigten wir unsere Entschlossenheit, für den Erhalt des Klimas und gegen die Übermacht von Konzerninteressen einzutreten. Mit zivilem Ungehorsam können wir uns alleine mit unseren Körpern der Zerstörung in den Weg stellen. Dies ist für uns der erste Schritt hin zu einer anderen Welt, die sich nicht der kapitalistischen Verwertungslogik unterwirft, sondern an den Bedürfnissen der Menschen orientiert“, sagt Dorothee Häußermann, Pressesprecherin von Ende Gelände.

Die Polizei verhielt sich zu Beginn der Aktion zunächst deeskalativ. Den Aktivist*innen gelang es, die Polizeikräfte zu durchfließen und in die Grube hinabzusteigen. Starke Kritik übt das Bündnis an Polizeimaßnahmen in der Kohlegrube. „Die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke gegen singende Aktivistinnen und Aktivisten ein, eine Reiterstaffel ritt in die Gruppe, wobei Personen von Hufen getroffen wurden. Dieses Vorgehen ist absolut unverhältnismäßig und hat zu vielen, teilweise schweren Verletzungen geführt“, kritisierte Pressesprecherin Dorothee Häußermann.

Ende Gelände zeigte im Vorfeld des Klimagipfels, wie Klimaschutz praktisch aussieht. Auch nach der gestrigen Aktion werden Klimaschützer*innen aus der ganzen Welt den Protest auf vielfältige Art und Weise fortsetzen.

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